Sparen an der JKU: Quantenstudium gestrichen, Gender und Postkoloniales bleiben

Symbolbild: KI

Die Johannes Kepler Universität in Linz streicht ein geplantes Bachelorstudium der Quantenwissenschaften wegen unsicherer Budgets. Gleichzeitig hält sie umfangreiche Lehrangebote in Migrationssoziologie, Gender & Intersectionality und Legal Gender Studies aufrecht. Die Entscheidung zeigt, wo in Österreichs Hochschulpolitik gespart wird und wer verschont bleibt.

Nachdem die Regierung in den vergangenen Jahren erhebliche Summen der Steuerzahler für die Plandemie, die Finanzierung der Asylinvasion, die Steuerung des Wetters in hundert Jahren sowie die Unterstützung ukrainischer Oligarchen aufgewendet hat, stehen nun auch die Universitäten unter Spardruck. Obwohl die Ausbildung der Jugend und die Förderung des Forschungsstandortes absolute Zukunftsinvestitionen sind.

Die angekündigten Kürzungen bei den Hochschulbudgets für die kommenden Jahre zwingen die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) dazu, den Start des englischsprachigen Bachelorprogramms „Quantum Science and Technology“ zum Wintersemester 2026/27 abzusagen. Das Interesse war groß, das Fach gilt als eines der zentralen Zukunftsfelder mit direkten Anwendungen in Halbleitertechnik, bei Quantencomputern, Präzisionsmesstechnik und sicherer Kommunikation. Bereiche, die für die technologische Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und Europas von größter Bedeutung sind. Die Universitätsleitung verweist auf die fehlende Planungssicherheit bei den Mitteln für 2027 und 2028 sowie auf die noch ausstehende Leistungsvereinbarung für die Periode ab 2028.

Während also bei einem echten Forschungsstudiengang gespart wird, bleiben andere Angebote unangetastet. An der JKU laufen weiter Lehrveranstaltungen zur Migrationssoziologie mit Schwerpunkt auf Diversität und Inklusion sowie zur Entwicklungssoziologie, die postkoloniale Perspektiven und globale Ungleichheiten mit einbezieht. Ergänzt wird das Portfolio durch Gender & Intersectionality-Kurse, die soziale Ungleichheiten, gesellschaftliche Transformationen, Globalisierung und kritische Theorie in den Mittelpunkt stellen und sich ausdrücklich für Fragestellungen zu Gender, LGBTQ-Aspekten über Intersectionality, Inklusion und postkoloniale Kontexte interessieren. Interdisziplinär und kritisch positionieren sich auch die Global Studies mit einem Fokus auf postkoloniale Themen, kulturelle Diversität, Gender und Machtstrukturen. Man verzeihe mir das Geschwafel, aber das steht wirklich so in den Studienplänen.

Dann gibt’s da noch das Institut für Legal Gender Studies der JKU. Dessen Lehrangebot deckt Geschlechterkonstruktionen im Recht, Antidiskriminierungsrecht in Arbeits- und Sozialrecht, den Wandel im Familienrecht mit Blick auf Partnerschaften und Diversität, Verknüpfungen von Strafrecht mit Sexualität und Geschlecht sowie Gewaltschutz ab. Internationale und vergleichende Perspektiven auf Ungleichheit, Menschenrechte und Gleichheitsgarantien gehören natürlich ebenso dazu. Das Institut selbst beschreibt sein Studium als praxisorientiert und interdisziplinär, relevant vor allem für Diversity-Management, Gleichstellungsbeauftragte und NGOs (!!!).

Diese Aufzählung ist zwar beispielhaft, aber beileibe nicht vollständig. Die Universitätslandschaft Österreichs ist voll mit Studien, die sich mit kritischer Theorie, der Dekonstruktion gesellschaftlicher Strukturen und der Analyse von Ungleichheiten aus postkolonialer, intersektionaler und genderbezogener Sicht beschäftigen. Den Glaubenssätzen der linksgrünen Wokoharam eben. Übrigens auch der geistigen Grundlage für die Selbstabschaffung der europäischen Zivilisation.

Die Absolventen solcher Studiengänge finden ihre Beschäftigung in staatlich aus Steuermitteln finanzierten Organisationen und Behörden, in Diversity- oder Gleichstellungsstellen von Verwaltung und Unternehmen sowie in „NGOs“, die wiederum öffentliche Mittel für Projekte zu Inklusion, Antidiskriminierung oder globaler Gerechtigkeit beantragen. So entsteht ein Kreislauf, in dem eine ideologisch streng woke ausgerichtete Bildung die Personalbefüllung woker administrativer Strukturen nährt, während gleichzeitig bei technisch-naturwissenschaftlichen Zukunftsinvestitionen gekürzt wird.

Die Quantenwissenschaften versprechen einen konkreten Erkenntnisgewinn und enorme wirtschaftliche Anwendungspotenziale. Sie sind die Grundlage für Entwicklungen, die in den kommenden Jahrzehnten über unsere industrielle Stärke, die digitale Souveränität und zehntausende hochqualifizierte Arbeitsplätze entscheiden werden. Dass ausgerechnet hier die Planungssicherheit fehlt, während parallel ein dichtes Netz an Lehrveranstaltungen zu gesellschaftlicher Transformation, postkolonialen Machtstrukturen und Diversität aufrechterhalten bleibt, offenbart eine klare Gewichtung. Die Regierung und die unter ihrem Budgetdruck agierenden Universitäten scheinen diese letzteren Angebote als unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung zu halten. Woke Ideologen an der Regierung finanzieren woke Ideologen an den Universitäten, die woke Ideologen ausbilden, die dann die woke Regierung beraten, die die woken Ideologen finanziert. Und so weiter und so fort.

So trifft der Sparkurs nicht alle gleichermaßen. Die Apparatschiks in den Ministerien und den nachgeordneten Behörden sowie die mit öffentlichen Geldern alimentierten NGOs bleiben verschont. Die Lila-Einhorn-Studien bleiben verschont, weil sie wichtige Propagandaarbeit für die Wokoharam leisten und die Propagandisten der Zukunft ausbilden. Die eigentlichen Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung hingegen werden zurückgefahren, weil sie nicht in das vorherrschende ideologische Raster passen. So verspielt die Regierung Österreichs Zukunft für die kurzfristige Sicherung ihrer Macht durch Horden von Aktivisten, „Journalisten“ und sonstigen Ideologen, die alle aus Steuermitteln bezahlt werden. Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, ist klar. Ich glaube, sogar unserer Regierung. Es ist ihr nur egal.

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