Fleißige Bienen im Kampf gegen Windräder: Dreht sich der Wind?

Symbolbild: KI

Am 12. September fand ein Vernetzungstreffen auf der Bienenweise in Neuaigen statt. Die Veranstalter hatten sich große Mühe gegeben, viele Interessierte zu empfangen und zu bewirten. Wie fleißige Bienen tummelten sie sich auf der Wiese. Der Ansturm eines Massenpublikums blieb zwar aus, aber umso größer war das Interesse der Medien – und das könnte als Zeichen gewertet werden. Was als Vernetzungstreffen der vielen Bürgerinitiativen gedacht war, wurde zum Schauplatz der medialen Berichterstattung mit Kameras, Interviews, Gesprächen und Erkenntnissen. Wird es zur Trendwende kommen? Dreht sich jetzt der Wind?

Von Angelika Starkl

Na, große Hoffnung gibt es da eher nicht, denn viele Journalisten haben sich mit dem Thema Windenergie nicht intensiv beschäftigt und schreiben brav nach, was ihnen die Betreiberfirmen vorbereiten. Dabei war es noch nie so leicht wie heute, Fakten im Netz zu sammeln. Das Thema Windindustrie polarisiert und spaltet. Die Grenze zwischen Journalismus und Propaganda wird überschritten. Der ORF ist in eine Schieflage geschlittert, das Vertrauen in die Berichterstattung sinkt und die Seher ergreifen die Flucht vorm staatlichen Sender. Viele Bürgerinitiativen fühlen sich dort nicht ernst genommen, ja mehr noch: Oft lässt man sie lächerlich aussehen, als wären Menschen, die keine Spießrotoren in ihrer Nähe haben wollen, ewig gestrige, uninformierte Naivlinge. Denn so werden sie im „Staatsfunk“ meist dargestellt.

Wen wundert da, dass alternative Medien immer mehr Zuseher bekommen? Wenn man sich die täglichen Nachrichten der Sender ORF, Servus TV, RTV und Auf1 ansieht, wird der Unterschied bewusst und ich rate jedem, diesen Vergleich täglich zu ziehen. Ein Aha-Erlebnis! Es dämmert dann, was mit dem Wort „Lückenpresse“ gemeint ist.

Mehrere Kamerateams auf der Bienenwiese unterwegs

Das Thema Windindustrie scheint jetzt auch bei uns, nachdem in Deutschland der Dokumentarfilm „Wenn der Wind sich dreht“ so erfolgreich produziert wurde, im Fokus.

Gerade jetzt, wo die Politik auf weiteren Ausbau so massiv drängt, obwohl wir hier in Österreich mit Windstrom schon überversorgt sind? Die ORF‑Redakteurin Beate Haselmayer drehte mit ihrem Team für die Sendung „Am Schauplatz“. Kla-TV war vertreten für eine Reportage über Windindustrie. Ein privates Filmteam interviewte Menschen für eine Dokumentation über die Landschaftszerstörung durch Windmaschinen und die Schäden an Mensch, Tier und Fauna. Die Bienenwiese wurde so am 12. September nicht nur für die Reden Betroffener zum Podium, sondern auch für die Medien.

Die Vernetzung aktiver Bürgerinitiativen, die immer mehr voranschreitet, war den Teilnehmern wichtig. Der sonnige Nachmittag wurde für Gespräche und Informationsaustausch genutzt. Bei gutem Essen, mitten in der Natur einer freien, unzerstörten Landschaft auf offenem Feld, hatten die Besucher ein selten erlebtes Gefühl von Freiheit und Aufbruch. Zur Eröffnung marschierten die Freiheitstrychler ein, angeführt vom Kärntner Gerhard Huber. Seine Brandrede für den Frieden hat die Gäste schwer beeindruckt. Gerhard Huber wird ab Oktober 26 in Österreich für Frieden und Freiheit unterwegs sein. Die Menschen vernetzen sich jetzt zusehends, denn eine Bürgerinitiative alleine, die nur für ihre Region gegen Windmaschinen kämpft, wird nicht viel ausrichten. Die Politik rudert nur dann zurück, wenn viele aufstehen. Ein kurzer Filmbericht über das Vernetzungstreffen auf der Bienenwiese folgt in Bälde.

Aber was haben Bienen denn mit Windrädern zu tun?

Hier eine Erklärung von einem Kritiker aus einer meiner Informationsgruppen. Er schreibt zum Thema Folgendes:

„Bienen fliegen massenhaft und kilometerweit in den Wald hinein. Sie ernten dort den Honigtau von Fichten, Tannen und Eichen – die Basis für den beliebten Waldhonig. Ohne den tiefen Flug der Bienen gäbe es diesen Honig nicht. Mit einem Sammelradius von 3 bis 5 km nutzen Honigbienen das gesamte Waldgebiet als Nahrungsraum. Der Bau der Windmaschinen trifft sie exakt auf den Lichtungen. Windkraftanlagen werden nicht unter ein dichtes Blätterdach gequetscht. Sie werden auf Höhenrücken, Kahlflächen und Lichtungen gebaut. Der Bau der Betonfundamente zerstört also genau jene Lichtoasen, die auch für Wildbienen lebenswichtig sind. Viele geschützte Bienenarten sind echte Wald-Spezialisten, die auf das feuchte Mikroklima und den ungestörten Boden im Waldinneren angewiesen sind. Sie nisten im Totholz oder im Waldboden. Wenn tonnenschwere Baumaschinen anrücken und Zufahrtswege planieren, werden ihre Nistplätze plattgemacht und versiegelt.“

Quelle: Christoph Pass

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