Monty-Python-Star John Cleese: „Ich glaube, dass manche Kulturen besser sind als andere“

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John Cleese weigert sich, kulturelle Barbarei aus Angst vor Rassismusvorwürfen schönzureden. Der Monty-Python-Star bezeichnet sich offen als „Kulturalist“ und erklärt, manche Kulturen seien aus seiner Sicht besser als andere. Damit spricht er ein Thema an, welches die politische Klasse in Europa seit Jahrzehnten unter Sprachverbot stellen will.

„Ich sehe, dass ich wegen meiner Unterstützung für diesen Mann rituell beleidigt werde“, schrieb Cleese auf X über seine Sympathie für den britischen Abgeordneten Rupert Lowe. Die „Ungebildeten“ würden ihn einen Rassisten nennen. Doch er sei kein Rassist, sondern ein „Kulturalist“: „Ich glaube, dass manche Kulturen besser sind als andere.“ Er bevorzuge Kulturen, die keine Steinigungen, Päderastie, Frauenmisshandlungen, weibliche Genitalverstümmelung oder Enthauptungen politischer Gegner befürworten. „Nennt mich altmodisch“, fügte er trocken hinzu.

Diese Stellungnahme ist für die Linken deshalb so gefährlich, weil sie den üblichen Taschenspielertrick der Multikulturalisten entlarvt. Hautfarbe und Herkunft sind keine Weltanschauungen. Eine Kultur hingegen besteht aus Regeln, Wertvorstellungen, religiösen Geboten, gesellschaftlichen Gewohnheiten und Vorstellungen darüber, wie Frauen, Kinder, Andersgläubige und politische Gegner behandelt werden dürfen. Wer diese Regeln kritisiert, bewertet keine Gene, sondern das menschliche Verhalten. Genau diese Unterscheidung negieren die links-woken Multikulti-Anhänger mit ihren permanenten Rassismusvorwürfen, z.B. gegenüber Islamkritikern.

Denn sobald Kulturen miteinander verglichen werden dürfen, bricht das gesamte linke Multikulti-Märchen zusammen. Eine kulturelle Ordnung, in der Frauen Eigentum ihrer Familien sind, Homosexuelle verfolgt, Religionskritiker bedroht und Mädchen verstümmelt werden, steht nicht auf derselben Stufe wie eine Gesellschaft, die persönliche Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und offene Kritik schützt. Andernfalls wären die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frau und die Einführung rechtsstaatlicher Verfahren keine Fortschritte gewesen – lediglich „kulturelle Veränderungen“ ohne moralischen Wert.

Cleese lässt sich nicht mehr einschüchtern

Cleeses öffentliche Stellungnahme hat ihre Gründe. Der inzwischen 86-Jährige legt sich seit Jahren mit der Woke-Ideologie, politischer Korrektheit und dem Niedergang der Meinungsfreiheit an. Bereits 2020 warnte er davor, eine Gesellschaft nach den Befindlichkeiten der empfindlichsten Menschen auszurichten. Wer bei jedem Satz überlegen müsse, welche Wörter noch erlaubt seien, ersticke Kreativität und Humor. Ausgerechnet einer der Männer, die den britischen Humor weltberühmt machten, muss dem heutigen Großbritannien erklären, warum Ironie und Widerspruch keine Verbrechen sind.

Und schon 2019 hatte Cleese erklärt, London sei „nicht mehr wirklich eine englische Stadt“. Die vorhersehbare Empörung folgte sofort. Cleese präzisierte damals, er vermisse die englische Kultur seiner Jugend: ruhiger, höflicher, humorvoller und weniger von Geld und Boulevard beherrscht. Dass sich eine Stadt kulturell verändert, wenn sich ihre Bevölkerung infolge der anhaltenden Massenzuwanderung innerhalb weniger Jahrzehnte grundlegend verändert, ist eigentlich eine banale Feststellung. Schon Peter Scholl-Latour merkte nicht umsonst an, dass man zu Kalkutta werde, wenn man halb Kalkutta aufnehme.

Im April nahm sich Cleese auch die BBC vor. Der Sender hatte die Behauptung verbreitet, das britische Bildungssystem sei nicht für schwarze Kinder geschaffen worden, sondern für „Whiteness“. Cleese erinnerte an das Offensichtliche: Das britische Schulsystem wurde für britische Kinder aufgebaut, die damals mehrheitlich weiß waren. Daraus nachträglich eine rassistische Verschwörung zu basteln, bezeichnete er als verrückt. Der einstige Staatssender vertrete inzwischen eine versteckte links-woke Agenda, die den Überzeugungen eines großen Teils der britischen Bevölkerung entgegenstehe.

Nun geht Cleese noch einen Schritt weiter. Er unterstützt Rupert Lowe und erklärte, er vertraue dem Abgeordneten aus Great Yarmouth „mehr als jedem der anderen Parteiführer“. Lowe antwortete, Cleese sei ein Patriot; dessen Unterstützung für die privat finanzierte Untersuchung der britischen Rape-Gang-Skandale werde geschätzt. Damit hat Cleese nicht nur eine politische Position bezogen, sondern sich hinter einen Politiker gestellt, der die Masseneinwanderung, islamische Parallelgesellschaften und das jahrzehntelange Versagen der britischen Behörden offen angreift.

Die Briten haben genug von den Sprachverboten

Restore Britain ist längst mehr als Lowes persönliches Protestprojekt. Die Partei wurde im März offiziell registriert, Lowe sitzt inzwischen als ihr Abgeordneter im Unterhaus. Landesweit liegt sie laut YouGov zwar erst bei drei bis vier Prozent, doch ihre Anhänger sind ungewöhnlich entschlossen. Für 90 Prozent gehört Einwanderung zu den wichtigsten Problemen des Landes. 57 Prozent unterstützen Restore, weil sie die Partei für die einzige halten, die ehrlich über Großbritanniens Lage spricht; 37 Prozent nennen ausdrücklich Lowes Führung als Grund.

Cleeses Wortmeldung ist deshalb auch für die aktuellen Debatten von Bedeutung. Die politische Auseinandersetzung dreht sich nicht mehr nur um Einwanderungszahlen, Asylunterkünfte oder Sozialausgaben. Es geht darum, ob die Briten noch das Recht haben, ihre eigene gesellschaftliche Ordnung zu verteidigen – oder ob bereits der Wunsch nach der Bewahrung britischer Normen als angeblicher Rassismus desavouiert wird. So wie jeder Hausherr das Recht hat, darüber zu entscheiden, wer sein Haus betreten darf und welchen Regeln sich die Gäste zu fügen haben, gilt dies ja auch für ganze Nationen. Seit wann sind es die Gäste, welche die Regeln aufstellen?

Der Monty-Python-Star dreht den Spieß um. Wer in Großbritannien leben will, muss nicht britisch aussehen, wohl aber die Regeln einer freien und rechtsstaatlichen Gesellschaft achten. Menschen können Kulturen verlassen, übernehmen oder verändern. Eben deshalb ist Kulturkritik kein Rassismus. Kulturalismus ist lediglich das Gegenstück zum Multikulturalismus. Die Kritik an fremden Kulturen ist sogar unverzichtbar, wenn eine Gesellschaft verhindern will, dass archaische und gesellschaftlich inkompatible Praktiken bzw. Vorstellungen unter dem Deckmantel der „Vielfalt“ importiert werden.

Der Mann, der einst mit Monty Python religiösen Fanatismus, obrigkeitshörige Bürokraten und gesellschaftliche Absurditäten verspottete, erkennt heute offenbar dieselben Muster im allgemeinen politischen Alltag wieder. Nur die Pointe ist ernster geworden. Eine Gesellschaft, die Steinigungen und Frauenverstümmelung nicht mehr kulturell bewerten, sie kritisieren und auch ablehnen darf, hat nicht den Rassismus überwunden. Sie hat den eigenen moralischen Kompass weggeworfen.

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