Ein einfacher Hinweis auf die Hausordnung hat am Sonntagnachmittag, 4. Mai 2026, in Berlin-Lichtenberg (Friedrichsfelde) zu einer erschreckenden Gewalttat geführt. Wegen eines Grillverbots im Hinterhof eines Mietshauses wurde ein 36-jähriger Familienvater von zwei rumänischen Nachbarn krankenhausreif geprügelt.
Steven K., Vater einer erst drei Monate alten Tochter, wies Mitmieter in der Lincolnstraße mehrfach darauf hin, dass im Hof laut Hausordnung nicht gegrillt werden darf. „Die Rauchschwaden ziehen direkt ins Fenster des Kinderzimmers. Das können wir dann nicht mehr öffnen“, begründete K. später gegenüber Medien.
Bereits am frühen Morgen hatten die Mieter, die bereits dafür bekannt waren, sich über das Grillverbot hinwegzusetzen, Vorbereitungen getroffen und Tische und Stühle in den Hof gestellt. Nachdem Steven K. einen der Mieter auf das Verbot angesprochen hatte, räumten sie zunächst wieder ab. Drei Stunden später folgte allerdings der nächste Versuch. Wieder sprach K. den Mieter an und dieser baute erneut ab. Am Nachmittag wiederholte sich der Vorgang. Der 36-Jährige verlor die Geduld und kündigte an, die Polizei zu rufen.
Das tat er dann auch. Doch noch vor dem Eintreffen der Beamten eskalierte die Situation. Der uneinsichtige Griller rief offenbar Verstärkung: Ein zweiter Mann, vermutlich ein Verwandter, kam hinzu und der Streit eskalierte.
Laut Polizeiangaben sprühte einer der beiden tatverdächtigen Männer dem Opfer unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht. Anschließend schlugen beide mit Fäusten auf ihn ein. Als Steven K. am Boden lag, soll er weiter getreten worden sein – vor allem gegen Kopf und Oberkörper. Andere Mieter griffen schließlich ein und vertrieben die Angreifer.
Der 36-Jährige erlitt erhebliche Verletzungen: eine gebrochene Nase, zahlreiche Platzwunden im Gesicht, Hämatome sowie eine ausgekugelte Schulter mit möglichen Sehnenverletzungen. Eine Operation wird nicht ausgeschlossen.
Weil er eine Roma-Familie aus Rumänien aufs Grillverbot hinweist, wird der Vater einer drei Monate alten Tochter brutal zusammengeschlagen. Mit solchen Menschen ist keine Zivilisation möglich. https://t.co/aBIWnRtMCj
— Björn Harms (@Spreeathen1) May 5, 2026
Die beiden Tatverdächtigen – nach Berichten Angehörige einer Familie aus Rumänien, die im Haus wohnen – flohen vom Tatort. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Täter sind namentlich bekannt, aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht festgenommen.
Dass Nichtigkeiten brutal eskalieren und zu schwersten Angriffen führen, ist im besten Deutschland längst kein Einzelfall mehr. Schon eine Bitte um Ruhe kann im Krankenhaus enden – wie etwa im Fall eines Busfahrers, der von einem angeblich erst 13 Jahre alten Intensivtäter aus dem Irak ins Koma geprügelt wurde (Report24 berichtete).
„Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein. Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.“ Diese Vorhersage stand 2015 im Eckpunktepapier für eine integrative Flüchtlingspolitik in Deutschland der damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz (SPD) – und hat sich längst bewahrheitet.
