Ukraine: Bricht nun auch die westeuropäische Unterstützung zusammen?

Symbolbild: KI

Donald Trump hatte in mehreren Anläufen versucht, die ukrainische Führung zu einem realistischen Friedensabkommen zu bewegen. Gescheitert sind sie allesamt an der Sabotage aus London, Paris, Berlin und Brüssel. Damit könnte nun aber bald Schluss sein, berichten Medien aus Spanien und England.

Schon Ende Februar 2025 haben US-Präsident Donald Trump und sein Vize JD Vance den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch im Weißen Haus zusammengefaltet. Es ging wohl darum, ihm klarzumachen, dass die USA unter der neuen Regierung ein Ende des verheerenden Krieges wollen und die Ukraine Zugeständnisse machen müsse.

Trump versus europäische Globalisten

Im August 2025 gab es dann den vielversprechenden Gipfel von Trump und Wladimir Putin in Alaska. Die Ansätze wurden aber zunichtegemacht, da die Ukraine mit westeuropäischer Unterstützung eine Waffenruhe als Voraussetzung für Verhandlungen forderte.

Die EU und Großbritannien haben dann auch immer neues Geld in die Ukraine gepumpt, sodass der Druck aus den USA auf Kiew nicht wirklich greifen konnte. Die westeuropäischen Regierungen haben auch die Bewaffnung der Ukraine einigermaßen aufrechterhalten.

Nun scheint das aber immer weniger zu funktionieren. Die entscheidenden Patriot-Abwehrraketen scheinen der Ukraine nun auszugehen. Die ukrainische Offensive im Juli scheint ein Flopp gewesen zu sein und sich in beschleunigten Gebietsverlusten niederzuschlagen (wir haben berichtet).

El País: Sanktionen am Höhepunkt

Aber auch jenseits der militärischen Ebene gibt es für die ukrainische Führung offenbar schlechte Nachrichten. Westeuropäische Medien berichten, dass der diplomatische und politische Elan für die Ukraine nachlässt.

Die spanische Tageszeitung El País schreibt, dass die europäischen Sanktionen gegen Russland ihren Höhepunkt erreicht haben und dass Regierungen bald zunehmend ihre eigenen Interessen vorziehen werden, anstatt sich selbst zu schaden, nur um Russland zu „verletzen“:

Laut Jacob Funk Kirkegaard, Analyst beim Wirtschaftsforschungsinstitut Bruegel, steht die EU kurz davor, ihren ‚Sanktionsgipfel‘ zu erreichen – also den Punkt, an dem Regierungen beginnen, ihre nationalen Wirtschaftsinteressen über neue Sanktionen gegen Russland zu stellen. ‚Was übrig bleibt, sind sozusagen hauchdünne Salamitakzente‘, erklärt er in einem Telefongespräch. Die heikelsten Maßnahmen – jene, die in zwei Dutzend vorangegangenen Sanktionsrunden unberührt geblieben sind – sind in der Regel genau jene, gegen die ein Mitgliedstaat einen Grund hat, sie zu blockieren – und gegen die er aufgrund der einstimmigen Verabschiedung von Sanktionen auch tatsächlich ein Veto einlegen kann.“

Telegraph: Proukrainischer Klub im Sterben

Der britische Telegraph warnt ebenfalls, dass die gesamte Koalition zur Unterstützung der Ukraine im Sterben liegt:

Angesichts Keir Starmers Abgang, Emanuel Macrons letztem Amtsjahr und dem angeschlagenen deutschen Kanzler Friedrich Merz liege der Klub der wichtigsten Unterstützer der Ukraine in Trümmern – und die Zukunft sehe immer düsterer aus:

Die innenpolitische Stabilität von Kandidaten, die diese Lücke füllen könnten, wie etwa dem Deutschen Friedrich Merz, bleibe ungewiss. Gleichzeitig warten russlandfreundlichere Spitzenkandidaten wie Marine Le Pen in den Startlöchern und könnten die europäische Unterstützung für die Ukraine im nächsten Jahr maßgeblich beeinflussen.

Sie hatte zuvor versprochen, Frankreich aus dem NATO-Militärkommando zu entfernen, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben und die Ukraine zu drängen, einem Friedensabkommen zu Moskaus Bedingungen zuzustimmen. Das sind im Wesentlichen der Verzicht auf einen NATO‑Beitritt und die Abtretung von drei der russischsprachigen Gebiete vollständig (Krim, Donezk, Lugansk) sowie zwei teilweise (Cherson, Saporischschja).

Der linksextreme und proislamische Hardliner Jean-Luc Mélenchon, der als einer ihrer Hauptrivalen bei der in neun Monaten stattfindenden Wahl gilt, ist sogar noch weiter gegangen und hat den Austritt aus dem westlichen Militärbündnis angekündigt.

Es könnte also sein, dass sich Putins strategische Geduld auszahlt – wenn die alten, feindseligen europäischen Strukturen langsam zusammenbrechen.

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