Wieder einmal überschlagen sich die Systemmedien mit apokalyptischen Hiobsbotschaften: „Die Meere sind so warm wie noch nie!“, heißt es unisono. Als vermeintlich unanfechtbare Quelle dient das EU-Programm Copernicus. Aus einer eng definierten Kennzahl an der Wasseroberfläche und winzigen Abweichungen wird der nächste globale Ausnahmezustand konstruiert.
Glaubt man den Horror-Schlagzeilen der Systemmedien, kochen die Weltmeere und bald schon gibt’s Fischsuppe für alle. Doch dieser mediale Alarmismus dient schlussendlich nur der Verbreitung der Klimawahn-Narrative. Hierbei handelt es sich nämlich nur um ein passendes Framing, welches die Menschen auf Kurs halten soll. Immerhin gerät die Netto-Null-Ideologie zusehends unter Druck, weil immer mehr Leute anfangen, die Dogmen der Klimasekte zu hinterfragen. Dass von der selbsternannten „Wahrheitspresse“ damit eigentlich völlig unkritisch vielmehr Halbwahrheiten und Desinformation verbreitet werden, spricht Bände.
Denn die Ozeane dieser Welt selbst werden nicht wärmer. Vielmehr handelt es sich hierbei um die gemittelte Temperatur der Oberfläche (Sea Surface Temperature, SST) weiter Teile des Ozeans. Zwischen dieser sehr spezifischen Messgröße und der plakativen Behauptung, die Weltmeere würden als Ganzes kochen, liegt jedoch ein gewaltiger Unterschied, den der Leser offensichtlich gar nicht erst bemerken soll.
Der Witz vom Mega-Rekord: Es geht um 0,03 Grad!
Sehen wir uns die nackten Zahlen an, mit denen uns das Fürchten gelehrt werden soll: Copernicus meldete für den 21. Juni eine durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur von 20,86 Grad Celsius für die außertropischen Weltmeere (diese liegen im Bereich zwischen 60 Grad Süd und 60 Grad Nord). Damit lag der Wert hauchdünn über den Vergleichswerten der Jahre 2023 und 2024, die jeweils bei 20,83 Grad lagen. Wir sprechen also von 0,03 Grad Celsius an Temperaturdifferenz.
Global ocean temperatures hit a record high for June, according to the latest Copernicus Climate Change Service & @CMEMS_EU data.
— World Meteorological Organization (@WMO) July 2, 2026
Over the past three years, oceans outside the polar regions have been 0.35–0.73°C warmer than average. El Niño pushed June to a new record. pic.twitter.com/GikJ0IT9CN
Also: Diese drei Hundertstel Grad mehr an der Oberfläche, die vom Copernicus-Satellitennetzwerk gemessen wurden, reichen den Systemmedien aus, um daraus Horror-Schlagzeilen wie „Meere warm wie noch nie!“ zu basteln. Dabei wird den Lesern (bzw. Zuschauern) ein verzerrtes Bild vermittelt. Denn Ozeane sind keine flachen Gartenteiche, sondern gigantische, geschichtete Wärmespeicher. Die Oberfläche reagiert rasch auf völlig natürliche Einflussfaktoren wie Sonneneinstrahlung, Wind oder Strömungen. Doch mit den Temperaturen bereits in wenigen Metern oder gar in mehreren Kilometern Tiefe hat dies rein gar nichts zu tun. Ein isolierter Tageswert an der Oberfläche taugt einfach nicht als Diagnose für den Zustand des gesamten Weltmeeres.
Verschwiegen: Das natürliche Phänomen El Niño
Das Narrativ vom stets menschengemachten Weltuntergang hat allerdings einen natürlichen Feind: das Wetter- und Strömungsphänomen El Niño. Selbst Copernicus verwies in seinen eigenen Mitteilungen auf die Rolle des Pazifiks und einen sich anbahnenden El Niño. Bereits im April gab der Dienst offen zu, dass die hohen Temperaturen mit dem Übergang von neutralen Bedingungen in Richtung El Niño zusammenhingen. Auch der Rekord von 2024 fiel genau in die Endphase des starken El-Niño-Ereignisses von 2023/24.
Arctic temperature shows coldest May and June 2026, in spite of a heat wave in Europe.
— Graham K (@GrahamLKeegan) June 27, 2026
The hot few days in Europe was caused by a heat dome. Nothing to do with CO2. pic.twitter.com/IuyvMKMVtH
Doch El Niño ist ein realer, natürlicher Ozean-Atmosphäre-Zyklus, der mit einer Erwärmung des Oberflächenwassers des Pazifiks einhergeht. Dieser sorgt kurzfristig für wärmeres Wetter, längerfristig jedoch infolge einer stärkeren Rückstrahlung von Wärmeenergie ins All für eine Abkühlung (Report24 berichtete). Doch auch dies spielt für die Klimaapokalyptiker keine Rolle – denn dies passt nicht mit jenen Narrativen zusammen, die verbreitet werden sollen.
Historische Daten: Wenig Messungen, viel Modellierung
Problematisch ist auch der Umgang mit den historischen Daten. Einerseits hat Copernicus erst 2014 seinen operativen Betrieb aufgenommen. Man behilft sich mit dem Datensatz „ERA5“, der bis 1940 zurückreicht und eine Mischung aus Satellitendaten, Schiffs- und Bojenmessungen sowie statistisch-modellgestützten Reanalysen darstellt. Der ERSST-Datensatz der US-Behörde NOAA reicht zwar bis ins Jahr 1854 zurück, doch auf der anderen Seite des großen Teiches gibt man offen zu, dass die alten Daten auf einem extrem dünnen Messnetz und rudimentären Datensätzen beruhen, und das rekonstruierte (!) Signal entsprechend vorsichtig zu interpretieren sei.
Doch in Europa, wo die Klimasekte den Ton angibt, ist die mediale Instrumentalisierung und Dramatisierung wichtiger. Schwankungen von wenigen Hundertsteln Grad werden aufgebauscht, während wichtige Fakten entweder nur in Nebensätzen auftauchen oder gleich ganz weggelassen werden. Dies scheint jedoch gewollt zu sein. Dramatische Headlines bringen Klicks und helfen gleichzeitig auch noch dabei, die politisch gewollte Klimapanik zu schüren. Mit der Realität und der Wissenschaft selbst hat dies jedoch nicht viel zu tun.






