Rekordabgaben abgepresst und verschleudert: Jetzt werden Autofahrer noch mehr geschröpft!

(C) Report24/KI

Österreichs Staat kassierte 2025 rund 227 Milliarden Euro an Steuern und Sozialbeiträgen. Trotzdem bleiben gewaltige Budgetlöcher, während die Ömpel-Koalition bereits die nächsten Belastungen für Autofahrer beschlossen hat. Ab 2027 werden viele Neuwagen teurer, Elektro-Dienstwagen verlieren Steuervorteile und selbst bei Verkehrsstrafen wird kräftig aufgeschlagen. Die Kritik an der Finanzpolitik von ÖVP, SPÖ und NEOS wächst.

Die schwarz-rot-pinke Bundesregierung spricht von Entlastungen, während sie den Autofahrern die nächsten Rechnungen präsentiert. Beim Neuwagenkauf wird die Steuer erhöht, die den Unternehmen zuerst mit Steuergeld-Subventionen schmackhaft gemacht wordenen elektrische Firmenwagen verlieren Vergünstigungen und auch die Autobahnvignette kostet künftig mehr. Dabei nimmt der österreichische Staat bereits Rekordsummen ein. An den Budgetproblemen ändert das allerdings wenig.

Milliarden kassieren, trotzdem tief in den roten Zahlen

Laut Statistik Austria flossen 2025 insgesamt 227,4 Milliarden Euro aus Steuern und Sozialbeiträgen in die öffentlichen Kassen. Ein nominaler Rekord und ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Abgabenquote erreichte 43,9 Prozent der Wirtschaftsleistung. Österreichs Bürger und Unternehmen tragen damit eine erhebliche Steuer- und Beitragslast. Doch die gesamtstaatlichen Ausgaben lagen mit 282,7 Milliarden Euro noch einmal deutlich über den Gesamteinnahmen von 261,3 Milliarden Euro. Das Defizit betrug 21,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben stiegen gegenüber 2024 um weitere 9,5 Milliarden Euro.

Für 2026 erwartet das Finanzministerium weitere 22 Milliarden Euro Minus. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) verweist zwar auf eine verbesserte Defizitprognose und den eingeschlagenen Konsolidierungskurs. Die hohen Fehlbeträge bleiben jedoch bestehen. Der Rechnungshof fordert angesichts der hohen Ausgabendynamik tiefgreifende Strukturreformen und vermisst entsprechende Schritte unter anderem im Gesundheitswesen. Deutliche Kritik kommt auch von FPÖ-Budgetsprecher Arnold Schiefer. Trotz steigender Einnahmen sei keine ausreichende Trendwende erkennbar. Die Behauptung, man liege im Plan, bezeichnet er als „Beruhigungspille“, mit der notwendige Reformen und Einsparungen auf die Zeit nach 2029 verschoben würden.

Teurere Neuwagen – Stromer-Vergünstigungen fallen weg

Ab Januar 2027 steigt bei zahlreichen Benzinern und Dieselfahrzeugen die Normverbrauchsabgabe (NoVA). Der maßgebliche CO2-Abzugsbetrag sinkt von 91 auf 88 Gramm je Kilometer. Bei einem Neuwagen für netto 30.000 Euro und 136 Gramm CO2-Ausstoß werden dadurch 300 Euro zusätzlich fällig. Bei 40.000 Euro Nettopreis und 163 Gramm CO2 sind es sogar 400 Euro mehr. Auch für 2028 und 2029 sind weitere Verschärfungen festgelegt. Für viele Verbrenner wird die Steuerlast damit Schritt für Schritt erhöht. Bestimmte noch 2026 abgeschlossene Kaufverträge sind von der neuen Berechnung ausgenommen, sofern die gesetzlichen Lieferfristen eingehalten werden.

Jahrelang wurde der Umstieg auf Elektroautos steuerlich gefördert. Nun werden die bisherigen Vergünstigungen zurückgeschraubt. Ab 2027 entfällt die vollständige Sachbezugsbefreiung für privat genutzte Elektro-Dienstwagen. Bei einem Fahrzeug für 42.000 Euro werden zunächst monatlich 157,50 Euro, ab 2028 bereits 262,50 Euro als steuer- und beitragspflichtiger Sachbezug angesetzt. Das schmälert den Nettolohn der Arbeitnehmer und verursacht zusätzliche lohnabhängige Abgaben für die Arbeitgeber. Auch bereits angeschaffte oder geleaste Fahrzeuge sind betroffen. Unternehmen, die ihre Fuhrparks unter den bisherigen steuerlichen Bedingungen elektrifiziert haben, müssen deshalb neu kalkulieren.

Sogar die Preiserhöhung wird als Entlastung verkauft

Die Jahresvignette für die Autobahn verteuert sich von 106,80 auf 108,90 Euro. Die Bundesregierung präsentiert das als Kostenbremse, weil ursprünglich eine Erhöhung um 3,6 statt zwei Prozent vorgesehen war. Autofahrer können die digitale Vignette für 2027 allerdings noch bis Ende Dezember zum alten Preis erwerben.

Bei Verkehrsstrafen fällt der Aufschlag deutlich höher aus. Die ab Januar 2027 bundesweit vereinheitlichten Anonymverfügungen werden laut ÖAMTC im Durchschnitt um rund 50 Prozent teurer. Parken im Halteverbot kostet künftig 60 Euro, bestimmte geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitungen bereits 80 Euro. Der Autofahrerclub kritisiert die Erhöhungen als deutlich über der Inflation und warnt davor, mit Verkehrsstrafen das Budget sanieren zu wollen.

Beim Sprit ist die nächste Belastung offen

Die derzeitige Spritpreisbremse wurde lediglich bis Ende November verlängert. Sie bringt nach Regierungsangaben rechnerisch rund zwölf Cent Entlastung je Liter. Ob sie im Dezember und 2027 weiterläuft, ist noch offen. Gleichzeitig warnte eine von Report24 bereits aufgegriffene Economica-Studie vor erheblichen langfristigen Mehrkosten durch geplante österreichische Klimavorgaben. Vertreter der Transportwirtschaft halten in entsprechenden Szenarien bis 2035 zusätzliche Spritkosten von insgesamt bis zu 1,30 Euro je Liter für möglich.

Die Rechnung für die Steuererhöhungen beim Neuwagenkauf steht damit bereits bis 2029 fest. Auch die Besteuerung elektrischer Dienstwagen wird 2028 weiter verschärft. Bei der Spritpreisentlastung plant Wien dagegen bislang nur von Monat zu Monat. Ausgerechnet bei den zusätzlichen Belastungen herrscht hingegen eine langfristige Planungssicherheit.

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: