Pandemie ohne Kranke? So wurde der WHO-Apparat seit Corona ausgebaut

(C) Report24/KI

Für die internationale Meldung eines Influenza-A-Virus mit Pandemiepotenzial verlangt die WHO keinen Nachweis, dass der Betroffene tatsächlich erkrankt ist. Als Laborbestätigung genügt unter anderem ein RT-PCR-Test, obwohl dieser lediglich virale RNA nachweist und weder eine Erkrankung noch die Ansteckungsfähigkeit des Getesteten bestätigt. Seit Corona wurde rund um diese längst bestehende Meldepflicht ein weitreichender Pandemieapparat aus Überwachung, Risikomodellen, digitalen Kontrollsystemen und neuen Krisenbefugnissen geschaffen.

„Evidence of illness is not required for this report.“ – „Ein Nachweis einer Erkrankung ist für diese Meldung nicht erforderlich.“ Deutlicher kann die Weltgesundheitsorganisation kaum formulieren, was sie für einen meldepflichtigen Influenza-Fall mit „Pandemiepotenzial“ voraussetzt. Staaten müssen jeden laborbestätigten Fall einer kürzlich erfolgten menschlichen Infektion mit einem entsprechenden Influenza-A-Virus unverzüglich an die WHO melden. Als Bestätigung akzeptiert die globalistische Organisation unter anderem PCR, Virusisolierung und bestimmte serologische Tests. Ob der positiv Getestete tatsächlich krank ist, spielt dabei ausdrücklich keine Rolle.

Im jüngsten WHO-Bericht finden sich für den Zeitraum vom 8. Juli bis 7. August 2026 ein H5N1-Nachweis und acht H9N2-Nachweise bei Menschen. Diese Vogelgrippe-Viren gelten laut der Weltgesundheitsorganisation als mögliche Auslöser einer neuen „Pandemie“. Doch diese Laborbestätigungen sagen rein gar nichts darüber aus, ob sich diese Viren überhaupt vermehren oder gar weiterverbreiten können. Sie sagen nur: „Hey, wir haben passende RNA-Fragmente gefunden.“ Das wars.

PCR-positiv ist noch lange nicht krank

Während Corona wurden positive RT-PCR-Tests massenhaft zu „Fällen“ erklärt und anschließend in Inzidenzen, Statistiken und Modellrechnungen eingespeist. Dabei weisen solche RT-PCR-Tests zunächst lediglich virale Nukleinsäuren nach. Sie stellen weder fest, ob jemand erkrankt ist, noch beweisen sie automatisch, dass der Betroffene andere Menschen anstecken kann. Selbst die US-Gesundheitsbehörde CDC schreibt heute für Influenza ausdrücklich, dass der molekulare Nachweis viraler RNA nicht zwangsläufig bedeutet, dass infektiöses Virus vorhanden ist oder noch eine laufende Virusvermehrung stattfindet. Auch falsch-positive Ergebnisse sind möglich.

Schon 2021 räumte selbst die WHO ein, dass insbesondere schwach positive PCR-Befunde sorgfältig interpretiert werden müssen. Passe ein Ergebnis nicht zum klinischen Bild, solle erneut beprobt und getestet werden. Bei sinkender Verbreitung einer Krankheit steige zudem das Risiko falsch-positiver Resultate. Die WHO empfahl deshalb, PCR-Befunde zusammen mit Symptomen, Krankengeschichte, Zeitpunkt der Probenentnahme, Kontaktstatus und epidemiologischen Informationen zu bewerten. Von dieser Differenzierung war bei der täglichen Präsentation der Corona-„Fallzahlen“ bekanntlich wenig zu sehen.

Auch die Frage der Ansteckungsfähigkeit war früh Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Eine 2021 im Journal of Infection veröffentlichte Auswertung von mehr als 160.000 PCR-Tests mit dem Titel „The performance of the SARS-CoV-2 RT-PCR test as a tool for detecting SARS-CoV-2 infection in the Population“ kam zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der positiv Getesteten wahrscheinlich nicht infektiös war. Andere Arbeiten zeigten ebenfalls, dass mit steigenden Ct-Werten die Wahrscheinlichkeit sinkt, noch vermehrungsfähiges Virus nachweisen zu können. Ein positiver PCR-Test kann also technisch korrekt sein, ohne dass der Getestete akut erkrankt oder ansteckend ist.

Die Meldepflicht selbst ist nicht neu. Neu ist der Apparat, der seit Corona darum herum aufgebaut wurde. 2021 nahm in der Schweiz der WHO‑BioHub seinen Betrieb auf, wo Krankheitserreger gesammelt, sequenziert und für weitere Untersuchungen verteilt werden. Im selben Jahr eröffnete die WHO mit deutscher Finanzierung ihren „Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence“ in Berlin. 2022 folgte die globale WHO-Strategie zur genomischen Überwachung von Krankheitserregern mit Pandemie- und Epidemiepotenzial. Bis 2032 sollen alle 194 Mitgliedstaaten zeitnah Zugriff auf Genomsequenzierung erhalten.

Im April 2023 startete die WHO mit PRET ein weiteres Programm zur Vorbereitung auf neue Gesundheitsgefahren. Der erste Schwerpunkt liegt auf Atemwegserregern wie Influenza und Coronaviren. Bei der Vorstellung verwies die globalistische Organisation ausdrücklich auf die mögliche Bedrohung durch Vogelgrippe und forderte die Staaten auf, entsprechende Pandemiepläne zu überprüfen, zu testen und zu aktualisieren. Für eine neue „Influenza-Pandemie“ liegen die Überwachungsstrukturen und Krisenpläne also längst in der Schublade.

Der Grüne Pass verschwand nicht – seine Technik ging an die WHO

Auch der während Corona eingeführte Grüne Pass wurde nach dem Ende der Maßnahmen nicht einfach entsorgt. Der darin hinterlegte Impf-, Test- oder Genesenenstatus entschied, abhängig von den jeweiligen Vorschriften, darüber, ob Menschen reisen, arbeiten, Restaurants betreten oder Veranstaltungen besuchen durften. Ohne den verlangten QR-Code blieb vielerorts die Tür zu. Report24 warnte deshalb schon damals davor, dass aus einem angeblich vorübergehenden Corona-Instrument eine dauerhafte Kontrollstruktur werden könnte.

Im Juni 2023 übernahm die WHO die technische Architektur des digitalen EU-Covid-Zertifikats und machte sie zur Grundlage ihres „Global Digital Health Certification Network„. WHO-Chef Tedros erklärte damals, man beginne mit dem bestehenden Covid-Zertifikat und wolle das System später um weitere Anwendungen ergänzen – darunter einen digitalisierten internationalen Impfpass, reguläre Impfnachweise und internationale Patientenzusammenfassungen. Jenes System, das während Corona zur Kontrolle von Impf-, Test- und Genesenenstatus diente, wurde damit nicht abgewickelt, sondern auf die globale Ebene übertragen.

Eine zentrale WHO-Datenbank mit den Gesundheitsakten der Weltbevölkerung braucht es dafür nicht einmal. Die Staaten stellen ihre Dokumente selbst aus, die WHO stellt die Infrastruktur bereit, mit der deren Echtheit grenzüberschreitend überprüft werden kann. Impfbescheinigungen und andere Gesundheitsnachweise lassen sich damit weltweit kontrollieren. Damit können Regierungen Reisen, Grenzübertritte oder andere Bereiche künftig wieder an einen bestimmten Gesundheitsstatus knüpfen. Während Corona wurde bereits vorgeführt, wie schnell so etwas geschehen kann.

Parallel dazu wurden die Internationalen Gesundheitsvorschriften umfassend geändert. Die 2024 beschlossenen Veränderungen traten für die meisten Vertragsstaaten am 19. September 2025 in Kraft. Neu ist die „Pandemic Emergency„, die höchste globale WHO‑Alarmstufe. Auffällig sind vor allem die Kriterien: Eine übertragbare Krankheit muss sich nicht bereits weit über mehrere Staaten ausgebreitet, Gesundheitssysteme überlastet oder schwere gesellschaftliche und wirtschaftliche Störungen verursacht haben. Bei diesen Punkten reicht ausdrücklich auch ein „hohes Risiko“, dass genau dies eintreten könnte, völlig aus.

Die WHO muss damit nicht mehr abwarten, bis sich die Folgen tatsächlich zeigen. Bei mehreren Kriterien genügt bereits die Prognose eines hohen Risikos. Am Anfang kann ein laborbestätigter Influenza-A-Fall stehen, bei dem keine Erkrankung nachgewiesen werden muss. Danach folgen Erregeranalyse, Genomüberwachung, epidemiologische Auswertung und Risikomodelle. Am Ende kann die neue Alarmstufe „Pandemic Emergency“ stehen, deren Voraussetzungen zum Teil bereits durch erwartete Entwicklungen erfüllt werden können.

Mit den neuen IHR kamen außerdem nationale Umsetzungsstrukturen, zusätzliche Labor- und Überwachungskapazitäten sowie neue Finanzierungs- und Koordinierungsmechanismen hinzu. Selbst der Umgang mit „misinformation and disinformation“ findet sich inzwischen unter den vorgesehenen Kapazitäten für die Risikokommunikation. Einzig die Schweiz legte dagegen einen Vorbehalt ein und verwies auf fehlende gesetzliche Grundlagen sowie auf Meinungs-, Medien- und Wissenschaftsfreiheit.

Corona hat gezeigt, wie schnell aus positiven Labortests „Fälle“, aus Fallzahlen Modellrechnungen und daraus massive politische Eingriffe werden können. Seitdem wurde der dafür vorgesehene Apparat nicht zurückgebaut, sondern kräftig erweitert: mehr Labor- und Genomüberwachung, mehr Daten und Risikomodelle, vorbereitete Influenza-Pandemiepläne, das globalisierte Nachfolgesystem des Grünen Passes, eine neue WHO-Alarmstufe und zusätzliche Kriseninstrumente der EU. Ganz am Anfang dieser Kette kann bei einem Influenza-A-Virus mit Pandemiepotenzial weiterhin ein Mensch stehen, bei dem nicht einmal eine Erkrankung nachgewiesen werden muss. Die WHO schreibt es selbst: „Evidence of illness is not required for this report.“

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: