Seit Jahren wird der amerikanischen Öffentlichkeit vermittelt, die größte Bedrohung gehe von weißen Rassisten, Rechtsextremisten und sogenannter „White Supremacy“ aus. Universitäten, Medienkonzerne und Regierungsbehörden investieren Milliarden in Programme gegen „systemischen Rassismus“. Doch ausgerechnet offizielle Daten des US-Justizministeriums werfen eine unbequeme Frage auf: Passen diese Narrative überhaupt zu den tatsächlichen Gewaltstatistiken?
Es ist weithin bekannt, dass die Vereinigten Staaten ein Problem mit Gewalttaten haben. Immer wieder kommt es zu Schießereien, brutalen Raubüberfällen und Einbrüchen mit verletzten oder gar getöteten Menschen. Doch während man seitens des links-woken Establishments samt angehängtem medialen Manipulationsapparat ständig versucht, die schwarze Minderheit als System-Opfer darzustellen und die weiße (Noch-)Mehrheitsbevölkerung als Ursache für diese Probleme darzustellen, zeigt sich bei der Auswertung der offiziellen Kriminalitätsraten der Bureau of Justice Statistics (BJS) ein anderes Bild.

Laut der Behörde des US-Justizministeriums kam es 2024 zu rund 526.000 Gewaltverbrechen schwarzer Täter gegen weiße Opfer. Umgekehrt wurden etwa 68.000 Fälle weißer Täter gegen schwarze Opfer registriert. Bereits die absoluten Zahlen ergeben ein Verhältnis von fast acht zu eins. Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man die Bevölkerungsgröße der jeweiligen Tätergruppen berücksichtigt. Dann ergibt sich eine Rate von rund 1.038 Fällen pro 100.000 Schwarze gegenüber lediglich 22,6 Fällen pro 100.000 Weiße. Das entspricht einem Faktor von etwa 46. Dies haben wir in der Tätermatrix-Grafik oben dargestellt.
Nimmt man die Wahrscheinlichkeit her, von welcher ethnischen Gruppe (ob nun dieselbe oder eine andere) man am ehesten angegriffen wird, bleibt es weiterhin interessant. Die Opfermatrix (Grafik unten) zeigt eine Verschiebung – eben weil man die Größe der Bevölkerungsgruppen (in diesem Fall beispielsweise knapp 300 Millionen Weiße, aber nur fast 51 Millionen Schwarze) entsprechend berücksichtigen muss. Doch obwohl die Gewalttaten weitestgehend innerrassisch stattfinden, besteht statistisch eine um 41 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dass man als Weißer von einem Schwarzen gewaltsam angegriffen wird als umgekehrt.

An dieser Stelle wird es politisch interessant. Denn wer amerikanische Medien verfolgt, könnte leicht den Eindruck gewinnen, interrassische Gewalt sei vor allem ein Problem weißer Täter. Genau dieses Bild wird seit Jahren durch Schlagzeilen, Dokumentationen und politische Kampagnen verstärkt. Doch dies entspricht laut den offiziellen Kriminalitätsdaten einfach nicht der Wahrheit. Gleichzeitig wäre es falsch, aus den Zahlen vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Die mit Abstand größte Kategorie bleibt bei allen Bevölkerungsgruppen die Gewalt innerhalb der eigenen Gruppe. Weiße werden überwiegend von Weißen angegriffen, Schwarze überwiegend von Schwarzen und Hispanics überwiegend von Hispanics. Gerade deshalb lohnt ein genauer Blick auf die Statistik. Denn sie zeigt, dass politische Narrative häufig einzelne Aspekte hervorheben, während andere ausgeblendet werden.
Die Interpretation der Daten hängt vor allem von den gewählten Kennzahlen ab. Die „46-mal höhere Rate“ beschreibt die ganz allgemeine Wahrscheinlichkeit, dass Angehörige einer Tätergruppe Gewalt gegen Mitglieder einer anderen Gruppe ausüben. Betrachtet man hingegen das individuelle Opferrisiko, schrumpft der Unterschied erheblich. Für einen durchschnittlichen Weißen ist das Risiko, Opfer eines schwarzen Täters zu werden, jedoch weiterhin generell höher als umgekehrt – aber nicht um den Faktor 46, sondern um etwa 40 Prozent. Doch auch das ist statistisch signifikant.
Was jedoch trotzdem generell auffällt: Gewalttaten werden in den Vereinigten Staaten statistisch betrachtet vor allem von Schwarzen verübt – und zwar in erster Linie gegen andere Schwarze, aber auch deutlich häufiger gegen Weiße oder gegen Hispanics, als diese Bevölkerungsgruppen untereinander bzw. gegen die anderen Gruppen Gewalt ausüben. Auch die Wahrscheinlichkeit, Gewaltopfer von jemandem aus der eigenen Ethnie zu werden, ist deutlich höher, als von jemandem aus einer anderen Gruppe angegriffen zu werden.

Doch für solche Fakten interessiert sich in der links-woken Blase kaum jemand. Dort wird über „strukturelle/soziale Ungleichheiten“, „systemischen Rassismus“ und dergleichen lamentiert, obwohl diese mit der generellen Gewaltaffinität nicht viel zu tun haben. Denn eine 3,3-fache Gewaltaffinität von Schwarzen gegenüber dem Referenzwert der weißen Bevölkerung hat wohl kaum etwas mit höheren Armutsraten zu tun. Bei den Hispanics/Latinos, wo ähnlich hohe Armutsraten (etwa doppelt so hoch wie bei den Weißen oder den sonstigen Ethnien) vorherrschen, liegt die Gewaltrate nämlich auch „nur“ beim 1,6-Fachen des Referenzwertes. Wo mag dann das Problem liegen?
