Belastung wieder gestiegen: Von jedem verdienten Euro bleiben nur 46,9 Cent

Symbolbild: KI

Heute, am 13. Juli, ist in Deutschland Steuerzahlergedenktag: Erst ab 23.21 Uhr arbeiten die Bürger rechnerisch für das eigene Portemonnaie. Alles bis dahin Erwirtschaftete floss in horrende Steuern und Sozialabgaben. Dennoch behauptet die Politik, sie hätte ein Einnahmenproblem.

Der Bund der Steuerzahler beleuchtet jährlich die immense Gesamtbelastung der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland. Die Einkommensbelastungsquote liege 2026 voraussichtlich bei 53,1 Prozent, so heißt es in einer aktuellen Presseaussendung. Von jedem verdienten Euro bleiben nur 46,9 Cent zur freien Verfügung. Damit ist die Belastung gegenüber dem Vorjahr schon wieder gestiegen. Für alleinlebende Arbeitnehmer liegt der Steuerzahlergedenktag sogar erst auf dem 17. Juli – ihre Belastungsquote liegt bei 54 Prozent.

Der Bund der Steuerzahler weist bei seinen Berechnungen bewusst die gesamte Belastung aus Steuern und Sozialabgaben aus. Denn auch wenn Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sich rechtlich unterscheiden, bedeuten sie für die Haushalte dasselbe: Es sind verpflichtende Abzüge vom erarbeiteten Einkommen, die immer stärker dafür sorgen, dass Arbeit und Leistung sich nicht mehr auszahlen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Belastungsquote um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Als Gründe gibt der Steuerzahlerbund unter anderem höhere Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung, gestiegene CO2-Abgaben auf Kraft- und Heizstoffe, höhere Stromumlagen und die Steuerprogression bei nominal steigenden Einkommen an. Der Abbau der kalten Progression im Einkommensteuertarif 2026 habe diesen Anstieg lediglich bremsen können. Der Landesvorsitzende des Bunds der Steuerzahler Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V. mahnt: „Der Staat darf nicht zum Inflationsgewinner werden. Wenn Einkommen lediglich die Inflation ausgleichen, darf daraus keine höhere steuerliche Belastung entstehen. Der vollständige Abbau der kalten Progression muss dauerhaft gesichert werden.“

Der Steuerzahlerbund fordert spürbare Entlastungen für Bürger und Unternehmen. Die Gesamtbelastung müsse langfristig wieder unter die 50-Prozent-Marke sinken. Statt immer mehr Geld einzunehmen, müsse die Politik das eingenommene Steuergeld verantwortungsvoll einsetzen.

Das Fazit fällt deutlich aus: „Der Steuerzahlergedenktag ist kein Aktionstag gegen Steuern. Er ist ein Weckruf für eine Politik, die Leistung wieder stärker belohnt, Prioritäten setzt und mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll umgeht. Genau darum geht es am Steuerzahlergedenktag. Denn dauerhaft akzeptiert werden Steuern und Sozialabgaben nur dann, wenn sie maßvoll erhoben, verantwortungsvoll eingesetzt und für die Bürger nachvollziehbar begründet werden.“

Die Wahlumfragen zeigen deutlich, wie schlecht es um die Akzeptanz der regierenden Parteien steht. Dass das Wohl der eigenen Bürger keine Priorität hat, beweist die Regierung um Friedrich Merz aktuell jeden Tag aufs Neue.

«Odette»: Der neue Roman vom widerständen Bestsellerautor Akif Pirinçci – JETZT versandkostenfrei bestellen!


Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: