Britische Infobroschüre für Migranten: Niemanden vergewaltigen, schlagen oder treten

Bildcollage / Report24 / KI

Ob das wirklich helfen wird? Das britische Innenministerium (Home Office) hat nun eine neunseitige Broschüre mit dem Titel „Understanding behaviours and expectations in the UK“ veröffentlicht – das Dokument erklärt Migranten Verhaltensregeln und Gesetze.

Die neunseitige Broschüre informiert über Geschlechtergleichheit, häusliche Gewalt, sexuelle Einwilligung und über das Verhalten in der Öffentlichkeit. Die am Mittwoch präsentierte Broschüre ist Teil einer landesweiten Aufklärungskampagne und wird in mehreren Sprachen verteilt. So steht in diesem Heftchen: Frauen haben in Großbritannien das Recht, zu arbeiten, zu studieren und selbst zu entscheiden, wen sie heiraten. Ein Mann – ob Ehemann, Vater oder Bruder – darf einer Frau nicht verbieten, das Haus zu verlassen, oder vorschreiben, was sie anzieht.

Die BBC illustriert ihren Artikel mit diesen Bildausschnitten, die vom Home Office stammen, aber nicht direkt in der oben verlinkten Broschüre enthalten sind. Sie stammen aus der Sektion „Posters“.



Weiter heißt es im Heft des Innenministeriums, dass Vergewaltigung ein schweres Verbrechen ist: Sex ohne Einwilligung, auch in einer Ehe oder Beziehung, ist strafbar. Ebenso wird den Migranten erklärt: Die Schutzgrenze liegt bei 16 Jahren, Sex mit Personen unter diesem Alter ist stets illegal, selbst bei Zustimmung.

Darüber hinaus ermahnt die Broschüre zu einem korrekten Verhalten auf der Straße: Pfiffe, Kussgeräusche, sexuell gefärbte Bemerkungen (auch wenn sie als Kompliment gemeint sind), das Verfolgen von Frauen oder das Versperren des Weges sind verboten. Verstöße können zu einer Festnahme, dem Verlust von Unterkunft und Sozialhilfe sowie zu Nachteilen bei der Asylprüfung führen.

Parallel erschien auch noch eine Broschüre zur Kindersicherheit: Darin wird erläutert, dass Babys nie allein gelassen werden dürfen, Kinder nicht geschlagen oder geschüttelt werden dürfen, oder dass Vernachlässigung – fehlende Nahrung, unsaubere Kleidung oder kein sicherer Schlafplatz – strafbar ist. Auch die weibliche Genitalverstümmelung und Zwangsehen werden als schwere Straftaten genannt. Unter den nun verteilten Materialien sind auch Poster mit comicartigen Illustrationen. Sie sollen in Asyl-Unterkünften und Hotels verteilt werden.

Kritik: Abschieben statt belehren

Zia Yusuf, innenpolitischer Sprecher von Reform UK, nannte das Aufklärungs-Heftchen eines der verrücktesten Dinge, die er je gesehen habe: Die Regierung wisse also, dass diese illegal eingereisten Männer eine Gefahr für britische Frauen und Mädchen darstellen könnten, aber quartiere sie dennoch in mit Steuergeld finanzierten Hotelzimmern ein. Und Chris Philp (Konservative) sagte zur BBC, zu viele Migranten kämen aus Gesellschaften, deren Vorstellungen von Frauen mit westlichen Normen unvereinbar seien. Statt sie zu belehren, solle das Home Office sie abschieben.

Allein im Jahr 2025 erreichten nach amtlichen Angaben 41.472 Migranten über den Seeweg Großbritannien, darunter etwa 34.201 erwachsene Männer. Die größten Gruppen stammten aus Eritrea, Afghanistan, dem Sudan, dem Iran und Somalia. Anfang August 2026 stellte ein Schlauchboot einen Rekord auf: 230 Personen waren an Bord.

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: