Startup baut Roboter mit Zentaurenkörper und Dämonenkopf als Retter für Krisengebiete

Symbolbild: KI

Zwei Meter groß, humanoider Ober- und vierbeiniger Unterkörper, und zur Krönung ein satanisch anmutender Ziegenkopf: Das ist der Roboter „Threehalves“, der vom kalifornischen Startup Satyress entwickelt wird. Der gruselige Zentaur soll in Zukunft als Rettungsroboter eingesetzt werden können. User in den sozialen Netzen zeigen sich nicht überzeugt.

„Wenn der mich retten kommt, renne ich freiwillig in die Flammen“, kommentiert ein X-User die Bilder von „Threehalves“, dem Rettungsroboter des Unternehmens Satyress. Die 2025 erstmals veröffentlichten Bilder des Roboters gehen aktuell in den sozialen Netzen viral.

„Threehalves“ soll in Katastrophengebieten eingesetzt werden können – etwa bei Waldbränden, Schlammlawinen, auf Giftmülldeponien, in kontaminierten Arealen oder auch in eingestürzten Gebäuden. Hände hat der Roboter mit Zentauren-Chassis nicht, sondern Schnittstellen, an die sich Werkzeuge wie Kettensägen anschließen lassen.

Der menschenähnliche Oberkörper und die Arme ermöglichen eine natürliche Fernsteuerung sowie die Nutzung von für Menschen konzipierten Werkzeugen und Umgebungen. Der vierbeinige Körper mit reibungsgebremsten Gelenken bietet eine stabile Plattform ohne latenten Energieverbrauch im Stillstand und gewährleistet sowohl im Normalbetrieb als auch bei Verlust der Motorsteuerung eine höhere Stabilität und mehr Ausfallsicherheit als ein zweibeiniges System.

Aus der Beschreibung des Roboters von der Website

Wer von einem Waldbrand eingeschlossen wird, könnte in ein paar Jahren, wenn der Roboter tatsächlich zum Einsatz kommen sollte, also von einem dämonischen Ungetüm mit Kettensäge statt Händen „gerettet“ werden. Sollte man eine Maschine, die auf Menschen in schlimmsten Stresssituationen trifft, wirklich derart teuflisch gestalten?

Auf X betont das Unternehmen, die Optik samt Hörnern hätte schon ihren Grund, immerhin hätte man darin Kameras installiert. Warum der vermeintliche Retter regelrecht satanisch anmutet, bleibt trotzdem das Geheimnis von „Satyress“. Der Name des Unternehmens steht für die weibliche Form des Satyr, zumeist gezeigt als nackte Frau mit dem Unterkörper einer Ziege. (Die männliche Form, der Satyr, wurde derweil meist mit Pferdeschweif und Pferdeohren und einer übertriebenen Dauer-Erektion dargestellt.)

Wann Threehalves auf den Markt kommen soll, ist noch völlig unklar, aber schon jetzt gruselt man sich in den sozialen Netzen über die bloße Vorstellung, von diesem Monstrum „gerettet“ zu werden. Beim Unternehmen selbst sieht man da aber offenbar kein Problem, denn auf der Website zeigt man Threehalves neben einem Schild mit der Aufschrift „Dieser Roboter ist gefährlicher als er aussieht“.

Screenshot: satyress.com

Immerhin betont man, dass Threehalves durch Schüsse gestoppt werden kann: „Gemeinsame Druckbehälter in der Brustplatte und im Rumpf können durch Projektile oder scharfe Instrumente durchbohrt werden, um den Roboter sofort an Ort und Stelle zum Stillstand zu bringen.“ Wenigstens muss also nicht erst ein Exorzist hinzugezogen werden. Ob man bei dem Design wirklich an Menschen in Not gedacht hat, bleibt aber fraglich.

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