Ultimative Mullah-Demütigung: War Ahmadinedschad jahrelang ein Mossad-Agent?

(C) Report24/KI

Jahrelang polterte er gegen Israel und drohte dem jüdischen Staat mit der Vernichtung. Nun legt ein Bericht der New York Times nahe, dass Irans Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Wahrheit auf der Gehaltsliste des israelischen Geheimdienstes stand. Dies ist ein Umstand, der die Infiltration des Mullah-Regimes durch den Mossad belegen würde. Doch warum stechen US-Beamte diese hochbrisante Information ausgerechnet jetzt durch?

Es wäre die ultimative Demütigung für die islamistische Führung in Teheran: Ausgerechnet Mahmud Ahmadinedschad, der weltweit als fanatischer Israel-Hasser und Gesicht des iranischen Atomprogramms bekannt wurde, soll jahrelang als Informant und kontrollierbare Marionette für den israelischen Geheimdienst fungiert haben. Das berichtet die New York Times (wie so oft) unter Berufung auf anonyme US-Beamte. Die Details der angeblichen Operation zeigen die pragmatische Raffinesse des Mossad. Israel soll Ahmadinedschads Reisen in Europa finanziert haben, um direkte Treffen zu ermöglichen.

Ein besonders entlarvendes Detail für Beobachter des westlichen Polit-Zirkus: Als Deckmantel für ein hochkarätiges Geheimtreffen in Budapest Anfang 2024 diente ausgerechnet eine vorgeschobene „Klimakonferenz“. Die Universität Ludovika wurde demnach von ungarischen Regierungsbeamten angewiesen, Ahmadinedschad unter dem Vorwand des Klimaschutzes einzuladen. In Wahrheit traf er sich dort mit niemand Geringerem als dem damaligen Mossad-Direktor David Barnea.

Dass Ahmadinedschad überhaupt für eine Zusammenarbeit empfänglich war, liegt an seiner deutlichen Entfremdung von der iranischen Führung. Nachdem der von Klerikern besetzte Wächterrat ihn dreimal (2017, 2021 und 2024) von den Präsidentschaftswahlen ausgeschlossen hatte, wandelte er sich zum schärfsten Kritiker des mittlerweile getöteten obersten Führers Ali Chamenei. Ahmadinedschad zeigte sich zuletzt erstaunlich pragmatisch. 2019 forderte er öffentlich eine Annäherung an Washington und lobte den damaligen US-Präsidenten Donald Trump als „Mann der Tat“, mit dem man Kosten und Nutzen rational abwägen könne. Für Israel bot dieser Bruch die einmalige Gelegenheit, einen starken Keil tief in die iranische Machtstruktur zu treiben.

Der Plan sah offenbar vor, Ahmadinedschad im Zuge der jüngsten militärischen Eskalation („Operation Epic Fury“) als neue, kooperative Führungsfigur im Iran zu installieren. Während der israelisch-amerikanischen Bombardements auf Teheran wurde auch das Haus des unter Hausarrest stehenden Ex-Präsidenten getroffen – angeblich, um ihn zu befreien. Den aktuellen Berichten zufolge verließ ihn jedoch in der heißen Phase der Mut. Er habe dem Plan plötzlich misstraut. Nach voreiligen Todesmeldungen im März tauchte er kürzlich bei der Beerdigung von Chamenei wieder auf – eng bewacht von den Revolutionsgarden, was darauf hindeutet, dass das Regime Wind von seinen Kontakten bekommen haben könnte und ihn nun als Gefangenen hält.

Dass der Mossad in der Lage ist, die höchsten Ränge des iranischen Terror-Staates zu infiltrieren, ist bekannt. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Warum leaken US-Beamte diese extrem sensible Geheimdienstoperation jetzt an die linksliberale New York Times? Es drängt sich der Verdacht auf, dass Teile des US-Establishments gezielt israelische Operationen sabotieren wollen. Indem sie Ahmadinedschad öffentlich als Mossad-Asset brandmarken, verbrennen sie ihn endgültig und liefern ihn den iranischen Henkern ans Messer. Gleichzeitig demonstriert der Bericht aber auch die beispiellose Paranoia in Teheran. Der Journalist Ragıp Soylu kommentierte treffend: „Wenn Ahmedinedschad ein Mossad-Agent war, dann könnte jeder einer sein.“

Eben das ist die bittere Realität für die Mullahs. Wenn selbst ihr ehemals fanatischster Hardliner im Geheimen mit Israel verhandelte, ist der iranische Machtapparat innerlich längst verfault. Das Regime kann niemandem mehr trauen – eine Schwäche, die Jerusalem im andauernden Konflikt selbstverständlich zum eigenen Vorteil nutzen dürfte.

«Odette»: Der neue Roman vom widerständen Bestsellerautor Akif Pirinçci – JETZT versandkostenfrei bestellen!


Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: