Dänemark soll zahlen, damit er geht: Mohamed Abdi Khan will 3,5 Millionen Kronen für seinen dauerhaften Abschied. Fast eine halbe Million Euro für Haus, Geschäft und Neustart in Afrika. Besonders pikant: Der „Islam-Influencer“ soll bereits früher mit staatlicher Unterstützung aus Dänemark ausgereist und anschließend wieder zurückgekehrt sein.
Man könnte meinen, wer ein Land verlassen möchte, der packt seine Koffer, bucht einen Flug und dann ab nach Hause. Nicht so Mohamed Abdi Khan. Der muslimische „Influencer“ hat offenbar größere Pläne. Für seinen dauerhaften Wegzug aus Dänemark verlangt er nach eigenen Angaben satte 3,5 Millionen dänische Kronen. Umgerechnet sind das rund 470.000 Euro.
Khan will nach Dschibuti und hat offenbar schon ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie sein neues Leben aussehen soll. Rund drei Millionen Kronen soll ein Haus mit fünf Schlafzimmern kosten. Weitere 500.000 Kronen möchte er demnach in ein Familienunternehmen investieren.
Der Steuerzahler soll also nicht einfach die Ausreise finanzieren. Offenbar geht es gleich um einen finanziellen Rundum-Neustart: Immobilie, Geschäft und finanzielle Grundlage für das neue Leben in Dschibuti. Man muss sich diese Anspruchshaltung einmal vorstellen. Während sich arbeitende Familien ihr Eigenheim über Jahrzehnte vom Mund absparen, will ein Ausreisewilliger für seinen freiwilligen Neustart knapp eine halbe Million Euro kassieren.
Mitte August traf Khan in einem B.T.-Podcast auf Inger Støjberg, die Vorsitzende der Dänemarkdemokraten. Støjberg konfrontierte ihn dabei mit seiner Forderung und bot ihm kurzerhand einen Scheck über 33.952 Kronen an – genug, um die Flugtickets für Khan und seine Familie zu finanzieren. Doch damit gab sich der Islam-Influencer nicht zufrieden: Er lehnte das Angebot ab und hielt an seiner dreisten Forderung nach 3,5 Millionen Kronen fest. Der ungewöhnliche Schlagabtausch fand auch vor dem Hintergrund von Khans wiederholter öffentlicher Kritik an Dänemark und der Gesellschaft, in der er selbst lebt, statt.
Mohamed Abdi Khan kam 2015 als politischer Flüchtling aus Äthiopien nach Dänemark und erhielt dort Asyl. Später holte er seine Ehefrau im Rahmen des Familiennachzugs nach; das Paar hat sechs Kinder.
Der Fall ist inzwischen sogar im dänischen Parlament angekommen. Am 18. August 2026 wurde im Folketing eine parlamentarische Anfrage zu Mohamed Abdi Khan und seiner Familie eingereicht. Darin wird ausdrücklich auf die Berichterstattung über seine Forderung von 3,5 Millionen Kronen Bezug genommen.
Und dann gibt es noch einen besonders pikanten Hintergrund. Bereits 2022 soll Khan über ein staatliches Rückkehrprogramm nach Äthiopien ausgereist sein. Dann machte er jedoch von der im Programm vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch, nach Dänemark zurückzukehren. Rund fünf Monate später lebte er wieder im Land – auf Grundlage seines früheren Aufenthaltstitels.
Da fragt man sich: Was ist ein Rückkehrprogramm wert, wenn eine geförderte Ausreise anschließend problemlos wieder rückgängig gemacht werden kann? Noch grundsätzlicher stellt sich die Frage, welche Signale ein Staat aussendet.
Wer freiwillig ausreist, kann finanzielle Unterstützung erhalten. Das ist absurd genug: Der Steuerzahler blecht, in der Hoffnung, sich so höhere Folgekosten bei Verbleib des Migranten im Land zu ersparen. Ein Sozialstaat kann allerdings nicht zum Reisebüro, Immobilienfinanzierer und Unternehmensinvestor für jeden werden, der Europa wieder verlassen möchte. Genau so betrachten aber Migranten wie Islam-Verbreiter Khan den Staat und die, die ihn finanzieren.
