Faktencheck: Das Märchen von knappen Krankenhauskapazitäten

Symbolbild: freepik @akiromaru

Angeblich müsse man sich “Sorge vor wachsender Belastung in Spitälern” machen, so der ORF. Praktische Propaganda im Sinne der Regierung, welche solche Aussagen als Argument für noch mehr und noch längere Corona-Maßnahmen heranziehen. Die Wahrheit sieht anders aus und das ist mit Fakten ganz problemlos belegbar.

Von Willi Huber

Aktuell (6.3.2021) befinden sich 302 Personen mit einer Coronaviren-Infektion auf einer österreichischen Intensivstation. Ob ihre behauptete Covid-19-Erkrankung der Grund für den Aufenthalt ist, wird nicht erhoben und nicht kommuniziert. Konkrete Hintergründe scheinen auch ein Jahr nach Beginn der angeblichen Pandemie weder für Politik noch Medien interessant zu sein. Die Botschaft lautet: Panik um jeden Preis. Lieber werden irgendwelche willkürlichen Bezugsgrößen in den Raum gestellt, seien es Inzidenzen, R-Zahlen oder eben Intensivkapazitäten.

All diese Bezugsgrößen wurden während des letzten Jahres vielfach abgeändert, ohne dass dies wesentlich erklärt wurde. Somit ist es auf den ersten Blick unmöglich, eine seriöse Aussage über die echte Entwicklung “der Zahlen” zu treffen. Wir unterstellen: Das ist pure Absicht. Während der ORF aktuell also über die angeblich hohe Belegung der Krankenhäuser klagt, bleibt er die Zahl der verfügbaren Intensivbetten schuldig. Laut Statistik Austria waren dies im Jahr 2019 2.567 Betten im Bereich Anästhesie- und Intensivmedizin/Intensivversorgung.

Gerade einmal 12% Intensiv-Auslastung durch Patienten mit grippeähnlichen Infektionskrankheiten

302 von 2.567 Betten sind eine Auslastung von nicht einmal 12%. Klingt nicht dramatisch, ist auch so. Es besteht überhaupt kein Grund zur Panik und auch keiner zur Sorge. Sorge muss man sich um die Intelligenz seiner Mitbürger und der Journalisten machen. Denn diese haben offensichtlich vergessen, was sie Jahr für Jahr um genau diese Jahreszeit geschrieben haben: Die Krankenhäuser sind überfüllt, Patienten müssen auf Gangbetten liegen. Der Grund bis zum Jahr 2020: Die Grippewelle. Dafür waren jedes Jahr mehrere Erreger verantwortlich, viele davon stammten aus der Familie der Coronaviren. Mittlerweile schon in Vergessenheit geraten, aber immer noch wahr – der PCR-Test des famosen Prof. Drosten führt zu Kreuzreaktionen mit anderen Corona-Viren. Warum das niemand wissen will, darf man durchaus hinterfragen.

Hierzu ein paar Beispiele:

Ärztezeitung 10.4.2007 – Volle Stationen in Grippezeitungen

Speziell in Zeiten der Influenza wird die Zahl der zur Verfügung stehenden Spitalsbetten knapp. 

ORF, 4.1.2017 – Kritik an Gangbetten in Spitälern

Die Wiener Gemeindespitäler sind derzeit wegen der verfrühten Grippewelle überfüllt. 

Spiegel, 16.3.2018 – Grippe legt Krankenhäuser und Ämter lahm

Ausgedünnte Verwaltungen, Kliniken an der Kapazitätsgrenze: Die weiter anhaltende Grippewelle sorgt an vielen Stellen für Engpässe.

Wetteronline.at, 24.2.2018 Grippewelle erreicht Höhepunkt

Die Grippe grassiert, und viele Krankenhäuser stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. In Kitas, Schulen und Betrieben herrscht Ausnahmezustand.

Vienna.at, 29.1.2020 Jährliche Grippewelle fordert Spitäler heraus

Die jährliche Grippewelle bringt für die Intensivmedizin eine wiederkehrende Herausforderung. 

Man kann dem Gesundheitsminister blind glauben … oder selbst nachlesen

Sie können gerne die Erzählung von ORF, anderen Systemmedien, dem Gesundheitsministerium und Sebastian Kurz glauben, dass seit 2020/2021 alleine ein “neues” Coronavirus für eine gesteigerte Auslastung der Spitäler zur Grippesaison verantwortlich ist, in einem Maße das es zuvor noch nie gegeben hat. Oder sie googeln selbst und finden heraus, wie sehr sie an der Nase herumgeführt haben. Schäbig ist allerdings, wie viele Personen im Krankenhausdienst bei dieser Erzählung mitspielen – wenn sie schon länger in ihren Berufen tätig sind, sollten sie es besser wissen.

Grippeinzidenz 2019/2020 war dreifach höher

Während wir mit Inzidenzwerten und anderen willkürlich ausgesuchten Messgrößen bombardiert werden, hat noch nie jemand den Vergleich mit einer normalen Grippesaison auf den Tisch gelegt und beispielsweise die historischen Grippe-Inzidenzen herangezogen. Diese ist relativ unterhaltsam, denn beispielsweise 2019/2020 gab es in Österreich eine Inzidenz von 603,5 Fällen von Grippe-ähnlicher Krankheit pro 100.000 Personen. Heute riegeln wir wegen einer Inzidenz in der Gegend von 50 bis 200 das ganze Land ab. Übrigens: Laut WHO gilt eine Krankheit mit einer Inzidenz bis 50 als “selten”. An der Grippe starben übrigens jedes Jahr genau dieselben Risikogruppen (Adipositas, Vorerkrankungen, hohes Alter) wie sie heute an Covid-19 sterben. Alles nur Zufall.

Mit großer Sorge habe ich festgestellt …

Natürlich kann man die Menschen eines Landes einsperren, weil man die Sorge hat, dass die Krankenhäuser zur Grippezeit – wie jedes Jahr – überfüllt sein könnten. Man kann aber auch zu Hause bleiben, weil man Sorge hat, dass man im Straßenverkehr sterben könnte. Man kann selbstverständlich auch Autos verbieten. Oder man überlässt die Dinge der Eigenverantwortung der Menschen und achtet bereits im Schulsystem darauf, eine solche zu schulen und aufzubauen. Die Menschheit hat Jahrhunderttausende ganz ohne Lockdowns und Impfungen überstanden – auch das wird einen Grund haben.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die von George Soros finanzierten Faktenchecker von Correctiv unabhängig und unbestechlich bewiesen haben, dass sich Todeszahlen von Grippe und Influenza niemals nicht vergleichen lassen. Das ist nämlich etwas ganz anderes, das haben die dort beschäftigten Absolventen der Philosophie-, Soziologie und Genderwissenschaften in nächtelanger Arbeit herausgefunden. Amen.

Hinterfragen Sie alles

Report24 lädt jeden dazu ein, selbst Faktenchecks anzustellen. Verlassen Sie sich nicht auf Aussagen, die Sie in Medien vorfinden, speziell nicht, wenn sie schwach argumentiert sind und überprüfbare Quellen fehlen.

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