Wie versucht die vierte Macht im Staat, unsere Meinung zu beeinflussen? Welche Mechanismen stecken dahinter, und welche Rolle spielten Medien, Politik und öffentlicher Druck in den Corona-Jahren? Diese brisanten Fragen stehen heute, Donnerstag ab 19:30 Uhr, im Mittelpunkt der 4. Sitzung des Außerparlamentarischen Corona Untersuchungsausschusses (APCU 4) der MFG OÖ im Veranstaltungszentrum Trenks in Marchtrenk – der Eintritt ist frei.
Der heutige Termin ist die vierte öffentliche Sitzung des von der MFG Oberösterreich initiierten Außerparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschusses (APCU). Die Veranstaltungsreihe wurde im Juli 2025 ins Leben gerufen, nachdem nach Ansicht der Initiatoren die von den Parlamentsparteien angekündigte umfassende politische Aufarbeitung der Corona-Jahre ausgeblieben sei. Der APCU versteht sich ausdrücklich nicht als staatlicher Untersuchungsausschuss mit parlamentarischen Befugnissen, sondern als öffentliches Diskussions- und Aufarbeitungsforum mit Experten, Betroffenen und Zeitzeugen.
Im Mittelpunkt der heutigen vierten Sitzung steht die Rolle der Medien während der Corona-Pandemie. Unter dem Titel „Medien. Macht. Manipulation. – Wer lenkt unsere Meinung?“ soll untersucht werden, welchen Einfluss klassische Medien, soziale Netzwerke, politische Kommunikation und öffentlicher Druck auf die gesellschaftliche Debatte hatten. Nach Angaben der Veranstalter soll dabei insbesondere diskutiert werden, ob kritische Stimmen ausreichend Gehör fanden, wie mit abweichenden Positionen umgegangen wurde und welche Mechanismen zur Meinungsbildung oder Ausgrenzung beigetragen haben könnten.
Zu den Gästen zählt der Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, der sich seit Beginn der Corona-Pandemie wiederholt kritisch zu staatlichen Maßnahmen und zur öffentlichen Debattenkultur geäußert hat. Am Podium dabei ist Reinhard Jesionek, langjähriger ORF-Moderator und Romy-Preisträger, der aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Arbeitsweise klassischer Medien beleuchten soll. Komplettiert wird die Runde durch den Rechtsanwalt Alexander Todor-Kostic, der in mehreren Verfahren rund um Corona-Maßnahmen und Grundrechte tätig war und bis heute ist, sowie den unter dem Pseudonym „Schnipes“ bekannten Analysten Tom, der sich intensiv mit den veröffentlichten RKI-Protokollen und deren medialer Aufarbeitung beschäftigt hat.
Eine Besonderheit der vierten Sitzung ist nach Angaben der Veranstalter die stärkere Einbindung des Publikums. Anders als bei den bisherigen Veranstaltungen sollen Fragen nicht ausschließlich von den beteiligten Landtagsabgeordneten gestellt werden, sondern auch direkt aus dem Publikum kommen. Die MFG bewirbt das Format ausdrücklich als offene Diskussion, bei der Besucher eigene Erfahrungen und Fragestellungen einbringen können.
Die Corona-Jahre haben gezeigt, wie schnell Debatten verengt, kritische Stimmen ausgegrenzt und Angst medial verstärkt werden können. Zu viel Leid wurde verdrängt, Kritiker abgewertet und die Folgen bis heute kleingeredet. Gerade die Rolle der Medien braucht dringend eine ehrliche Aufarbeitung.
Das Motto der Gastgeber von der MFG Oberösterreich lautet deshalb klar: Nicht irgendwann. Jetzt.
Kommen Sie vorbei, diskutieren Sie mit und bringen Sie Ihre Fragen ein. Die Teilnahme ist frei.
APCU 4 – Medien. Macht. Manipulation.
Der Blick hinter die Schlagzeilen.
Veranstaltungszentrum Trenks, Marchtrenk – ab 19:30 Uhr
Mehr Infos: www.mfg-oe.at/apcu
Hochkarätige Gäste diskutieren offen und kritisch:
Roland Düringer – Kabarettist, Schauspieler und eine der unbequemsten Stimmen des Landes
Reinhard Jesionek – ehemaliger ORF-Moderator, Romy-Preisträger und profunder Kenner der Medienwelt
Alexander Todor-Kostic – Rechtsanwalt und engagierter Grundrechtsaktivist
Schnipes aka Tom – RKI-Files-Spezialist und scharfer Beobachter medialer Mechanismen
Bereits zum Start des APCU im vergangenen Jahr hatten die Initiatoren erklärt, dass sie weniger eine historische Rückschau als vielmehr eine demokratiepolitische Aufarbeitung mit Blick auf künftige Krisen anstreben. Ziel sei es nach ihren Angaben, Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen und Lehren für den Umgang mit vergleichbaren Ausnahmesituationen zu ziehen. Zu früheren Sitzungen waren unter anderem die ehemalige Grünen-Politikerin Madeleine Petrovic sowie der Arzt Christian Fiala als Sachverständige eingeladen worden.






