17-Jährige schwer verletzt: Boot voller illegaler Migranten überfuhr Schwimmerin

Screenshots via X

Ein Video aus Italien geht aktuell viral: Es zeigt ein Motorboot mit illegalen Migranten aus Algerien, die kurz vor der Küste von Chia (Sardinien) eine Schwimmerin rammen. Die Jugendliche erlitt schwere Verletzungen. Sie wäre beinahe ertrunken.

Der Vorfall ereignete sich am 16. August: Eine 17-jährige Urlauberin schwamm gerade mit einem Freund (16) im Meer, als ein Motorboot mit hoher Geschwindigkeit auf sie zuhielt. Der 16-Jährige konnte noch ausweichen – das Mädchen hatte nicht so viel Glück. Sie wurde von dem Boot getroffen, erlitt mehrere Knochenbrüche und verlor das Bewusstsein. Ihr Freund rettete ihr das Leben.

Er beschrieb gegenüber lokalen Medien, wie die Männer im Boot – 14 Migranten aus Algerien – nach der Kollision kurz stoppten, zu ihnen sahen und dann einfach weiterfuhren. Ein inzwischen virales Video des Vorfalls zeigt sowohl die Kollision als auch den anschließenden Stopp des Bootes.

Das Mädchen wurde von Badegästen aus dem Wasser geholt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Dort wurde sie auf der Intensivstation behandelt. Inzwischen soll ihr Zustand sich verbessert haben.

Auf dem von einem 85-PS-Außenbordmotor angetriebenen Boot befanden sich 13 Illegale aus Algerien und ein 28‑jähriger, ebenfalls algerischer Schleuser, der es steuerte. Keiner hatte Papiere bei sich. Die Überfahrt ist kein Einzelfall; von Algerien aus erreichen kleinere Boote mit Illegalen immer wieder den Süden Sardiniens.

Nach der Kollision steuerte das Boot die Küste von Tuerredda an, wo die Männer von Bord gingen und versuchten, ins Landesinnere zu gelangen. Einsatzkräfte stoppten alle 14 Personen. Der Bootsführer landete im Gefängnis, auch seine Landleute wurden festgenommen. Gegen den Schleuser wird wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und wegen schwerster Körperverletzung ermittelt. Er behauptete, er habe nicht bemerkt, dass er einen Menschen überfahren hatte.

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