Deutsche Sprache, schwere Sprache: CDU blamiert sich mit „Schuhl“-Posting

Screenshot via X, Symbolbild: KI

Manche Fehler sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Eigentlich wollte die Brandenburger CDU-Landtagsfraktion den Schülern einen schönen Start in die Sommerferien wünschen – stattdessen lieferte sie Anschauungsmaterial für den Deutschunterricht: In dem Feriengruß schrieb sie „Schuhljahr“ statt „Schuljahr“. Wie peinlich ist das denn?

Unter einem Foto fröhlich ins Wasser springender Jugendlicher postete die Fraktion zum Ferienbeginn am Donnerstagmorgen auf Instagram und Facebook: „Endlich Sommerferien! Erholt euch gut für das nächste Schuhljahr!“

In das Wort „Schuljahr“ hatte sich ein falsches „h“ eingeschlichen. Der Rechtschreibfehler blieb stundenlang unbemerkt online, wurde sogar vom Account des Fraktionsvorsitzenden und frischgebackenen Bildungsministers Steeven Bretz geteilt. „Das haben Mitarbeiter auf seinem Account gemacht. Bretz selbst hat nicht darauf geschaut“, erklärte sein Sprecher.

Offenbar hat niemand aus dem hochmotivierten Team – weder im Social-Media-Bereich noch in der Freigabeschleife – das kleine Extra-„h“ bemerkt. Der Post stand den ganzen Tag im Internet, erst am späten Abend wurde er still und leise entsorgt. Am Freitag folgte eine korrigierte Version mit korrekter Schreibweise.

Fraktionssprecher Philipp Sünboldt übernahm schließlich die Verantwortung: „Unser Social-Media-Team hat die Kachel erstellt. Ich habe den Post am Montag freigegeben und ehrlicherweise nicht im Detail draufgeschaut. Der Fehler ist mir durchgerutscht.“ Er verspricht: „Wir werden künftig genau auf die Rechtschreibung achten.“

Besonders unangenehm wird der Patzer dadurch, dass die CDU seit März 2026 das Bildungsressort in Brandenburg führt – nach 30 Jahren SPD-Verantwortung. Die Partei hatte angekündigt, viel verändern und die Bildung im Land voranbringen zu wollen. Nun besteht der erste große öffentliche Auftritt in Bezug auf die Schulpolitik aus einem Tippfehler.

Gerade in einem Bundesland, dessen Schüler bei bundesweiten Vergleichstests in Deutsch ohnehin nicht gerade glänzen, wirkt der Fehler besonders unglücklich. Im Netz ist die Häme groß: Wer den Schaden hat, braucht eben für den Spott nicht zu sorgen.

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