Tödliche Ahr-Flut: „Bitte noch gendern“ statt rechtzeitig evakuieren!

(C) Report24/KI

Vor fünf Jahren starben fast 200 Menschen bei der verheerenden Flutkatastrophe an der Ahr. Während die politische Elite seither stets den „Klimawandel“ als Sündenbock vorschiebt, zeigen die Fakten ein beispielloses, monumentales Behörden- und Systemversagen. Warnungen wurden ignoriert – stattdessen hielten Spitzenpolitiker ideologische Sprachpflege für dringlicher.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 nahm das Unheil seinen Lauf. Das nahezu stationäre Tief „Bernd“ brachte extreme Stark- und Dauerregenmengen über Westdeutschland, insbesondere über Rheinland-Pfalz und das eng bebaute Ahrtal. Die Bilanz der darauffolgenden Sturzfluten ist erschütternd: 188 Menschen verloren allein in Deutschland ihr Leben. Für den bekannten Meteorologen Jörg Kachelmann steht fest: Es handelte sich um eine absolut „vermeidbare Katastrophe“. Doch anstatt die Verantwortung für organisatorische Mängel zu übernehmen, schalteten Politik und Leitmedien sofort in den Modus der kollektiven Schuldabwehr.

Allen voran wies Malu Dreyer, damalige SPD-Ministerpräsidentin des schwer betroffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz, jede Schuld von ihrer Regierung. „Das Ausmaß konnte niemand vorhersehen“, behauptete sie kühn – und präsentierte prompt den vermeintlich Schuldigen: die angebliche globale Erwärmung. Es gebe nun „keine Zeit mehr zu verlieren beim Klimaschutz“, forderte Dreyer unmittelbar nach der Tragödie.

In dieses Horn stießen bereitwillig Spitzenpolitiker aller Altparteien. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der damalige SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, Innenminister Horst Seehofer (CSU), CDU-Herausforderer Armin Laschet sowie Karl Lauterbach (SPD) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) fokussierten fast ausschließlich auf das Narrativ der globalen Erwärmung. „Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen“, assistierte die damalige Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Als sich am 18. Juli 2021 bei einer Pressekonferenz im Flutgebiet ein lokaler Bürgermeister erdreistete, (die zu der Zeit noch amtierende) Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf hinzuweisen, dass es ähnliche Katastrophen in früheren Jahrhunderten gegeben hatte, wies Merkel dies umgehend ab und bemühte erneut die angebliche „Klimakrise“.

Wie ignorant im zuständigen Ministerium agiert wurde, zeigt das Protokoll der verhängnisvollen Stunden vor der Katastrophennacht. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium unter der Leitung der Grünen Anne Spiegel gab am Nachmittag des 14. Juli eine völlig verharmlosende Pressemitteilung heraus: „Wir nehmen die Lage ernst, auch wenn kein Extremhochwasser droht“, hieß es darin lapidar. Das tatsächliche Interesse der Ministerin galt ohnehin anderen Dingen. An eine Mitarbeiterin, welche die Pressemitteilung vorgelegt hatte, schrieb Spiegel per SMS wörtlich: „Konnte nur kurz draufschauen, bitte noch gendern, ansonsten Freigabe.“

Das europäische Hochwasserwarnsystem EFAS hatte präzise und rechtzeitige Warnungen vor „extremen“ Überflutungen für Westdeutschland herausgegeben. Doch anstatt Evakuierungen einzuleiten, passierte nichts. Die britische Hydrologin Hannah Cloke von der University of Reading sprach später im Rückblick von einem „monumentalen Versagen des Systems“. Eine umfassende Analyse des Rückversicherers Zurich-PERC bringt das Desaster auf den Punkt und bescheinigt den Behörden „erhebliche Mängel“ bei der Vorbereitung, der akuten Krisenbewältigung sowie dem späteren Aufbauprozess. Die Wahrheit lautet: Große historische Fluten wurden einfach übergangen, weshalb sie im Katastrophenschutz überhaupt nicht bedacht wurden. Die meisten Anwohner erhielten in der tödlichen Nacht nicht einmal eine Aufforderung zur Evakuierung.

Was Politik und Leitmedien den Bürgern verschweigen: Die Katastrophe von 2021 war keineswegs ein historischer Einzelfall. Eine geowissenschaftliche Studie um Christoph Zielhofer identifizierte anhand von Flusssedimenten in der Ahr mindestens vier extreme Hochwasserereignisse in den vergangenen 1500 Jahren. Die Flutjahre lauten: das späte 5. Jahrhundert, 1804, 1910 und schließlich 2021. Bereits im Jahr 2014 hatten die Geografen Thomas Roggenkamp und Jürgen Herget historische Ahr-Hochwasser rekonstruiert. Ihre Berechnungen zeigen, dass die geschätzten Spitzenabflüsse und Flutscheitel der historischen Flut von 1804 eine ganz ähnliche zerstörerische Größe erreichten wie jene im Jahr 2021.

Die Ahrtal-Katastrophe entstand zwar aus einem außergewöhnlichen Starkregenereignis; zugleich gab es historisch vergleichbare Ereignisse und Fluten im selben Gebiet jedoch auch ohne jede Erwärmung, wie Forscher in einer Studie, die unter dem Titel „A multi-disciplinary analysis of the exceptional flood event of July 2021 in central Europe – Part 2: Historical context and relation to climate Change“ im Fachmagazin Natural Hazards and Earth System Sciences veröffentlicht wurde, bestätigen. Die Toten an der Ahr sind nicht das Opfer eines sich verändernden Weltklimas, sondern Opfer eines eklatanten Staatsversagens. Während die Flutwellen rollten, sorgten sich grüne Ministerinnen um korrekte Gendersprache, anstatt Menschenleben zu retten. Die anschließende Instrumentalisierung des Klimawandels durch Dreyer, Merkel, Scholz und Co. dient vor allem einem Zweck: von der eigenen politischen Unfähigkeit abzulenken.

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