Amsterdam: Zum Islam konvertierter TikToker streamt blutigen Messerangriff

Symbolbild: KI

Am Abend des 29. August eskalierte eine Auseinandersetzung vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof und endete gewaltsam. Drei Männer wurden verletzt, während Aufnahmen des Vorfalls im Internet kursierten. Der Messerstecher tat sich zuvor für „Palästina“ hervor und will Ceuta an Marokko übergeben.

Ein niederländischer Fitness-Influencer, der von lokalen Medien als Angelo Bryson identifiziert wurde, stach am Abend des 29. August vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof (Amsterdam Centraal) auf drei Männer ein, nachdem er zuvor eine Konfrontation per Livestream für Tausende seiner TikTok-Follower übertragen hatte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr an der De Ruijterkade, auf der dem IJ zugewandten Seite des Amsterdamer Hauptbahnhofs. Aufnahmen des TikTok-Accounts „Superhuman Unchained“ zeigten Berichten zufolge, wie der Streamer schattenboxt.

Während der Auseinandersetzung war zu hören, wie Bryson Mitglieder der Gruppe wiederholt aufforderte, ihn nicht zu berühren. Zudem erklärte er, er habe „keine Angst“ vor der Gruppe, und warnte, sie würden „alle zu Fall kommen“.

Die Situation eskalierte daraufhin. Den in Berichten beschriebenen Videoaufnahmen zufolge sprach er von Alkohol und näherte sich der Gruppe mit einem Messer, als es zu einer Schlägerei kam. Man sah, wie ein Mann zu Boden fiel.

Identität des Täters

Der dunkelhäutige Bryson ist im Netz unter dem Namen „Superhuman Unchained“ bekannt und hat sich eine Social-Media-Präsenz rund um extremes Fitnesstraining, Boxübungen und Ausdauer aufgebaut.

In den letzten Monaten standen jedoch zunehmend der Islam, Palästina und politische Themen aus Nordafrika im Mittelpunkt seiner Social-Media-Aktivitäten. Das niederländische Medium GeenStijl berichtete, dass Bryson kürzlich zum Islam konvertiert war.

Berichten zufolge zeigten kursierende Aufnahmen zudem, wie er während einer kürzlichen Reise nach Marokko einen Koran entgegennahm. Bryson war im Rahmen eines Ausdauerprojekts von Südspanien aus in Richtung Marokko gereist.

GeenStijl berichtete zudem, Bryson habe die Ansicht geäußert, dass Ceuta, die spanische Exklave in Nordafrika, zu Marokko gehöre. Ceuta war vor kurzem von zehntausenden nordafrikanischen jungen Männern gestürmt worden.

 

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