Frankreich kämpft gegen verheerende Waldbrände. Für Politik und Medien steht der angeblich dafür Schuldige längst fest: der Klimawandel. Über verwahrloste Wälder, wachsende Brennstoffmassen und Brüssels im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährliche Totholzpolitik wird dagegen lieber geschwiegen.
In Frankreich brennt es wieder einmal. Rund 42.000 Hektar wurden allein beim Großbrand in der Gironde verwüstet, etwa 220.000 Menschen mussten ihre Häuser, Campingplätze und Ferienorte verlassen. Bis zum 27. Juli waren in Frankreich Berichten zufolge bereits mehr als 116.000 Hektar verbrannt. Präsident Emmanuel Macron sprach von der schwersten Lage seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Bilder sind dramatisch, die Schäden enorm – und die mediale Klimawahnmaschine läuft auf Hochtouren. Beim Daily Sceptic hat man sich übrigens schon mal die Mühe gemacht, einen solchen Artikel beim „Telegraph“ mit anschaulichen Zahlen, Daten und Fakten zu zerpflücken.
Denn der Blick auf die Vergleichszahlen durchkreuzt das Märchen vom angeblich beispiellosen Feuerjahr. Bis zur Kalenderwoche 29 waren in Frankreich laut Global Wildfire Information System rund 66.453 Hektar verbrannt. Im Jahr 2019 waren es zum selben Zeitpunkt bereits 81.366 Hektar. Erst der gewaltige Brand in der Gironde und weitere Feuer ließen die französische Bilanz innerhalb weniger Tage auf neue Höhen springen. Frankreich erlebt also eine schwere Katastrophe, aber keine Entwicklung, die sich aus dem historischen Nichts heraus erklären ließe.

EU-weit fällt die angebliche klimatisch bedingte Feuerapokalypse noch deutlicher in sich zusammen. Bis KW 29 wurden rund 330.366 verbrannte Hektar registriert. In den Jahren 2012, 2015, 2017, 2019 und 2022 lag der Wert zum selben Zeitpunkt höher. 2026 rangierte damit lediglich auf Platz sechs der seit 2012 reichenden Vergleichsreihe. Gegenüber 2012 war die verbrannte Fläche sogar um rund 58 Prozent geringer. Von einer historisch einmaligen Katastrophe in der Europäischen Union kann keine Rede sein.
Die Wälder werden zum Pulverfass
Hitze, Trockenheit und Wind begünstigen Waldbrände, keine Frage. Doch kein Thermometer setzt einen Wald in Brand und kein Klimamodell räumt trockenes Unterholz weg. Damit sich ein Feuer über Zehntausende Hektar ausbreiten kann, braucht es vor allem eines: gewaltige Mengen an Brennstoff. Vertrocknetes Gras, dichtes Gestrüpp, abgestorbene Äste und zusammenhängende Waldflächen ohne wirksame Schneisen verwandeln jeden Funken in eine großflächige Feuerwalze.
Selbst die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission räumt inzwischen ein, dass Landflucht und zurückgefahrene Waldbewirtschaftung zu einer massiven Ansammlung von Brennmaterial geführt haben. Aufgegebene Äcker wachsen zu, Weideflächen verschwinden, Wälder werden kaum noch genutzt und die Vegetation bildet immer größere, zusammenhängende Brennstoffgürtel. Jahrzehntelang wurde jedes kleine Feuer unterdrückt, während gleichzeitig immer mehr brennbare Biomasse liegen blieb. Nun wundert man sich über die gigantischen Feuerstürme.

Früher wurden Äste und Holz eingesammelt, Büsche zurückgeschnitten, Tiere auf Wald- und Weideflächen gehalten und gefährdete Bestände regelmäßig ausgelichtet. Die Menschen nutzten den Wald – und hielten ihn damit in Schuss. Heute gilt dieselbe Arbeit schnell als störender Eingriff in ein angeblich unberührbares Ökosystem. Was früher im Ofen landete, verrottet nun im Wald oder trocknet dort zum Zunder für eben diese großen Wildfeuer.
Wie wichtig diese Pflege ist, weiß die französische Regierung selbst. In mittlerweile 52 Départements gelten gesetzliche Vorschriften zur Entfernung brennbarer Vegetation. Nach Angaben des Umweltministeriums waren 90 Prozent der bei Waldbränden zerstörten Häuser nicht oder nur unzureichend freigeschnitten. Die staatliche Forstverwaltung erklärt dazu unmissverständlich: Je weniger Brennstoff vorhanden ist, desto schwächer wird ein Feuer. Rund um Häuser soll deshalb gerodet und geschnitten werden – doch in den umliegenden Wäldern darf sich das Brandmaterial weiter ungehindert auftürmen. Diese Politik löscht keine Feuer. Sie füttert sie.
Brüssel schreibt mehr Totholz vor
Mit der EU-Naturwiederherstellungsverordnung wird dieser Irrsinn sogar gesetzlich verankert. Artikel 12 verlangt von den Mitgliedstaaten einen steigenden Trend bei mindestens sechs von sieben sogenannten Waldindikatoren. Zwei davon sind stehendes und liegendes Totholz. Da es nur fünf andere Indikatoren gibt, muss zwangsläufig mindestens eine der beiden Totholzkategorien zunehmen. Wäre man zynisch, könnte man glauben, dass solche gewaltigen Brandfeuer sogar irgendwie politisch gewollt sind. Immerhin lebt die alltägliche Klimapropaganda von solchen dramatischen Bildern auf den Bildschirmen der Wähler.
European burn area and number of fires since 2002. 👇
— Dr. Matthew M. Wielicki (@MatthewWielicki) July 28, 2026
Source: https://t.co/98cf9Avte5 pic.twitter.com/ygFFcNMY9T
Mehr abgestorbenes Holz wird also zum politisch messbaren Erfolg erklärt. Die Mitgliedstaaten sollen steigende Totholzmengen melden, während Feuerwehren und Katastrophenschützer vor wachsenden Brandgefahren warnen. Dass die Verordnung gleichzeitig verlangt, regionale Waldbrandrisiken zu berücksichtigen, macht den Widerspruch nur noch absurder. Brüssel schreibt zuerst mehr Brennmaterial vor und weist anschließend darauf hin, dass es möglichst nicht brennen soll. Sogar der Bericht „State of Europe’s Forests 2025“ räumt ein, dass übermäßige Totholzmengen in bestimmten Regionen das Waldbrand- und Schädlingsrisiko erhöhen. In der EU-27 lagen bereits 2020 durchschnittlich 13,4 Kubikmeter Totholz pro Hektar in den Wäldern. Seit zwei Jahrzehnten steigen diese Mengen. Trotzdem verlangt Brüssel weitere Zuwächse – auch in einer Zeit, in der immer heißere und trockenere Sommer vorhergesagt werden. Mehr Widerspruch geht kaum.
Niemand bestreitet, dass es in Frankreich im Sommer heiß und trocken ist. Doch das sich seit Urzeiten wandelnde Klima ist nicht für solche großflächigen Waldbrände verantwortlich. Wetterbedingungen lassen sich nämlich auch nicht kurzfristig ändern. Brennstoffmengen, Unterholz, Feuerschneisen und Waldstrukturen hingegen sehr wohl. Statt die Wälder zu pflegen, erklärt man deren Verwilderung zum Naturschutz und schickt anschließend Tausende Feuerwehrleute in den Kampf gegen die Folgen. Die Feuer von Frankreich sind deshalb nicht nur eine Naturkatastrophe. Sie sind auch das Ergebnis einer Politik, die eine aktive Waldpflege verhindert, Totholz zum Erfolgsindikator erhebt und jede Kritik mit der üblichen Klimakeule erschlägt.






