Dr. Palmer: Unklarer Nutzen, klare Risiken – „HPV-Impfung verdient keine allgemeine Empfehlung!“

Symbolbild: KI

Systemmedien rühren in regelmäßigen Abständen die Werbetrommel für die HPV-Impfung, die, so das Werbeversprechen, Krebserkrankungen durch Humane Papillomviren verhindern soll. Im Zuge dessen werden gern zu niedrige Impfquoten beklagt. Doch der Nutzen dieser Impfungen ist keineswegs so klar, wie er medial dargestellt wird. Darüber hinaus fallen die Risiken der Impfstoffe in den Impfaufrufen gemeinhin unter den Tisch. Dr. Michael Palmer legt nun in einem ausführlichen MWGFD-Artikel dar, warum aus seiner Sicht die bestehende Datenlage keine allgemeine Impfempfehlung rechtfertigen kann.

Der folgende Artikel von Dr. Michael Palmer erschien zuerst beim MWGFD:

Derzeit läuft wieder einmal eine Kampagne, Kinder und Jugendliche gegen Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) zu impfen.1 Aber ist diese Kampagne wirklich wissenschaftlich fundiert? In diesem Beitrag wird dargelegt, dass für eine solche Impfung kein dringender Bedarf besteht, und dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe sich außerdem bisher weder als wirksam noch als sicher erwiesen haben. Im Gegenteil: Die wenigen verfügbaren Daten zur Sicherheit der Impfstoffe geben Anlass zu ernsthaften Bedenken. Eine allgemeine Empfehlung lässt sich daher nicht rechtfertigen.

Vorbemerkung

Dieser Überblick stützt sich auf einen ausführlicheren, kürzlich erschienenen Bericht der kroatischen Wissenschaftlerin Dr. Lucija Tomljenovic.2 Der Artikel von Frau Dr. Tomljenovic verweist zudem auf
umfangreichere Berichte, die von ihr selbst und anderen erfahrenen Wissenschaftlern verfasst wurden. Alle diese Dokumente (in englischer Sprache) sind online frei zugänglich, ebenso wie ein Großteil der Literatur, auf die sie sich beziehen.

Das Virus

Humane Papillomviren gehören zu einer Familie von DNA-Viren. Sie befallen in erster Linie die Haut und die Schleimhäute. Diese Infektionen äußern sich oft in Form von Warzen. Hautwarzen sind harmlos; sie können eine Weile bestehen bleiben, verschwinden jedoch in der Regel von selbst, wenn das Immunsystem sich schließlich aufrafft, etwas gegen sie zu unternehmen. Warzen an den Schleimhäuten können die Genitalien, den Anus sowie Mund und Rachen befallen. Sie werden in der Regel durch intimen Kontakt übertragen. Auch sie verschwinden oft spontan. In einigen Fällen jedoch bleiben sie nicht nur bestehen, sondern können sich auch zu Krebs entwickeln. Dies tritt am häufigsten am Gebärmutterhals auf, aber auch die anderen oben genannten Körperstellen können betroffen sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine bloße Infektion zu Krebs entwickelt, hängt stark vom Virussubtyp ab. Unter den Subtypen, die mit Krebs in Verbindung gebracht werden, finden sich bei Ungeimpften am häufigsten HPV-16 und HPV-18. Bei Personen, die gegen diese beiden Subtypen geimpft sind, treten andere Subtypen relativ häufiger auf.

Der Zweck der Impfung

Das erklärte Ziel der HPV-Impfung ist die Krebsprävention, insbesondere die Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen. Ein früher Impfstoff, der ab 2006 eingeführt wurde, richtete sich nur gegen die oben genannten Subtypen 16 und 18. Inzwischen sind Impfstoffe im Einsatz, die bis zu 9 verschiedene Subtypen des Virus abdecken. Die Impfung wird insbesondere Kindern und Jugendlichen empfohlen, bevor sie sexuell aktiv werden.

Wie wirksam schützt die Impfung vor Krebs?

Die Beurteilung der Wirksamkeit der Impfung gegen Krebs ist nicht ganz einfach, aus den folgenden Gründen:

  1. die lange Latenzzeit zwischen Infektion und Entstehung von Krebs. Selbst wenn die Impfung alle Infektionen mit allen krebsauslösenden HPV-Subtypen verhindern würde, wäre eine wesentliche Auswirkung auf die Fallzahlen von Krebs erst mit einer Verzögerung von mehreren Jahren zu erwarten;
  2. das große Potenzial für statistischen Verzerrungen durch Variablen wie die Teilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen, welche bei Gebärmutterhalskrebs bemerkenswert wirksam sind.

Aufgrund der langen Latenzzeit von Krebs stützen sich die meisten Studien zur Impfwirksamkeit auf andere Zielkriterien, d. h. auf die Infektion an sich oder auf zelluläre Anomalien, die noch nicht als Krebs gelten („zervikale intraepitheliale Neoplasien“, herkömmlich als Dysplasien bezeichnet). Es ist jedoch zu beachten, dass Dysplasien im Frühstadium noch spontan zurückgehen können, genau wie Warzen. Unter den Studien, die versuchten, die Prävention von „richtigem“ invasivem Krebs zu bewerten, ist die von Lei et al. aus dem Jahr 2020 die optimistischste.3 Diese Autoren werteten die Daten von 1,6 Millionen schwedischen Mädchen und Frauen im Alter zwischen 10 und 30 Jahren aus. Der Analyse-Zeitraum waren die Jahre 2006 bis 2017. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Krebsinzidenz bei denjenigen, die vor dem 17. Lebensjahr geimpft worden waren, um 88 % reduziert war. Ein deutlich bescheidenerer Effekt wurde in einer anderen Studie berichtet, welche die Ergebnisse von etwa 350.000 jungen Frauen aus Spanien, England und Norwegen auswertete. Hier wurde nach der Impfung ein Rückgang der Dysplasien um etwa 40 % festgestellt. Die Zahl der invasiven Krebsfälle war für eine statistische Analyse zu gering (insgesamt weniger als 5).4 Man kann durchaus vermuten, dass die Impfung die Anzahl invasiver Krebserkrankungen in ähnlichem Umfang senken würde wie die von Dysplasien. Allerdings ist dies nicht selbstverständlich, da ja auf die Erkennung einer Dysplasie im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen eine Behandlung folgen würde, um das Fortschreiten zu tatsächlichem Krebs zu verhindern. Und hier ist zu erwähnen, dass die zitierte optimistische Studie von Lei et al. die Teilnahme der Frauen und Mädchen an solchen Vorsorgeprogrammen nicht erfasste. Es liegt nahe, dass Frauen, die sich für eine Impfung entscheiden, sich auch eher einer Vorsorgeuntersuchung unterziehen. Ein solcher Effekt könnte die Ergebnisse der Studie erheblich verzerren.

Ein Ansatz, der für eine solche Verzerrung nicht anfällig sein dürfte, besteht darin, verschiedene Arten von Gebärmutterhalskrebs zu vergleichen, die sich histologisch (d. h. durch mikroskopische Gewebeuntersuchung) unterscheiden lassen. Die zwei häufigsten Typen werden als Plattenepithelkarzinom bzw. Adenokarzinom bezeichnet. Bei beiden wird HPV in mehr als 90 % der Fälle im Tumorgewebe nachgewiesen. Es gibt aber außerdem noch eine „gemischte Gruppe“ von selteneren histologischen Typen, von denen viele nicht mit HPV assoziiert sind. Es ist zwar nicht ganz einfach, den genauen Anteil der HPV-negativen Fälle unter diesen anderen Formen zu bestimmen, doch beträgt er wahrscheinlich weniger als 50 %. Wenn also die HPV-Impfung vor HPV-bedingtem Krebs schützen würde, dann sollte die Anzahl der zumeist HPV-positiven Adeno- und Plattenepithelkarzinome schneller abnehmen als die der selteneren, oft HPV-negativen Varianten. Mithin müsste der relative Anteil der selteneren Typen an der Gesamtzahl mit der Zeit zunehmen. Dies lässt jedoch nicht feststellen: Während die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs insgesamt bei jungen Frauen in den USA seit 1999 bemerkenswert deutlich gefallen ist, gingen dabei die seltenen Typen sogar noch schneller zurück, sodass ihr Anteil zwischen 1999 und 2022 um etwa die Hälfte abnahm (Abbildung 1).

Bildquelle: Michael Palmer

Abbildung 1: Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 15–29 Jahren in den USA zwischen 1999 und 2022, nach histologischem Typ. Links: Daten aus Abbildung S2 der Studie von Gopalani et al. 2026).5 Rechts: Anteil der seltenen histologischen Typen an der Gesamtzahl der Gebärmutterhalskarzinome. Die Trendlinie ist eine lineare Regression.

Was könnte den bemerkenswerten allgemeinen Rückgang der Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs verursachen? Höchstwahrscheinlich sind es vermehrte Vorsorgeuntersuchungen. Im Einklang mit dieser Annahme sind HPV-bedingte Krebsarten, für welche keine Vorsorgeuntersuchungen
durchgeführt werden – also Penis-, Anal und Rachenkarzinome – in den letzten Jahrzehnten auf einem gleichbleibenden Niveau geblieben oder sogar angestiegen. Soweit Daten vorliegen, gilt dies auch für junge Männer; diese dürften mit größerer Wahrscheinlichkeit die HPV-Impfung erhalten
haben als ältere Männer. Zwar sind die verfügbaren Daten insgesamt so beschränkt, dass man nicht eindeutig feststellen kann, dass die HPV-Impfung keine präventive Wirkung gegen diese Krebsarten hat. Aber das Gegenteil trifft gleichermaßen zu – wie schon beim Gebärmutterhalskrebs lässt sich auch hier keine präventive Wirkung belegen.

Welche Schlussfolgerungen sollten wir aus den begrenzten Erkenntnissen zur Krebsprävention ziehen?

Da sich ein zuverlässiger Schutz vor Gebärmutterhalskrebs derzeit nicht belegen lässt, kann die HPV-Impfung regelmäßige Krebsvorsorge-untersuchungen nicht ersetzen. Zudem sind solche Vorsorgeunter-suchungen effektiv und einfach. Überhaupt ist festzuhalten, dass alle häufigen HPV-bedingten Krebsarten an leicht zugänglichen Körperstellen auftreten. Genau wie Gebärmutterhalskrebs könnte man auch Krebserkrankungen des Anus, des Oropharynx oder des Penis grundsätzlich durch Vorsorgeuntersuchungen im Anfangsstadium erkennen. Wenn eine solche Vorsorge als unnötig erachtet wird, dann besteht wohl auch kein dringender Bedarf an einer vorbeugenden Impfung.

Die HPV-Impfstoffe

Die HPV-Impfstoffe nutzen eine interessante Technologie, die als virusähnliche Partikel („virus-like particles“) bezeichnet wird. Diese synthetischen Partikel ähneln Viren in Größe und Form, und genau
wie richtige Viren tragen sie ebenfalls eine große Anzahl von antigenen Proteinmolekülen auf ihrer Oberfläche. Unser Immunsystem ist darauf ausgelegt, kräftig auf natürliche Viren zu reagieren, und Impfstoffe, die deren Struktur nachahmen, rufen ebenfalls eine starke Immunantwort hervor. Im Gegensatz zu echten Viren enthalten diese Impfstoffpartikel jedoch keine Kopien des viralen Genoms; sie sind nicht zu verwechseln mit herkömmlichen Lebendimpfstoffen oder mit den von Adenoviren
abgeleiteten, giftigen Impfstoffen gegen COVID-19, die von AstraZeneca und Janssen hergestellt wurden.

Abgesehen von der hochwirksamen Form der Antigenpräsentation enthalten die HPV-Impfstoffe zudem ein sehr starkes Adjuvans auf Aluminiumbasis. Dieses dient als unspezifischer Entzündungsreiz. Die so ausgelöste Entzündung verstärkt die Immunantwort auf das Antigen
zusätzlich. Insgesamt sind also sowohl das Antigenpräparat als auch das Adjuvans darauf ausgerichtet, eine starke Immunantwort hervorzurufen. Das mag zunächst positiv erscheinen, birgt jedoch auch Risiken.

Die Gefahr immunologischer Kreuzreaktionen

Unser Immunsystem verfügt über viele mächtige Waffen, mit denen es alle Arten von Mikroben angreifen kann, darunter Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren. Um Viren zu bekämpfen, zerstört es auch Zellen unseres eigenen Körpers, die es als virusinfiziert erkennt. Diese Waffen müssen natürlich mit großer Vorsicht gehandhabt werden, um Schaden für uns selbst zu vermeiden. Die Fähigkeit des Immunsystems, zwischen „Selbst“ und „Fremd“ zu unterscheiden, ist tatsächlich bemerkenswert. Dennoch können Fehler vorkommen. Bestimmte mikrobielle Antigene lösen Immunreaktionen aus, die nicht nur die betreffende Mikrobe angreifen, sondern auch körpereigene Moleküle und Zellen. Ein bekanntes Beispiel sind Hals- oder Hautinfektionen mit Streptokokken. Solche Infektionen sind oft selbstlimitierend und lassen sich zudem gut mit Penicillin behandeln, und in den meisten Fällen heilen sie ohne langfristige Folgen ab. Bei einigen Patienten jedoch folgt auf die Infektion eine schwere Erkrankung, das sogenannte akute rheumatische Fieber. Bei dieser Erkrankung erfasst die durch die Infektion ausgelöste Immunantwort auch körpereigene Antigene im Herzen, in den Gelenken, in den Nieren oder sogar im Zentralnervensystem. Dies führt zu schweren Schäden an diesen Organen. Weitere Beispiele sind die akute reaktive Arthritis, die durch Darminfektionen mit Campylobacter- oder Yersinia-Bakterien ausgelöst wird, sowie das Guillain-Barré-Syndrom, eine schwere Erkrankung des peripheren Nervensystems, die z.B. auf eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus folgen kann.

Das Risiko solcher schädlichen Kreuzreaktionen wird stets in hohem Maße von individuellen genetischen Merkmalen bestimmt, insbesondere von der Konstellation der Histokompatibilitätsantigene jedes Menschen. Dies sind genau dieselben genetischen Marker, die auch die Verträglichkeit von Organtransplantationen bestimmen. Sie wissen wahrscheinlich, dass
diese Antigene sehr variabel sind. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass mein Nachbar und ich gut beraten wären, uns gegenseitig Knochenmark zu spenden. Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass wir für genau dieselben durch Infektionserreger ausgelösten Autoimmunerkrankungen anfällig sind. Genau dasselbe gilt auch für durch Impfstoffe ausgelöste Autoimmunerkrankungen. Daraus folgt, dass die Erprobung eines neuen Impfstoffs an einer relativ kleinen Gruppe von Freiwilligen das Risiko von
unerwünschten Ereignissen aufgrund immunologischer Kreuzreaktionen nicht zuverlässig ermitteln kann. Und es gibt noch einen weiteren Aspekt: Natürliche Krankheitserreger waren während der gesamten menschlichen Evolution präsent; die schwerwiegendsten unerwünschten Reaktionen
wurden daher wahrscheinlich schon durch natürliche Selektion ausgemerzt. Das Gleiche gilt jedoch nicht für künstliche Antigenpräparate, d. h. Impfstoffe. Papillomviren sind natürlich ebenfalls uralt, aber eine natürliche Infektion mit einem solchen Virus beschränkt sich auf eine oder wenige Stellen der Haut oder einer Schleimhaut und löst bestenfalls eine gedämpfte Immunantwort aus, was man ja aus der oft langen Persistenz solcher Infektionen ersehen kann. Dies lässt sich mit der systemischen
Injektion einer großen Menge von Papillomvirus-Antigen, in Verbindung mit einem starken Adjuvans, nicht vergleichen. Letztere stellt unser Immunsystem vor eine völlig neuartige Herausforderung – mit unvorhersehbaren Risiken.6

Kann die HPV-Impfung schädliche Kreuzreaktionen hervorrufen?

Ja, das kann sie. Zwar lässt sich nur schwer genau sagen, wie häufig dies vorkommt, doch die Tatsache an sich wurde durch eine statistische Analyse der vom US-amerikanischen „Vaccine Adverse Event Reporting System“ (VAERS) gesammelten Meldungen belegt. Um die Grundlage dieser Analyse zu verstehen, muss man ein bisschen ausholen. Der Zweck von VAERS besteht darin, mutmaßliche Fälle von unerwünschten Ereignissen zu erfassen, die nach einer Impfung auftreten. Dies ist zwar nützlich, unterliegt aber wesentlichen Einschränkungen:

  1. Nicht alle auftretenden Ereignisse werden auch gemeldet. Der Prozentsatz der gemeldeten Fälle liegt wahrscheinlich im einstelligen Bereich;
  2. einige der gemeldeten Ereignisse wurden möglicherweise nicht wirklich durch den betreffenden Impfstoff verursacht, sondern traten rein zufällig kurz nach der Impfung auf.

Daher können wir die von VAERS zu einem bestimmten Impfstoff erfassten Zahlen solcher Meldungen nicht für bare Münze nehmen. Es liegt allerdings nahe, dass der Anteil rein zufälliger Meldungen nicht vom jeweiligen Impfstoff abhängen sollte. Wenn also ein spezifisches Ereignis nach einem bestimmten Impfstoff häufiger gemeldet wird, als dies im Durchschnitt der übrigen Impfstoffe der Fall ist, dann können wir zumindest diese überzähligen Meldungen als real und substanziell gelten lassen.

Dr. Tomljenovic hat auf der Grundlage dieses Prinzips eine gründliche Vergleichsstudie durchgeführt. Sie stellte fest, dass bestimmte unerwünschte Ereignisse nach einer HPV-Impfung signifikant häufiger gemeldet wurden als bei allen anderen Impfstoffen zusammen (mit Ausnahme der COVID-Impfstoffe; s. Abbildung 2). Unter diesen Ereignissen sind auffällig viele Autoimmunerkrankungen, z.B. Lupus erythematodes, Arthritis, Multiple Sklerose und Alopezie. Ebenfalls gehäuft sind hormonelle Störungen und solche des autonomen Nervensystems, dazu Thrombosen und Embolien. Weitere Einzelheiten finden sich in dem in Fußnote 1 zitierten Bericht. Diese Befunde sind ein starker Hinweis auf ein erhebliches Potenzial für immunologische Schadensmechanismen.

Bildquelle: Michael Palmer

Abbildung 2: Ausgewählte Ergebnisse der Analyse von VAERS-Berichten zur HPV-Impfung, aus dem Zeitraum 2006-März 2025, für männliche und weibliche (MF) oder nur weibliche (F) Impflinge im Alter von 6-29 Jahren. Die Werte entlang der X-Achse geben an, um welchen Faktor die betreffende Störung oder Erkrankung in Berichten zu HPV-Impfstoffen überrepräsentiert ist. Horizontale Linien zeigen die 95%-Vertrauensintervalle an. Die erste aufgeführte Störung (Tachykardie) ist nicht überrepräsentiert; sie kann also nicht als durch diese Analyse gesichert gelten. Alle anderen Erkrankungen sind statistisch signifikant überrepräsentiert.

Schlussfolgerung

Zwar ist es im Prinzip plausibel, dass HPV-Impfstoffe langfristig die Inzidenz von durch HPV-Infektionen bedingten Krebserkrankungen senken könnten, doch lässt sich dies anhand der gegenwärtig verfügbaren Daten nicht klar belegen. Dies liegt möglicherweise an einer mehrjährigen
Latenzzeit zwischen Infektion und klinisch feststellbarem Krebs. Eine derartige Zeitverzögerung bedeutet jedoch auch, dass es genügend Zeit gibt, um durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen Krebs im Vor- oder Frühstadium zu erkennen und zu beseitigen. Andererseits besteht ein ernsthaftes Risiko schwerwiegender Impfnebenwirkungen, auch wenn dieses Risiko sich anhand der begrenzten verfügbaren Daten nicht genau quantifizieren lässt. Weder der Nutzen noch das Risiko können also
derzeit genau abgeschätzt werden. Auf einer solchen Grundlage aber kann man diese Impfstoffe der breiten Öffentlichkeit nicht empfehlen.


  1. Siehe z.B. https://www.bayern.de/gerlach-setzt-bei-der-krebspraevention-verstaerkt-auch-auf-hpv-schulimpfaktionen-bayerns-gesundheitsministerin-modellprojekte-in-rosenheim-und-aschaffenburg-sind-erfolgreich-verlaufen/ und https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/hpv-impfung-
    gebaermutterhalskrebs-100.html.
    ↩︎
  2. Tomljenovic, L. (2026) Public Comment: Human Papillomavirus Vaccine (HPV)
    https://archive.org/details/tomljenovic-white-paper ↩︎
  3. Lei, J. et al. (2020) HPV Vaccination and the Risk of Invasive Cervical Cancer. N. Engl. J. Med. 383:1340–1348
    http://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1917338 ↩︎
  4. Alcalde-Herraiz, M. et al. (2026) The effectiveness of HPV vaccination against invasive cervical cancer and related
    precancerous lesions: a multinational target trial emulation study. Lancet Prim. Care 2:100114
    http://dx.doi.org/10.1016/j.lanprc.2026.100114 ↩︎
  5. Gopalani, S.V. et al. (2026) Declines in cervical cancer incidence among young women in the United States. J. Natl. Cancer Inst. 118:941-946 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=41883186 ↩︎
  6. Der „natürlichste“ Impfstoff, der bisher erfunden wurde, ist wohl der Lebendimpfstoff gegen Polio, der nicht nur den natürlichen Erreger selbst, sondern auch dessen Infektionsweg nachahmt. ↩︎

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