Sozialisten-Doppelmoral: Genossin vergewaltigt – danach gabs einen Kommunaljob

Symbolbild Report24 KI

Er machte auf Kämpfer gegen „Männergewalt“, vergewaltigte später eine junge Parteikollegin und kassierte dafür drei Jahre Haft. Heute sitzt Jacob Sandgren wieder auf einem unbefristeten Posten bei der sozialdemokratisch regierten Kommune Nyköping – 41.000 Kronen Monatsgehalt inklusive. Eine ausgeschriebene Stelle gab es nach Aussage der zuständigen Finanzchefin nicht. Während das Opfer laut einem aktuellen Bericht seine politischen Ämter verlor, funktioniert das rote Auffangnetz für den verurteilten Ex-Spitzenmann offenbar prächtig.

Sandgren gehörte jahrelang zum Machtapparat der schwedischen Sozialdemokraten. Er war Regionalrat, Oppositionsrat, stellvertretender Fraktionschef und zeitweise Reichstagsabgeordneter. Ein bestens vernetzter Genosse also, der nicht nur Politik machte, sondern auch die passenden moralischen Botschaften unters Volk brachte.

2021 wurde Sandgren zum Gesicht einer sozialdemokratischen Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Männer müssten selbst Verantwortung übernehmen, lautete seine Botschaft. Der Bedarf an weiblicher Selbstverteidigung müsse durch „männliche Selbstverantwortung“ ersetzt werden. Die Sozialdemokraten selbst bezeichneten sich damals stolz als „feministische Partei“ und versprachen, Frauen vor männlicher Gewalt schützen zu wollen. Zwei Jahre später war der sozialdemokratische Frauenversteher selbst der Sextäter.

Vom Moralapostel zum Vergewaltiger

Am 30. September 2023 trafen sich Sozialdemokraten in Nyköping zu einem feuchtfröhlichen Feierabend. Eine junge Politikerin aus einer anderen Stadt blieb am Ende mit Sandgren zurück und nahm sein Angebot an, in seinem Gästezimmer zu schlafen. Dort fiel der langjährige Genosse über seine Parteikollegin her. Die Gerichte sahen es als erwiesen an, dass die Frau nicht freiwillig an den sexuellen Handlungen teilnahm.

Am folgenden Tag, noch bevor die Frau zur Polizei gegangen war, verschickte Sandgren eine knappe E-Mail und legte sämtliche politischen Ämter aus „persönlichen Gründen“ nieder. Laut Riks suchte er anschließend im Internet nach Begriffen wie Sexualdelikte und Anwälten für entsprechende Strafverfahren. Die Frau meldete die Vergewaltigung schließlich selbst bei der Polizei. Das Bezirksgericht Nyköping verurteilte Sandgren im November 2023 zu drei Jahren Gefängnis und 215.000 Kronen Schadenersatz. Er bestritt die Tat und ging in Berufung. Das Svea hovrätt ließ ihn abblitzen und bestätigte das Urteil ohne Abstriche.

Drei Jahre Haft – und schnell wieder draußen

Viel Gefängnisluft musste der ehemalige S-Spitzenmann von seinen drei Jahren allerdings nicht schnuppern. Sandgren saß in Tillberga, einer offenen Anstalt der niedrigsten schwedischen Sicherheitsklasse. Bereits ab 7. April 2025 durfte er mit elektronischer Fußfessel außerhalb der Anstalt leben. Im August verschwand auch die Fußfessel, am 4. Oktober folgte die bedingte Entlassung. Vier Monate später öffnete sich die nächste Tür.

Anfang Februar 2026 unterschrieb Sandgren bei der sozialdemokratisch regierten Kommune Nyköping einen Vertrag als „Verksamhetsekonom“, eine wirtschaftliche Verwaltungsfunktion. Monatsgehalt: 41.000 schwedische Kronen. Befristete Bewährungsrunde? Fehlanzeige. Der ehemalige Häftling bekam direkt eine unbefristete Anstellung. Sandgren hatte schon vor seiner Haft für die Kommune gearbeitet, damals im Bildungsbereich. Nun fand sich für ihn ein Platz in einer anderen Abteilung.

Für bekannte Genossen findet sich offenbar immer ein Platz

Richtig schmutzig wird die Sache bei der Frage, wie Sandgren zu diesem Posten kam. Riks fragte bei Finanzchefin Jessica Johansson nach – und bekam eine bemerkenswerte Antwort. „Nein, wir hatten meines Wissens keine ausgeschriebene Stelle“, erklärte sie. Johansson wollte auch nicht sagen, ob Vorgesetzte ihr Anweisungen für Sandgrens Unterbringung gegeben hatten. Bei weiteren Fragen verwies sie auf die Personalabteilung. HR-Chefin Sara Lodin und der sozialdemokratische Vorsitzende des Kommunalvorstands, Urban Granström, reagierten laut Riks überhaupt nicht auf die Anfragen.

Eine politische Weisung ist damit zwar nicht nachgewiesen. Der Geruch eines Genossenbonus lässt sich allerdings schwer übersehen: Ein langjähriger S-Spitzenmann kommt aus dem Gefängnis und erhält wenige Monate später einen unbefristeten öffentlichen Posten, obwohl die zuständige Chefin von keiner ausgeschriebenen Stelle weiß. Wer Sandgren auf diesen Stuhl setzte und nach welchen Kriterien die Personalentscheidung fiel, könnten die Verantwortlichen jederzeit erklären. Bislang halten sie sich damit auffallend zurück.

Auch innerhalb der Verwaltung kommt das nicht überall gut an. Ein Kommunalmitarbeiter sagte gegenüber Riks, Sozialdemokraten und Kommune würden Sandgren schützen. Die Regierenden seien schließlich dessen alte Parteifreunde. Derselbe Bericht schildert einen weitaus weniger komfortablen Ausgang für die vergewaltigte junge Genossin: Nach ihrer Anzeige habe die Partei zunehmend auf Abstand zu ihr gegangen, schließlich musste sie ihre politischen Ämter verlassen.

Die schwedischen Sozialdemokraten können nun selbstverständlich wieder Kampagnen gegen „Männergewalt“ starten, Frauenrechte beschwören und den Männern erklären, welche moralischen Maßstäbe sie gefälligst einzuhalten haben. Vielleicht findet sich dafür sogar noch ein hübsches Plakat. Bei der nächsten Kampagne sollte man nur besser darauf achten, wen man darauf abbildet.

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: