Ein Brand an der viel befahrenen Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf hat am Freitag, 10. Juli 2026, den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv beeinträchtigt. Ermittler gehen von einem gezielten Sabotageakt aus. Eine linksextreme Gruppe hat sich inzwischen zu der Tat bekannt.
Laut Staatsanwaltschaft und Polizei Köln brach am Freitagmorgen in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn in der Nähe von Leverkusen ein Feuer aus, bei dem mehrere Signalkabel an der Strecke zwischen Düsseldorf und Köln beschädigt wurden. Zudem kam es auch zu einem Böschungsbrand, der von der Feuerwehr gelöscht wurde. Die Strecke musste komplett gesperrt werden. Reisende im Regional- und Fernverkehr mussten Umleitungen, erhebliche Verspätungen oder Zugausfälle in Kauf nehmen. Erst am Samstagabend (11. Juli) konnte die Strecke nach intensiven Reparaturarbeiten wieder freigegeben werden.
Bereits am Freitag hatte der Staatsschutz der Kölner Polizei die Ermittlungen übernommen, da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden konnte.
Kurz nach dem Vorfall veröffentlichte die Gruppe „Kommando Angry Birds“ auf der linken Plattform Indymedia.org ein Bekennerschreiben. Darin übernimmt sie die Verantwortung für die „Sabotage der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen“.
Die Linksextremisten gaben an, Brandsätze – bestehend aus Grillanzünder und Zeitzündern – in zwei Kabelschächten platziert zu haben. Von den Sicherheitsbehörden wird das Bekennerschreiben als authentisch eingestuft.
In dem Schreiben spricht die Gruppe von einem „Massensterben“ durch „technologische Eskalation“, das aufgehalten werden müsse. Die „Beseitigung der industriellen Technologie“ sei geboten. „Es ist unmöglich, die industriellen Produktionsketten wieder aufzubauen, wenn sie einmal vollständig zerstört wurden“, heißt es weiter. „Den Pflanzen und Tieren sowie vielen Menschen wird es dadurch sofort besser gehen. Für die Menschen in den Ballungszentren wird die Umstellung zu Beginn hart, unbequem und gefährlich, aber wir werden es schaffen. Mit der Zeit werden wir die Vorteile zu schätzen wissen.“
Die Selbstbeschreibung der linksradikalen Gruppe lautet: „Wir sind Industriegegner. Wir sind die Anti-Tech-Bewegung. Wir sind biozentrisch. Wir sind dunkelgrün. Wir sind die neuen Maschinenstürmer.“
Das Schreiben schließt mit der Ankündigung, man werde verhindern, dass der Planet geschreddert wird – dazu werde man nicht um Erlaubnis bitten.
Das „Kommando Angry Birds“ ist dem Verfassungsschutz bekannt. Der aktuelle Verfassungsschutzbericht stuft das „Kommando Angry Birds“ und die „Vulkangruppen“ (verantwortlich für den Berliner Stromausfall im Januar) ausdrücklich als Linksterroristen ein. Die Gruppe hat sich bereits mehrfach zu Anschlägen auf kritische Infrastruktur bekannt, darunter ein Brandanschlag auf die Bahnstrecke Düsseldorf–Duisburg im Juli 2025.
Linksextremisten wollen „Politik durch Gewalt ersetzen“
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) verurteilte die Tat scharf: Es handele sich nicht um Protest, sondern um „gezielte Sabotage“, die den Alltag vieler Menschen beträfe. Die Täter würden „Kollateralschäden billigend in Kauf nehmen“.
„Diese Chaoten berufen sich darauf, eine Welt herzustellen, in der es Pflanzen, Tieren und Menschen besser gehe. Und dann verüben sie einen Brandanschlag, ausgerechnet jetzt, wo überall Trockenheit herrscht“, so Reul. „Allein daran sieht man: Diese Menschen wollen keine bessere Welt. Diese Menschen wollen Chaos. Sie zielen darauf ab, Politik durch Gewalt zu ersetzen. Das akzeptieren wir nicht.“ Er betonte, dass die Ermittlungen nicht ganz einfach seien, weil es sich nicht um eine fest gefügte Gruppe handele.
Der Sabotageakt des „Kommando Angry Birds“ legt schonungslos offen, was viele nicht hören wollen: Linksextremisten führen einen handfesten Krieg gegen die kritische Infrastruktur dieses Landes. Während Politik und Medien beharrlich behaupten, die größte Gefahr komme von rechts, sabotieren linke Gruppen Bahnstrecken, Stromnetze und die Grundversorgung der Bevölkerung. Es wird Zeit, diese gefährliche Realitätsverweigerung zu beenden und die Bedrohung von links ernst zu nehmen.






