Großbritanniens Rape-Gang-Schande: 250.000 missbrauchte Mädchen?

Symbolbild: KI

Bis zu einer Viertelmillion minderjährige Mädchen dürften laut einem Untersuchungsbericht Opfer der sogenannten „Grooming Gangs“ (in Wahrheit: Rape Gangs) in Großbritannien geworden sein. Die Täter: Fast ausschließlich Migranten aus Pakistan. Doch die Polizei sah aus Angst vor Rassismusvorwürfen oftmals weg.

Der Skandal um die sogenannten Grooming Gangs erschüttert Großbritannien seit Jahren. Immer wieder kamen Fälle ans Licht, in denen organisierte Gruppen von Migranten minderjährige Mädchen systematisch missbrauchten, vergewaltigten und teilweise über Jahre hinweg ausbeuteten. Nun sorgt ein neuer Untersuchungsbericht unter Leitung des unabhängigen Parlamentsabgeordneten Rupert Lowe für Aufsehen. Die Autoren sprechen von einem der größten Staatsversagen der britischen Nachkriegsgeschichte und werfen Polizei, Jugendämtern, Schulen und Politik jahrzehntelanges Wegsehen vor.

Während viele der geschilderten Missstände bereits aus früheren Untersuchungen bekannt sind, enthält der Bericht auch weitreichende Schlussfolgerungen über die Ursachen der Verbrechen, die auch auf politischer Ebene für Unruhe sorgen. Die Grooming-Gang-Affären sind keineswegs neu. Bereits seit den frühen 2000er Jahren wurden in Städten wie Rochdale, Rotherham, Telford, Oxford, Huddersfield oder Newcastle organisierte Netzwerke aufgedeckt, die sich gezielt an minderjährige Mädchen heranmachten. Die Opfer stammten häufig aus schwierigen sozialen Verhältnissen, lebten in Pflegeeinrichtungen oder galten als besonders verletzlich.

Nationale Aufmerksamkeit erhielt das Thema vor allem durch den Rotherham-Skandal. Dort kam eine unabhängige Untersuchung unter Leitung von Professor Alexis Jay bereits 2014 zum Ergebnis, dass zwischen 1997 und 2013 schätzungsweise rund 1.400 Kinder Opfer sexueller Ausbeutung geworden waren. Die Behörden hätten Warnsignale ignoriert und Opfer oftmals nicht ernst genommen. Auch andere Städte wurden später von ähnlichen Enthüllungen erschüttert. Die damaligen Ermittlungen führten zu zahlreichen Verurteilungen. In Rochdale wurden 2012 mehrere Täter wegen organisierter sexueller Ausbeutung von Minderjährigen verurteilt. Weitere große Verfahren folgten in Oxford, Huddersfield, Telford und anderen Städten.

Der neue Bericht der von Rupert Lowe initiierten Untersuchung geht deutlich weiter als frühere offizielle Untersuchungen. Er spricht von einem landesweiten Muster organisierter sexueller Ausbeutung und behauptet, die tatsächliche Zahl der Opfer könne bei mindestens 250.000 Mädchen liegen. Die Untersuchung basiert auf Zeugenaussagen von Betroffenen, öffentlichen Anhörungen und bereits bekannten Gerichtsakten. Lowe erklärte mehrfach, die Anhörungen hätten erschütternde Berichte über jahrelange Misshandlungen, Menschenhandel, Gruppenvergewaltigungen und institutionelles Versagen ans Licht gebracht.

Täterschutz statt Opferschutz

In diesem Untersuchungsbericht wird auch festgestellt, dass die Mehrheit der Täter Moslems aus Pakistan sind. Die im Jahr 2025 veröffentlichte Casey-Analyse kritisierte ausdrücklich, dass Behörden aus Angst vor Rassismusvorwürfen oftmals davor zurückgeschreckt seien, die ethnische Dimension offen zu diskutieren. Wie bei den Linken üblich, wurde gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass man keine pauschalen Verallgemeinerungen auf ganze Bevölkerungsgruppen anwenden dürfe.

Ein wichtiger Punkt des Berichts betrifft das Verhalten staatlicher Stellen. Bereits zahlreiche frühere Untersuchungen kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Immer wieder wurden Hinweise auf sexuellen Missbrauch nicht verfolgt. Opfer berichteten, von Polizeibeamten nicht ernst genommen oder sogar selbst kriminalisiert worden zu sein. Jugendämter hätten Warnsignale übersehen, während Schulen und andere Institutionen oft nicht eingegriffen hätten, obwohl sie von „problematischen Beziehungen“ zwischen erwachsenen Männern und minderjährigen Mädchen wussten. Die Casey-Untersuchung stellte fest, dass Fragen nach Ethnie und Herkunft der Täter über Jahre hinweg häufig ausgeblendet wurden. Behörden hätten befürchtet, als rassistisch wahrgenommen zu werden. Dadurch sei die Aufklärung teilweise erschwert worden.

Bei den Anhörungen der Lowe-Kommission schilderten Betroffene teilweise jahrelange Misshandlungen. In einer von Lowe im Parlament zitierten Aussage berichtete eine Frau, sie sei als Minderjährige von hunderten Männern missbraucht worden. Andere Opfer schilderten körperliche Gewalt, Einschüchterungen, Schwangerschaften im Kindesalter sowie Drohungen gegen ihre Familien. Viele dieser Aussagen decken sich in ihrer Grundstruktur mit Berichten aus früheren Gerichtsverfahren und offiziellen Untersuchungen. Die Opfer wurden häufig zunächst emotional abhängig gemacht, mit Alkohol oder Drogen versorgt und anschließend systematisch sexuell ausgebeutet.

Während über das Ausmaß der Verbrechen heute kaum noch gestritten wird, bleibt die Diskussion über die Ursachen hochpolitisch. Der Lowe-Bericht macht kulturelle und religiöse Faktoren sowie die britische Einwanderungspolitik direkt verantwortlich. Die Linken werfen den Autoren dagegen vor, aus realen Verbrechen weitreichende Verallgemeinerungen über Millionen Moslems abzuleiten. Und das, obwohl der allergrößte Teil der Verurteilten in den Grooming-Gang-Fällen Pakistanis (bzw. britische Staatsbürger pakistanischer Herkunft) waren.

Dennoch wird anhand dieses Skandals wieder einmal deutlich, dass die „politische Korrektheit“ und die links-woke Ignoranz gegenüber Tatsachen eine frühere, systematische Aufdeckung dieser Netzwerke verhindert haben. Wie viele minderjährige Mädchen hätten vor diesen Missbrauchs-Gangs geschützt werden können, wenn die britische Polizei ohne Angst vor Rassismusvorwürfen ihre Arbeit hätte machen können?

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