Giftalarm auf unseren Feldern: Windradabrieb bedroht Nahrung und Trinkwasser

Der Abrieb von Windrädern ist hochgiftig. (C) Report24 KI Symbolbild

Gesundheitliche Risiken von Windrädern gehen nicht nur von Lärm, Infraschall und Schattenwurf aus, sondern auch von Mikroplastik, PFAS, SF6, CFK, Mineralöl und anderen chemischen Substanzen. Was von den Betreibern als ach so harmlos dargestellt wird, gefährdet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch Nahrung und Wasser. Was macht der Bauer dann mit verseuchten Feldfrüchten? Was macht der Bürgermeister, wenn man ihn auf Amtshaftung klagt, wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit? Ein „das hab ich ja nicht gewusst“ wird nicht mehr gelten, sobald die Spießrotoren einmal aufgestellt sind. Deshalb ist es gut, die Gifte zu kennen.

Von Angelika Starkl

Der EU Abgeordnete Gerald Hauser hat mit seiner Forderung nach einem sofortigen Windradstopp ein explosives Fass aufgemacht. Sollten sich durch genaue Prüfungen die Windräder als chemische Dreckschleudern erweisen, bricht das Narrativ von der sauberen, erneuerbaren Energiepolitik ein. Das wäre gut, denn die derzeitige Regierung in Österreich will jetzt sogar die „Klimaziele“ zehn Jahre früher erreichen als alle anderen EU Länder. Vorauseilender Gehorsam in eine gefährliche Sackgasse? Schauen wir uns jetzt den giftigen Chemiecocktail mal an.

Mikroplastik

Die Rotoren eines modernen Windrads haben eine Oberfläche von ca. 250 Quadratmetern. Der Wissenschaftliche Dienst Deutscher Bundestag (WD 8 – 3000 – 077/20) 2020 gibt folgende Kurzinformation zum Einzelaspekt der Erosion von Rotorblättern von Windrädern: Der Abrieb des Mikroplastik beeinträchtigt nicht nur die Leistungsfähigkeit der Anlage, er belastet als Nanopartikel die Umwelt und die menschliche Gesundheit.

Es kann zu entzündlichen Vorgängen in der Lunge kommen, die im chronischen Fall zu Organschädigungen und auch zur Tumorentstehung führen können. Faserverstärkte Kunststoffe lösen sich durch alle Umweltfaktoren wie UV-Licht, Regen, Schnee, Hagel, Wind aber auch Anprall von Insekten und Vögeln. Sie setzen Mikropartikel frei.

Ein Windrad schleudert pro Jahr mehrere Kilogramm Mikrofasern auf Felder und Wälder. Von allen 31.000 Windrädern in Deutschland werden je nach Quelle 1.395 Tonnen bzw. 3.100 Tonnen pro Jahr an Mikropartikeln abgetragen. Für Österreichs Windräder wurde das noch gar nicht berechnet. „Die Wissenschaft“ ist sich bei diesem Thema nicht einig.

PFAS ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen

Nicht nur Mikroplastik wird durch die Erosion der Rotorblätter freigesetzt, sondern auch hochgiftiges PFAS. Im Beschränkungsdossier der Europäischen Chemikalienagentur ECHA heißt es, PFAS wird in Beschichtungen für Rotorblätter eingesetzt. Doch auch andere wassergefährdende Stoffe finden sich in den Kabelisolierungen, Schmierstoffen, Fetten und Kühlflüssigkeiten der Windturbinenteile. Der Abrieb von Mikroplastikpartikeln von – je nach Quelle – 30-150 kg pro Jahr/Windrad enthält PFAS. PFAS ist bereits im Wasserkreislauf angekommen.

PFAS verseucht bereits die Meere durch OFF-Shore Windanlagen

PFAS ist Teflon. Die aktuelle Greenpeace-Studie zur Belastung der Nord- und Ostsee mit PFAS ergibt, dass eine Mahlzeit von 150 Gramm Scholle, Hering, Steinbutt oder Krabben eine PFAS-Konzentration aufweise, die über die Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit hinausgeht. (www.greenpeace.de/publikationen/PFASFische.pdf).

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK)

Sie werden tonnenweise bei Windenergieanlagen der neuesten Generation verwendet. Nach Einschätzung von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Umweltbundesamt sind im Brandfall derartige Kunststoffe als ähnlich krebsverdächtig wie Asbest zu betrachten. Informationen zu unterschätzten Risiken bei der Verpachtung von Grundstücken für Windenergieanlagen finden Sie in der Vernunftkraft-Bundesinitiative für vernünftige Energiepolitik.

Bisphenol A ist im Epoxidharz gebunden

Bisphenol A (BPA) wird in Windkraftanlagen vor allem als Ausgangsstoff für Epoxidharze verwendet, die in großen Mengen beim Bau von Rotorblättern zum Einsatz kommen, um diese stabil und langlebig zu machen. Bisphenol A ist eine als besorgniserregend eingestufte Chemikalie, da sie hormonell wirksam sein kann. Im ausgehärteten Epoxidharz des Rotorblatts ist das BPA chemisch fest gebunden. Eine Freisetzung findet im regulären Betrieb schleichend durch mechanische Witterungserosion an der Oberfläche statt. Bisphenol A ist nach Angaben der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wegen möglicher Auswirkungen auf das Hormonsystem ein gefährlicher Stoff und deswegen seit Dezember 2024 als Lebensmittelkontaktmaterial verboten.

Quellen:

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