Schwere Vorwürfe gegen Facebook: Zensur und unseriöse „Faktenfinder“

Symbolbild: Freepik @natanaelginting

Einmal mehr sind vor Weihnachten die externen „Faktenchecker“ von Facebook in die Kritik geraten:  Diesmal werfen die ehemalige Chefredakteurin des „British Medical Journal (BMJ)“  und ihr Nachfolger dem Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem offenen Brief vor, der Konzern habe systematisch verhindert, dass ein Artikel der renommierten Fachzeitschrift auf Facebook geteilt werden konnte bzw. dass er mit Warnhinweisen versehen worden sei. Diese hätten auf einen „Faktencheck“ des Facebook-Auftragnehmers Lead Stories verwiesen.

Konkret ging es um einen Text vom 2. November 2021, in dem die Bemühungen der Whistleblowerin Brook Jackson geschildert wurden, auf massive Verstöße beim Zulassungsverfahren des Covid-19-Impfstoffs von Pfizer aufmerksam zu machen.

Unter anderem wirft das BMJ Facebook vor, der von Lead Stories durchgeführte “Faktencheck” sei „ungenau, inkompetent und unverantwortlich.“ Er enthalte keine Tatsachenbehauptungen, die im BMJ-Artikel falsch dargestellt worden seien. Obwohl man keine Fehler entdeckt habe, enthalte der „Faktencheck“ einen Screenshot des BMJ-Artikels mit dem Stempel “Flaws Reviewed” (Fehler überprüft). Überdies werde der Artikel auf der eigenen Website unter einer URL veröffentlicht, die den Ausdruck “Hoax-Alert” enthalte. 

Inkompetente Faktenchecker bewerten Fachartikel

Trotz all dieser Fehler weigere sich Lead Stories, irgendwelche Änderungen vorzunehmen. Somit gilt der BMJ-Artikel nach den Facebook-Richtlinien weiterhin ohne jeden Grund als dubios, und kann entsprechend schwer oder gar nicht verbreitet werden. Die Autoren weisen auch darauf hin, dass die zu Facebook gehörende Plattform Instagram die Überprüfung von Beiträgen des renommierten Gesundheitsnetzwerks Cochrane ebenfalls in die Hände von „Faktencheckern“ gelegt habe, denen jegliche Kompetenz zur Beurteilung der entsprechenden Themen fehle.

Einmal mehr steht die Glaubwürdigkeit von Facebook und seiner beauftragten „Wahrheitswächter“ in der Kritik – was ebenso Zweifel an der politischen Neutralität des zu einem Global-Governance- und Great-Reset-affinen Netzwerk verkommenen „Meta“-Konzerns, wie auch an der Seriosität des gesamten Zuckerberg-Geschäftsmodells befeuert.

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