An oder mit Hitze verstorben? RKI schätzt sich neue Horror-Zahlen zurecht

Symbolbild: KI

12.500 Hitzetote hätte es in Deutschland seit April gegeben: Das verkündet aktuell das RKI. Diese Zahl hat man „geschätzt“, denn beweisen kann man den Einfluss der sogenannten Hitze nicht. Es scheint fast, als würden für jedes politische Narrativ passende Sterbezahlen aus dem Hut gezaubert…

Das RKI schreibt selbst in seinem „Wochenbericht zur hitze­bedingten Morta­lität“:

In einigen Fällen, zum Beispiel beim Hitzeschlag, führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod, während in den meisten Fällen die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Totenschein normalerweise nicht als die zugrunde liegende Todesursache angegeben. Stattdessen müssen statistische Methoden angewendet werden, um das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle abzuschätzen.

Das hindert den Mainstream nicht daran, in seinen Schlagzeilen den Eindruck tatsächlicher Hitzetoter zu erwecken: Beim Stern etwa gibt es tatsächlich einen Newsticker zum „Hitzesommer“, in dem zwischenzeitlich dramatisch getitelt wurde: „RKI: 12.500 Hitzetote in Deutschland zwischen April und August“.

Zwar verwies man darauf, dass es sich um bloße Schätzungen handelt. Doch man behauptete auch: „Damit sind in diesem Jahr bisher deutlich mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als sonst in ganzen Jahren.“ Sind sie das? Wo ist der Beweis? Den braucht es nicht. Man verstieg sich sogar zu der abschließenden Warnung, dass die Gesamtzahl noch höher liegen könne, weil es sich laut RKI um eine „konservative Schätzung“ handele. Unter den Tisch fiel dagegen die Information, dass der größte Anteil geschätzter hitzebedingter Sterbefälle auf die Altersgruppe ab 75 Jahren entfällt.

Sucht man aktuell nach News zu „Hitzetoten“, darf man sich übrigens über eine Kampagne von dpa-Meldungen freuen, die den einzelnen Bundesländern „deutlich mehr Hitzetote“ attestieren. Portale wie die „Welt“ bringen sie gern:

Mancher fühlt sich unangenehm an die Corona-Jahre erinnert, als zur Erhöhung der Zahlen von „Infizierten“ und „Corona-Toten“ jedes Mittel recht schien. Heute sterben Menschen an oder mit (geschätzter) Hitze – was der Normalbürger mit diesen Daten anfangen soll, kann er sich selbst ausmalen. Bei der AfD wirft man dem RKI jedenfalls vor, erneut „mit Phantasiezahlen Angst und Schrecken“ zu verbreiten.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Alexis Giersch hat zu den RKI-Zahlen ein Statement veröffentlicht:

„Als Bürger sollte man erwarten können, dass das RKI aus seiner unrühmlichen Rolle während der Corona-Jahre gelernt hat, die durch die Veröffentlichung der RKI-Protokolle zweifelsfrei nachgewiesen ist. Offenbar ist dem aber nicht so. Erneut werden Sterbefälle einem politischen Narrativ folgend eingeordnet. Das RKI lässt sich erneut vor den Karren der Regierung spannen, indem es mit Phantasiezahlen Angst und Schrecken verbreitet.

Es ist grotesk, aber das RKI kann den sogenannten ‘Hitzetod’ nicht nachweisen. Stattdessen, so beschreibt es das ZDF, werden die ‘hitzebedingten Sterbefälle’ mit statistischen Methoden einfach geschätzt. Das ist pseudowissenschaftlicher Humbug. Fragt man die ‘Künstliche Intelligenz’, dann erhält man als Antwort, was jeder Mensch mit Allgemeinbildung weiß, nämlich, dass Winter und Kälte für den Menschen lebensbedrohlicher sind als Sommer und Wärme.

Die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag fordert schnelle und weitsichtige Hilfe durch den konsequenten Einsatz von Klimaanlagen, vor allem in Altenheimen, Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen. Damit Klimaanlagen mit bezahlbarem Strom betrieben werden können, sind alle verfügbaren, grundlastfähigen Kraftwerke wieder betriebsbereit zu machen.”

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