Großbritannien: Schulden seit 2002 versiebenfacht und Systemkrise vertieft

Symbolbild (C) Report24 KI

Großbritanniens Schulden sind in den vergangenen 23 Jahren regelrecht explodiert. Noch deutlich mehr als in Deutschland. Die Schweiz steht deutlich besser da. Das britische Finanzdesaster ist die Grundlage für die politische Systemkrise im Land.

Großbritannien liefert ein krasses Beispiel dafür, wie schnell Staatsfinanzen aus dem Ruder geraten können. Anfang der 2000er Jahre lag die gesamtstaatliche Bruttoverschuldung noch bei rund 425 Milliarden Pfund. Ende 2025 waren es gut 3,1 Billionen Pfund. Die Staatsschulden haben sich damit, wie wallstreet-online berichtet, mehr als versiebenfacht.

Britische Schuldenexplosion in Sprüngen

Der Anstieg verlief dabei nicht gleichmäßig. Der erste große Schub kam mit der Finanzkrise ab 2008. Bankenrettungen, Konjunkturprogramme und ein Einbruch der Steuereinnahmen ließen die Defizite explodieren. Danach gelang es den Regierungen nie, den Schuldenstand wieder nachhaltig zu senken.

Die Corona-Maßnahmen brachten den nächsten großen Sprung nach oben. Der Staat finanzierte Lohnersatzprogramme, Unternehmenshilfen und „Gesundheitsausgaben“ (also Geninjektionen, Masken etc.) auf Kredit. Anschließend folgten die „Energiekrise“ (also die irrsinnige Net-Zero-Politik der Klimasekte), hohe Inflation und milliardenschwere Entlastungspakete.

Dazu kommt ein strukturelles Problem: Großbritannien hat in den vergangenen Jahren zu wenig Wachstum produziert, um die steigenden Verbindlichkeiten tragen zu können. Das wiederum liegt ebenfalls an der ideologischen Energiepolitik des Landes, welche die Industrie des Landes an die Wand fährt. Und wie überall in Westeuropa werden auch in Großbritannien Unsummen zur Finanzierung der Massenzuwanderung und all der woken „NGOs“ und Institutionen verprasst.

Internationaler Vergleich

Noch klarer wird die britische Entwicklung im Vergleich mit den USA. Nach Definition des Internationalen Währungsfonds lag die amerikanische Bruttoverschuldung des Gesamtstaates 2025 bei rund 124 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit höher als die britischen 102 Prozent. Die amerikanischen Staatsschulden summieren sich inzwischen auf etwa 38 Billionen US-Dollar.

Doch seit Anfang der 2000er Jahre haben die Briten ihre nominalen Verbindlichkeiten prozentual stärker ausgeweitet als die USA. Und das, obwohl Washington in dieser Zeit zwei große Kriege, die Finanzkrise, gigantische „Pandemieprogramme“ finanzierte. Die Folge waren jahrelang Defizite, die in normalen Zeiten früher als außergewöhnlich gegolten hätten. Trotzdem war der relative Schuldenanstieg Großbritanniens noch größer.

Selbst Deutschland steht im Vergleich dazu besser da. Die deutschen Staatsschulden lagen Ende 2025 bei rund 2,84 Billionen Euro beziehungsweise 63,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die deutsche Schuldenbremse ist seit 2009 im Grundgesetz verankert. Der Bund darf strukturell grundsätzlich nur Kredite von 0,35 Prozent des BIP aufnehmen. Die Schuldenbremse begrenzt zwar den regulären Haushalt, hat aber keineswegs verhindert, dass die Politik immer neue Konstruktionen geschaffen hat, um sie zu umgehen.

Am untersten Ende der Schulden-Skala steht die Schweiz. Nach IMF-Definition liegt ihre gesamtstaatliche Bruttoverschuldung bei lediglich rund 39 bis 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dabei muss auch sie Finanzkrise, „Pandemie“ und die europäische Energiepolitik verkraften. Der entscheidende Unterschied zu Deutschland liegt darin, dass die Schweiz ihre Schuldenbremse konsequent anwendet.

Politische Systemkrise

Die schlechte finanzielle und ökonomische Lage Großbritanniens ist auch eine Grundlage für die politische Systemkrise des Landes. Reform UK führt seit vielen Monaten alle Umfragen an, die woke Labour Party und die Konservativen hängen in den Seilen. Eine islam- und systemkritische Massenbewegung sorgt dafür, dass die Opposition nicht auf Wahlen beschränkt bleibt – ein deutlicher Unterschied zu anderen europäischen Ländern (wir haben berichtet).

Dass die Zuspitzung in Großbritannien besonders fortgeschritten ist, ist kein Zufall. Es besteht eine tiefe Spaltung, eine Abwertung der Mehrheitsbevölkerung durch das woke Regime, ein dramatischer Vertrauensverlust in die Institutionen. Speziell die Massenzuwanderung und Islamisierung, die die Briten tendenziell zur Minderheit im eigenen Land machen, werden der Bevölkerung durch die Eliten aufgezwungen.

Historisch haben Wohlstand, gute Regierungsführung und eine einigermaßen geeinte Elite Bürgerkriege verhindert. Diese drei Pfeiler sind in Britannien schwer angeschlagen: Produktivität und Innovation stagnieren seit Jahren, Bürokratie lähmt den Apparat. Die Staatsfinanzen sind außer Kontrolle geraten. Die aktuelle Energiepolitik zerstört die Industrie. Für die junge Generation schaut es mit Einkommen, Wohneigentum und Familiengründung schlecht aus – während Unmengen von moslemischen Fremden aus Steuermitteln durchgefüttert werden.

In diesem Kontext ist die britische Finanzkrise keine rein ökonomische Sache. Sie hat Folgen für alle Bereiche der Gesellschaft und wird bei Fortsetzung des aktuellen Kurses die politische Zuspitzung zwischen wokem Regime und Widerstandsbewegung weiter vorantreiben.

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