Berliner Krisenstabsleiter fordert: „Luft für Ungeimpfte muss dünner werden“

Bild: Screenshot / freepik, via beststudio

Mark Seibert ist der Leiter des Berliner „Krisenstabs Corona“ und auf Twitter „natürlich“ ganz privat unterwegs, so der Disclaimer in seinem Profil. Das ist ganz offensichtlich ein Freifahrtsschein zur Hetze gegen Ungeimpfte: Denen will er das Atmen nämlich möglichst schwer machen.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

Der Hass auf selbstbestimmte Menschen, die das zweifelhafte Impfangebot der Regierung dankend ablehnen, bricht sich beim Linken Seibert in ganz besonders charmanter Weise Bahn: So retweetet er Behauptungen von einer „Tyrannei der Ungeimpften“, die anderen höchstpersönlich die Corona-Maßnahmen „aufbürden“ würden. Flächendeckendes 2G inklusive Ausgrenzung von Ungeimpften bezeichnet er als „Gut so„. Und: Die Luft für Ungeimpfte muss unbedingt dünner werden, findet er.

Für die Ungeimpften muss die Luft dünner werden. Damit meine ich nicht die Sache mit dem Schlauch im Hals. Sondern: Keine Gastro, keine Bahn, keine Freizeiteinrichtung, kein Museum, kein Theater, kein Kino, keinen Flug, kein Weihnachtsmarkt.

Mark Seibert, 6. November

Dieser Tweet brachte ihm zuletzt einen ganz besonderen Shitstorm ein – und das, obwohl Seibert stets bemüht ist, unliebsame Kommentare eilig auszublenden und die Kommentarfunktion zu begrenzen. Ihn scheinen Ungeimpfte wahlweise schrecklich in Angst zu versetzen – oder ihr mangelnder Gehorsam triggert bei ihm pubertäre Wutanfälle. Aus dem öffentlichen Leben möchte er die bösen Stich-Verweigerer jedenfalls unbedingt raus haben. Freilich haben zahllose Ungeimpfte für sich lange beschlossen, dass sie auf Kneipenbesuche gut verzichten und ihr Bier in netter Gesellschaft auch anderswo trinken können – von den Straßen wird ein Mark Seibert sie aber nicht bekommen, denn diese, oh Wunder, gehören ihm nun einmal nicht.

Dabei sind es bei Weitem nicht nur Ungeimpfte, die für das offen faschistische Gedankengut des Krisenstab-Leiters wenig Verständnis zeigen. Die politisch forcierte Spaltung der Gesellschaft ist nicht zuletzt durch die zweifelhafte Datenlage zu den fast religiös verherrlichten Covid-Vakzinen nicht so geglückt, wie man es wohl gerne gehabt hätte: Zahllose Geimpfte sind selbst enttäuscht davon, wie wenig vom anfangs versprochenen Schutz durch die Impfstoffe in Wahrheit Bestand hat und lehnen die politisch eifrig beworbenen Booster-Impfungen bereits kategorisch ab. Selbst das RKI hat jüngst eine bedeutende Berichtigung auf seiner Website zur Wirkung der Vakzine vornehmen müssen. Und dann gibt es freilich auch noch Menschen, die – anders als Seibert in seinen amüsanten Block-Orgien demonstriert – unterschiedliche Standpunkte im Diskurs durchaus stehen lassen und dennoch Empathie zeigen und zusammenhalten können.

Die Luft für Ungeimpfte wird also niemals so dünn werden, wie ein Mark Seibert das gerne hätte. Die einzigen, die aktuell für alle Welt spürbar nach Luft schnappen, sind jene, die merken müssen, dass ihnen die Felle davonschwimmen: Weil die Menschen nicht einfach so alles mitmachen, was ihnen aufgetragen wird – und weil die Unterdrückung kritischer Stimmen zunehmend schlechter funktioniert. Nicht umsonst hielt Ex-Pfizer-Vize Mike Yeadon jüngst fest:

Was hier passiert, kann also als Anfang vom Ende angesehen werden. Ich sage dies mit großer Vorsicht, aber ich sehe nicht, wie die globale Täuschung noch lange andauern kann.

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