Das nächste Opfernarrativ: ÖRR verteidigt Windelfetisch-Partys

Symbolbild: KI

Sehr verständnisvoll berichtete der SWR über eine „AB/DL“-Party: eine Fetischparty von „erwachsenen Babys“ und „Windelliebhabern“. Bei Kaiserslautern wollte ein Indoor-Spielplatzbetreiber diese Klientel im eigenen Bällebad ihrem Fetisch frönen lassen. Als das publik wurde, kam es zum Shitstorm. Diese Gegenreaktion könne sich nun negativ auf die „mentale Gesundheit“ der Fetischisten auswirken, kritisiert man.

In Kaiserslautern seien viele „empört über Erwachsene, die in Windeln in einem Indoor-Spielplatz im Bällebad spielen“, so entnahm man kürzlich einem Instagram-Posting des SWR. Es handele sich dabei um ein Treffen einer „ABDL-Gruppe“ – „Adult Baby/Diaper Lover“, also „erwachsenes Baby/Windelliebhaber“. Harmlose Buchstabenaneinanderreihungen für Perversionen und Störungen aller Art kennt man inzwischen – so nennen Pädophile sich inzwischen auch lieber „MAP“ („Minor-Attracted Person“).

Beim SWR bemüht man sich, den Windelfetisch harmlos erscheinen zu lassen: „Es handelt sich dabei um einen Fetisch, der nicht zwangsläufig etwas mit Sex zu tun habe. Das ist auf der Seite des Präventionsprojekts ‚Hein & Fiete‘ zu lesen“, heißt es im Beitrag. Worüber schreibt „Hein & Fiete„, der „schwule Checkpoint in St. Georg“, so? Ein Blick ins Menü gibt Aufschluss: Da gibt es beispielsweise Info-Seiten zu „Arschlecken / Rimming“, „Faustfick, Fisting, Fisten, Fistfucking / FF“, „Piss-Spiele, Golden Shower, Natursekt, Watersports / NS“, „Schwanz- und Sackfolter, Cock & Ball Torture / CBT“. Auf der Startseite wird man von einem Bild mit nackten Männern rund um einen Mann im Tierkostüm begrüßt. Auf solch niveauvollen Seiten recherchiert man also auf Kosten der Gebührenzahler beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Zurück zum Windelfetisch: Den schwulen Kennern zufolge könne es „Adult Babys“ jedenfalls neben Sex auch „um Geborgenheit, Zuwendung, ein multisensorisches Erlebnis, Nostalgie oder auch einfach um das Rollenspiel“ gehen, erörtert der SWR. Es wären bestimmt auch keine Pädophilen, die dort im Kinderbällebad feiern wollten. Aufgrund eines massiven Shitstorms in den sozialen Netzen sei der nächste „ABDL-Treff“ in dem Indoor-Spielplatz in Mehlingen in der Nähe von Kaiserslautern dennoch bereits abgesagt worden.

In den Slides lässt man einen „Szenekenner und Windelproduzenten“ zu Wort kommen, der betont, dass die Fetischpartys aber nach offizieller Schließung stattfinden und danach eine Reinigung vorgenommen würde. Es sei also alles ganz unproblematisch. Auch ginge ein Teil der Erlöse an einen „guten Zweck“. Im letzten Slide liest man dann, dass dieser Insider befürchtet, dass „sich der Shitstorm negativ auf die mentale Gesundheit der Betroffenen auswirken könnte.“ Solche Partys könnten im Ort wohl nicht mehr stattfinden, auch, „um die Teilnehmenden zu schützen“.

Auf Instagram brachte man den Fetischisten nicht so viel Verständnis entgegen. Der SWR entschied sich daher dazu, die Kommentare mit dem folgenden Hinweis zu schließen:

Liebe Community, die große Zahl der Kommentare zu diesem Beitrag, vor allem auch derjenigen, die gegen unsere Netiquette verstoßen, ist für uns derzeit nicht mehr angemessen zu moderieren. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren.

Der Shitstorm geht indessen an anderer Stelle weiter – beispielsweise auf X. Dort konstatierte eine Kommentatorin: „Wir leben eindeutig in Zeiten, in denen man uns jede nur erdenkliche, psychische und behandlungsbedürftige Störung als normal verkaufen möchte. Und wenn man das, aus gutem Grund, nicht als normal betrachtet, ist man böse, intolerant und diskriminierend. Na dann“. Und der Gebührenzahler finanziert die vorwurfsvoll anmutende Berichterstattung dazu…

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