Die Schule ist der Raum, in dem der Grundstein für die Zukunft unserer Gesellschaft gelegt wird. Hier entscheidet sich die Entwicklung unseres Nachwuchses – und somit auch, ob er in der Lage sein wird, in der Demokratie selbstständig, kritisch und verantwortungsvoll zu handeln. Doch kann unser Schulsystem diese bedeutende Aufgabe überhaupt noch erfüllen?
Ein Gastkommentar von Rudolf Alethia:
Welche Schule wir heute zulassen, entscheidet über das Österreich von morgen.
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Wer in Österreich lebt, muss unsere Sprache lernen, unsere Regeln achten und unsere Kultur respektieren.
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Österreich müsse endlich darüber sprechen, wie das Land in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren aussehen soll. „Wir haben eine reichhaltige und schützenswerte Kultur. Eine Gesellschaft braucht bei aller persönlicher Verschiedenheit eine gemeinsame Sprache, verbindliche Regeln und ein klares Wertegerüst. Wer dauerhaft bei uns leben will, muss bereit sein, Teil dieser Gesellschaft zu werden.Quelle: FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler, Presseaussendung vom 11.9.2026 11:08 Uhr
Die Aussage, »Welche Schule wir heute zulassen, entscheidet über das Österreich von morgen«, beschreibt einen Zusammenhang, der viel zu oft verdrängt wird: Schule ist nicht nur ein Ort, an dem Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen. Sie ist der Raum, in dem eine Gesellschaft ihre Zukunft vorbereitet. Hier entscheidet sich, ob junge Menschen sprachfähig, urteilsfähig und leistungsbereit werden, oder ob sie mit Wissenslücken, Überforderung und Frustration ins Leben entlassen werden. Sowie ob sie fähig und bereit sind, in einer Demokratie selbstständig, informiert, kritisch und verantwortungsvoll zu handeln.
Genau deshalb muss die Frage schonungslos gestellt werden, ob das derzeitige Schulsystem die Aufgaben, die ihm politisch und gesellschaftlich zugemutet werden, überhaupt noch erfüllen kann.
Es beginnt schon bei Sprachbarrieren
In der Diskussion über Bildung wird oft so getan, als seien Schulen Reparaturbetriebe, in denen gesellschaftliche Probleme einfach abgeladen, aufgefangen und gelöst werden können. Man erwartet von Lehrkräften, dass sie Wissenslücken schließen, Erziehungsarbeit leisten, Integration ermöglichen, soziale Konflikte entschärfen und gleichzeitig einen anspruchsvollen Unterricht für alle Schüler anbieten. Besonders markant wird dieses Spannungsfeld, wenn in einer Klasse viele Kinder und Jugendliche sitzen, die dem Unterricht sprachlich noch nicht ausreichend folgen können. Dadurch entsteht eine Lage, die nicht durch gute Absichten, schöne Parolen oder politischen Wunschnebel gelöst wird. Bildung verlangt Sprache, und wer die Unterrichtssprache nicht versteht, kann dem Unterricht nur begrenzt folgen. Bleibt dieser Zustand ohne gezielte Unterstützung, kleinere Klassen und zusätzliche Lehrkräfte bestehen, beeinflusst er die gesamte Lerngruppe negativ.
!NÖ darf nicht Wien werden! Deutschdefizite an Schulen bescheinigen Versagen der Verliererampel!
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Alarmierend: Jeder zweite Schüler in Wien verwendet eine nicht deutsche Umgangssprache. Jeder fünfte Wiener Volksschüler kann dem Regelunterricht wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht folgen, und wird daher als außerordentlicher Schüler geführt (Anm.: NÖ: 6,8%)
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Wenn in St.Pölten jedes sechste und in Wiener Neustadt fast jedes siebente Volksschulkind dem Unterricht sprachlich nicht regulär folgen kann, dann brennt der Hut. Unsere Lehrer und Kinder zahlen die Zeche für die katastrophale Einwanderungs- und Bildungspolitik der Bundesregierung.Quelle: FPÖ Niederösterreich Landesparteiobmann LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Presseaussendung vom 5.9.2026 11:34 Uhr
Sinkendes Bildungsniveau: Betriebsunfall oder Ziel?
Die derzeit in Österreich praktizierte starke Durchmischung von Schulklassen, in denen viele Schüler nicht oder kaum Deutsch sprechen, kann das Bildungsniveau senken, wenn das Schulsystem dafür keine ausreichenden Voraussetzungen schafft. Das bedeutet nicht automatisch, dass jene Schüler, die kaum Deutsch sprechen, weniger begabt oder weniger lernfähig wären. Es bedeutet vor allem, dass fehlende Sprachkenntnisse im Unterricht ein konkretes Hindernis darstellen. Wenn zu viele Schüler gleichzeitig sprachliche Grundlagen benötigen, verlangsamt sich der Unterricht: Lehrkräfte müssen Inhalte mehrfach erklären, und komplexere Themen werden auf ein Minimum reduziert. Die Folge sind Wissenslücken, nicht nur bei den Schülern, die erst Deutsch lernen müssen, sondern vor allem bei denjenigen, die eigentlich schneller lernen könnten.
Besteht die Möglichkeit, dass das sinkende Bildungsniveau keine bloße Nebenwirkung ist, sondern eine einkalkulierte, möglicherweise sogar langfristig geplante Konsequenz? Wäre dann das Ausbleiben der erforderlichen Mittel, Rahmenbedingungen und Ressourcen möglicherweise Teil einer bewusst eingesetzten Strategie zur Absenkung des Bildungsniveaus?
Der zentrale Punkt ist, dass schulisches Lernen fast immer über Sprache funktioniert. Mathematikaufgaben müssen verstanden, Sachtexte müssen gelesen und Arbeitsanweisungen müssen erfasst werden. Ebenso setzen Diskussionen im Unterricht sprachliche Sicherheit voraus. Selbst in Fächern, die auf den ersten Blick weniger sprachlastig wirken, spielt Sprache eine entscheidende Rolle. Wer eine Textaufgabe nicht versteht, kann sie auch dann nicht lösen, wenn er eigentlich mathematisch denken kann. Wer einen historischen Zusammenhang sprachlich nicht nachvollziehen kann, kann ihn kaum analysieren. Wer im Biologieunterricht Fachbegriffe nicht versteht, bleibt schnell hinter dem Stoff zurück.
Wenn nun ein erheblicher Teil einer Klasse die Unterrichtssprache nicht versteht, verändert sich der Unterricht automatisch. Lehrkräfte müssen langsamer vorgehen, Begriffe erklären, Aufgaben vereinfachen und Wiederholungen einbauen. Das ist pädagogisch nachvollziehbar und menschlich richtig, führt aber in der Praxis dazu, dass weniger Stoff geschafft wird. Die Klasse bewegt sich dann nicht mehr am möglichen Leistungsniveau, sondern am sprachlichen Mindestverständnis. Dadurch entsteht eine Absenkung des Bildungsniveaus, auch wenn es niemand offen ausspricht.
Allgegenwärtige Über- und Unterforderung
Erschwerend kommt hinzu, dass Lehrkräfte nur begrenzt Zeit haben. Eine Unterrichtsstunde dauert meist 45 oder 90 Minuten. In dieser Zeit sollen neue Inhalte vermittelt, Fragen beantwortet, Aufgaben kontrolliert und Lernfortschritte gesichert werden. Wenn ein großer Teil dieser Zeit jedoch dafür verwendet werden muss, sprachliche Hürden zu überwinden, bleibt weniger Raum für Vertiefung. Besonders leistungsstarke Schüler können aus Zeitmangel nicht mehr ausreichend gefordert werden. Sie arbeiten Aufgaben schneller ab, warten auf Erklärungen für andere oder bekommen zusätzliche Aufgaben, die jedoch keinen echten Unterricht ersetzen. Dadurch entsteht Frust bei den einen und Überforderung bei den anderen.
Auch für die nicht deutschsprachigen Schüler ist diese Situation problematisch. Sie sitzen zwar formal in einer Regelklasse, können dem Unterricht aber kaum folgen. Das führt dazu, dass sie fachlich zurückfallen, obwohl sie vielleicht motiviert und intelligent sind. Sie erleben Misserfolge, verlieren Anschluss und entwickeln im schlimmsten Fall ein Gefühl von Ausgrenzung. Eine Klasse ist dann zwar äußerlich durchmischt, aber innerlich gespalten: Einige folgen dem Unterricht, andere kämpfen mit der Sprache, wieder andere langweilen sich oder schalten ganz ab. Das ist keine gelungene Bildung, sondern eine Über- oder Unterforderung aller Beteiligten.
Besonders kritisch wird es, wenn Schulen ohnehin schon belastet sind. Große Klassen, Lehrermangel, fehlende Sozialarbeiter, unzureichende Sprachförderung und knappe Räume verschärfen das Problem. Eine Lehrkraft kann nicht gleichzeitig individuellen Sprachunterricht geben, fachliche Inhalte vermitteln, Konflikte lösen und jedes Kind passend fördern. In der Theorie klingt Durchmischung nach Integration. In der Praxis kann sie aber dazu führen, dass niemand wirklich bekommt, was er braucht. Die Schüler mit Sprachproblemen erhalten nicht genug gezielte Förderung, die leistungsstarken Schüler nicht genug Herausforderung, und die Lehrkräfte geraten dauerhaft an ihre Grenzen.
Defizite beeinflussen den gesamten Lebenslauf
Daraus ergibt sich ein Bildungsproblem, das langfristige Folgen hat. Wenn Schüler über Jahre hinweg weniger lernen, fehlen ihnen Grundlagen für spätere Schulabschlüsse, Ausbildungen oder Studiengänge. Unwissenheit entsteht nicht plötzlich, sondern durch wiederholte Lücken. Wer in der fünften Klasse sprachlich nicht mitkommt, versteht in der sechsten Klasse viele Fachbegriffe nicht, hat in der siebten Klasse Probleme mit komplexeren Texten und verliert in der achten Klasse möglicherweise ganz den Anschluss. Gleichzeitig sinkt das Niveau der Klasse, weil die Lehrkraft immer wieder zurückgehen muss. So wird aus einem sprachlichen Problem ein allgemeines Bildungsproblem.
Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen an einzelne Kinder. Kein Schüler ist dafür verantwortlich, mit welchen Voraussetzungen er in eine Schule kommt. Verantwortlich ist eine Regierung, die so tut, als könne man jede Herausforderung einfach in die Regelklasse verlagern. Wer ernsthaft Bildungsgerechtigkeit will, darf nicht nur auf gemeinsame Beschulung setzen, sondern muss auch fragen, ob die Bedingungen dafür stimmen. Ohne intensive Sprachförderung, vorbereitende Klassen, kleinere Lerngruppen und mehr Personal wird Durchmischung schnell zu einem schönen politischen Begriff, der im Schulalltag scheitert.
Ein weiteres Problem ist die Wirkung auf die Unterrichtskultur. Wenn sehr unterschiedliche Sprachstände aufeinandertreffen, wird die Kommunikation schwieriger. Missverständnisse und Konflikte nehmen zu, Gruppenarbeiten funktionieren schlechter, Diskussionen bleiben oberflächlicher. Schüler, die sich sprachlich unsicher fühlen, beteiligen sich weniger. Andere dominieren den Unterricht oder verlieren die Geduld. Dadurch sinkt nicht nur das fachliche Niveau, sondern auch die Qualität des gemeinsamen Lernens. Bildung lebt aber davon, dass Schüler miteinander denken, argumentieren, widersprechen und erklären können. Wenn Sprache als gemeinsames Werkzeug fehlt, wird genau dieser Prozess geschwächt.
Orientierung am niedrigsten Niveau: Die Ansprüche sinken
Außerdem darf man nicht unterschätzen, wie stark sich Erwartungen anpassen. Wenn Lehrkräfte merken, dass viele Schüler bestimmte Texte nicht verstehen, wählen sie einfachere Texte. Wenn Klassenarbeiten regelmäßig schlecht ausfallen, werden Aufgaben leichter gestellt. Wenn Diskussionen nicht funktionieren, werden sie seltener durchgeführt. Das geschieht nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus pädagogischem Pragmatismus. Trotzdem führt es dazu, dass der Anspruch sinkt. Ein niedrigeres Niveau wird dann zur Normalität, und nach einiger Zeit fällt kaum noch auf, wie viel eigentlich nicht mehr behandelt wird.
Die Folge ist eine stille Verschiebung: Nicht das Ziel wird erreicht, dass alle Schüler auf ein höheres Niveau kommen, sondern das Niveau wird so angepasst, dass möglichst viele irgendwie mitkommen. Das mag kurzfristig entlastend wirken, ist langfristig aber gefährlich. Denn Bildung soll nicht nur Anwesenheit im Klassenzimmer bedeuten, sondern tatsächlichen Kompetenzaufbau. Wenn Schüler am Ende ihrer Schulzeit weniger lesen, weniger schreiben, weniger rechnen und weniger kritisch denken können, dann hat das System versagt.
Das bunte und teure Traumbild der „Inklusion“
Natürlich gibt es auch eine andere Sichtweise. Viele argumentieren, dass Durchmischung an Schulen wichtig sei, weil Kinder dadurch voneinander lernen. Schüler mit unterschiedlichen sprachlichen, kulturellen und sozialen Hintergründen könnten gegenseitiges Verständnis entwickeln. Eine Schule, die nur homogene Gruppen bildet, würde gesellschaftliche Trennung verstärken. Außerdem ist Sprache am besten dort zu lernen, wo sie täglich angewendet wird. Nicht deutschsprachige Schüler profitieren also davon, mit deutschsprachigen Mitschülern zusammen zu lernen, statt isoliert zu werden.
Diese Gegenposition hat durchaus Punkte. Die Frage ist jedoch, wie die angestrebte Vielfalt eine Bereicherung sein soll, wenn durch Sprachdefizite schon die gemeinsame Kommunikationsgrundlage fehlt. Es reicht nicht, Durchmischung als moralisch richtig zu bezeichnen. Entscheidend ist, ob sie im Schulalltag funktioniert. Wenn eine Schule ausreichend Personal, Sprachförderkurse, Förderstunden, kleinere Klassen und gut ausgebildete Lehrkräfte hat, können gewisse Herausforderungen bewältigt und eine gemeinsame Basis hergestellt werden, sofern die Schüler mitarbeiten. Wenn diese Voraussetzungen fehlen, wird aus einem Integrationsversprechen eine Überlastung. Dann ergibt sich kein gegenseitiger Gewinn, sondern es entsteht ein Nachteil für alle.
Die Gegenposition übersieht häufig, dass gemeinsames Lernen nicht automatisch gutes Lernen ist. Es ist ein Unterschied, ob Schüler nur gemeinsam in einem Raum sitzen oder ob sie gemeinsam auf einem sinnvollen Niveau arbeiten können. Nur weil alle gemeinsam in einer Klasse sitzen, heißt das noch nicht, dass alle gut lernen können. Wenn einige Schüler dem Stoff nicht folgen, andere unterfordert sind und Lehrkräfte ständig improvisieren müssen, entsteht keine echte Bildungsgerechtigkeit. Dann ist die Durchmischung zwar politisch gewollt, aber praktisch schlecht umgesetzt.
Wer die Realität an Schulen ernst nimmt, muss anerkennen, dass Sprache eine Grundvoraussetzung für Bildung ist. Ohne ausreichende Sprachkompetenz wird Fachunterricht erschwert. Ohne zusätzliche Ressourcen wird diese Schwierigkeit zur Belastung für die ganze Klasse. Und diese Ressourcen fallen nun einmal nicht vom Himmel. Jeder Euro, der in zusätzliche Sprachförderung, Integrationshelfer und weiteres Zusatzpersonal oder in die Schaffung kleinerer Klassen fließt, ist ein Euro, der über noch höhere Steuern und Abgaben (oder Schulden) finanziert werden müsste, solange die Politik ihre Prioritäten nicht korrigiert. Am Ende steht wie so oft die Frage, ob diese teure Symptombehandlung zielführend ist – oder ob nicht besser die Massenmigration als Wurzel der Probleme endlich politisch angegangen wird.
Wem nützt ein sinkendes Bildungsniveau?
Das Leugnen und Beschönigen von Problemen hilft niemandem: nicht den Schülern, die Deutsch erst lernen, nicht den Schülern, die ausgebremst werden, und nicht den Lehrkräften, die allen gerecht werden sollen. Das ist offensichtlich.
Deswegen darf auch gefragt werden: Warum werden diese Zustände seit Jahren hingenommen, obwohl die Folgen bekannt sind? Warum steigt die Anzahl der nicht deutschsprachigen Schüler immer noch an, obwohl die Probleme, inzwischen für jedermann, deutlich erkennbar sind?

Ist es nur Überforderung, fehlendes Geld und politische Kurzsichtigkeit? Oder wird ein sinkendes Bildungsniveau zumindest in Kauf genommen? Man sollte keine Absicht unterstellen, wo Beweise fehlen. Aber man darf fragen, wem eine schlechter gebildete, weniger kritisch denkende Generation langfristig nützt.
Bildungspolitik muss ernst genommen werden und sie darf nicht nur gut klingen, sie muss im Klassenzimmer funktionieren. Sonst entstehen weniger Bildung, größere Wissenslücken und mehr Frustration bei allen Beteiligten.
Ein sehr treffendes Zitat besagt:
»Wer nichts weiß, muss alles glauben.«
— Marie von Ebner-Eschenbach
