Vom Killervirus zur „Russen-Pest“: Wenn Angst regiert, wird Denken zur Pflicht

Symbolbild: KI (mit BILD-Schlagzeile)

„Sorge vor Russen-Pest! Wadephul schlägt Alarm“, titelte die „Bild“ am 9. Oktober: Krankheitspanik trifft Anti-Russland-Agitation. Nach einem Todesfall in Sibirien stellte der deutsche Außenminister bereits „konsequente Reisebeschränkungen“ in den Raum. Dabei gehen nicht einmal sogenannte Experten von einer Gefahr für Deutschland aus. Doch Angst bleibt das wirksamste (und billigste) Mittel zur Machtausübung. Haben die Menschen genug aus den Corona-Jahren gelernt, um wachsam zu bleiben?

Ein Gastkommentar von Rudolf Alethia:

Am 9.10.2026 konnte man auf der Webseite von »AUF1« folgenden Text lesen:

Mainstream-Medien im Pest-Panik-Modus: „Sorge vor Russen-Pest!“ Doch die Russen bestreiten, dass es einen Pestausbruch gab. Der deutsche Außenminister Wadephul will dennoch „Reisebeschränkungen nicht ausschließen“. Planspiele und mRNA-Impf-Entwicklungen im Vorfeld erinnern an das Corona-Drehbuch.

Quelle: AUF1 9.10.2026

Kommt Ihnen der Text der Mainstream-Medien auch bekannt vor: »Sorge vor Russen-Pest!« Haben wir das nicht schon einmal gehört? Eine leise Ankündigung von etwas angeblich Gefährlichem. Russland bestreitet es. Doch weil Russland längst zum Feindbild der EU-Führung aufgebaut worden ist, wird das Szenario sofort politisch ausgeschlachtet.

Eigentlich müssten bei allen Völkern sofort die Alarmglocken schrillen. Erinnern wir uns an das Ende des Jahres 2019: Plötzlich war von einem neuartigen Virus in Wuhan die Rede. Die Informationen waren widersprüchlich, unklar, teilweise angsteinflößend. Genau in dieser Unklarheit entstand Raum für Spekulationen, Panik und politische Maßnahmen, die tief in das Leben der Menschen eingriffen. Viele fragten sich damals: Wird hier aufgeklärt — oder wird Angst erzeugt?

Und jetzt, sechs Jahre später? Wieder ein ähnliches Szenario, wieder ein ähnlicher Zeitpunkt, wieder eine angebliche Gefahr, die sofort politisch nutzbar gemacht wird. Kann sein, dass es diese »Russen-Pest« gibt. Möglich. Doch ebenso möglich ist, dass dahinter erneut ein Plan steckt, Angst als Steuerungsinstrument einzusetzen.

Werden sie wieder versuchen, das Volk zu unterwerfen? Werden sie wieder alle Register ziehen, um Menschen gefügig zu machen? Diese Fragen muss man leider ernst nehmen. Denn wer einmal erlebt hat, wie schnell Angst in Gehorsam umschlagen kann, sollte beim nächsten Mal nicht naiv reagieren.

Denn mit dem neuen WHO-Pandemievertrag, der Anfang November (spätestens aber bis Mai 2027) beschlossen werden soll, können sich die Regierenden noch mehr Macht gegenüber den Völkern herausnehmen. 

In wenigen Wochen könnte hinter verschlossenen Türen über deine Wahlfreiheit, deine Stimme und die Souveränität deines Landes bestimmt werden.

Vom 2. bis 13. November kehren die Verhandlungsführer nach Genf zurück, um den WHO-Pandemievertrag abzuschließen. Ihre letzte Runde im September endete ohne Einigung. Jetzt wollen sie den letzten offenen Punkt klären.

Der Haupttext wurde 2025 angenommen. Doch bei einem der umstrittensten Teile konnten sie sich nicht einigen: dem System für den Zugang zu Krankheitserregern und den Vorteilsausgleich, kurz PABS.

Also schoben sie die ungelösten Streitpunkte in einen Anhang ab und ließen den Pandemievertrag unvollendet.

Solange dieser Anhang fehlt, kann der Vertrag nicht zur Unterzeichnung und Ratifizierung aufgelegt werden.

Einigen sie sich, kann die WHO den fertigen Anhang auf den Weg zur Annahme bringen und den vollständigen Pandemievertrag schließlich den Staaten zur Unterzeichnung und Ratifizierung vorlegen. Die Haltung deiner Regierung könnte dann längst feststehen.

Quelle

Sie werden wieder versuchen, Menschen über Angst zu steuern und in eine Schockstarre zu versetzen. Sie haben es einmal fast geschafft. Warum sollten sie aufgeben, solange ihr Ziel nicht erreicht ist?

Die Angst darf nicht die Kontrolle übernehmen

Was können wir dagegen tun? Wie können wir uns gegen Unterwerfung wehren? Zuerst müssen wir unsere Angst relativieren. Abschalten lässt sie sich nicht, aber wir können verhindern, dass sie unser Denken übernimmt. Außerdem müssen wir alles, was Systemmedien und Politik verbreiten, genau prüfen und hinterfragen.

Dann mögen wir vielleicht noch immer ängstlich sein, aber wir bleiben fähig, selbstständig zu denken. Und genau das ist das Wichtigste: Niemals dürfen wir aufhören, selbstständig zu denken. Niemals!

Denn wenn wir aufhören, selbstständig zu denken, unsere eigenen Überlegungen verwerfen und angstgesteuert leben, wird es gefährlich — für uns und für andere. Dann beginnen wir, Anweisungen zu befolgen, ohne nach Gründen zu fragen. Wir funktionieren nur noch. Wir übernehmen keine Verantwortung mehr, sondern verwechseln Gehorsam mit Vernunft.

Genau daran zeigt sich, wie belastbar eine Demokratie wirklich ist. In ruhigen Zeiten sprechen alle gern von Freiheit, Vernunft und offener Debatte. Doch erst in der Krise zeigt sich, ob diese Werte mehr sind als schöne Worte. Dann wird sichtbar, ob Bürger als mündige Menschen behandelt werden oder als Masse, die gesteuert werden muss. Dann entscheidet sich, ob Politik erklärt oder befiehlt, ob Wissenschaft beraten darf oder zum Dogma wird, ob Zweifel erlaubt bleibt oder als moralischer Makel gilt.

Angst stellt Gehorsam her

Und genau an diesem Punkt wird Erinnerung gefährlich für jene, die lieber Gehorsam als mündige Bürger hätten. Denn wer sich erinnert, erkennt Muster. Die Corona-Pandemie hat diese Fragen scharf sichtbar gemacht. Auch neue Seuchenwarnungen werden sie wieder aufwerfen. Dabei geht es nicht darum, Krankheiten zu verharmlosen. Viren können real, gefährlich und tödlich sein. Pandemien können Gesundheitssysteme belasten, Familien zerstören, Existenzen gefährden. Wer das leugnet, macht es sich zu einfach.

Aber ebenso einfach macht es sich, wer aus der Existenz einer Gefahr automatisch ableitet, jede Maßnahme sei richtig, jede Kritik verantwortungslos und jede abweichende Meinung gefährlich. Eine freie Gesellschaft muss beides können: reale Gefahren ernst nehmen und den Umgang mit ihnen kritisch prüfen. Sie muss schützen, ohne blind zu werden. Sie muss handeln, ohne das Denken abzuschalten.

Angst ist eine mächtige politische Kraft. Sie wirkt schneller als Argumente. Sie erreicht Menschen direkter als Statistiken. Wer Angst hat, sucht Sicherheit. Wer Sicherheit verspricht, gewinnt Einfluss. Genau deshalb ist Angst in Krisen so wirksam – und so gefährlich.

Natürlich kann Angst sinnvoll sein. Sie warnt vor Leichtsinn. Sie macht vorsichtig. Sie kann dazu führen, dass Menschen Rücksicht nehmen, Kranke schützen oder vermeidbare Risiken reduzieren. Doch Angst hat auch eine dunkle Seite. Sie verengt den Blick. Sie kann Menschen dazu bringen, alles zu akzeptieren, was nach Schutz aussieht. Sie kann Misstrauen erzeugen, Härte gegen Andersdenkende und Gleichgültigkeit gegenüber Grundrechten.

Dann wird aus Vorsicht Gehorsam. Aus Wissenschaft wird Dogma. Aus Zweifel wird Schuld. Aus Kritik wird Gefährdung.

Kritik ist nicht Leugnung

Gerade in Gesundheitskrisen geschieht das besonders schnell. Denn hier geht es nicht nur um Politik, sondern um Leben und Tod, um Eltern, Kinder, Alte, Kranke. Wer widerspricht, kann leicht so dargestellt werden, als nehme er das Leid anderer in Kauf. Wer Fragen stellt, wird manchmal in eine Ecke gedrängt, in die er gar nicht gehört. Dabei ist Widerspruch nicht automatisch Rücksichtslosigkeit. Kritik ist nicht automatisch Leugnung. Zweifel ist nicht automatisch Verschwörung.

Eine demokratische Öffentlichkeit muss unterscheiden können. Es gibt Desinformation, falsche Behauptungen und bewusste Manipulation. Aber es gibt auch berechtigte Fragen, nachvollziehbare Sorgen und legitime Kritik. Wer alles gleich behandelt, zerstört Vertrauen, statt es zu stärken.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: Gibt es ein Virus? Gibt es eine Krankheit? Gibt es eine reale Gefahr? Diese Fragen sind wichtig. Aber sie reichen nicht aus. Die größere Frage lautet: Wie gehen wir als Gesellschaft mit Gefahr um?

Wer entscheidet? Auf welcher Grundlage? Welche Daten werden verwendet? Welche Unsicherheiten gibt es? Welche Maßnahmen wirken wirklich? Welche Nebenwirkungen haben sie? Wer überprüft sie? Wer trägt die Kosten?

Wenn Schulen geschlossen werden, betrifft das nicht nur Infektionszahlen, sondern Bildung, Psyche, soziale Ungleichheit und Familienleben. Wenn Betriebe schließen müssen, geht es nicht nur um Gesundheitsschutz, sondern um Existenzen. Wenn Kontakte eingeschränkt werden, betrifft das nicht nur Statistik, sondern Einsamkeit, Pflegeheime, Sterbebegleitung, Trauer, Liebe und Würde.

Nichts ist alternativlos

Das bedeutet nicht, dass Maßnahmen grundsätzlich falsch sind. Es bedeutet, dass sie begründet werden müssen. Je tiefer ein Eingriff in das Leben der Menschen geht, desto höher muss die Pflicht zur Erklärung, Begrenzung und Überprüfung sein.

In Krisen wird oft gesagt, man müsse schnell handeln. Das stimmt. Politik muss manchmal unter Unsicherheit entscheiden. Aber gerade deshalb muss sie diese Unsicherheit offen benennen. Ehrlichkeit schafft mehr Vertrauen als künstliche Gewissheit. Wissenschaft lebt davon, dass sie sich korrigiert. Sie ist kein Orakel, sondern ein Verfahren. Ihre Stärke liegt nicht darin, niemals falsch zu liegen, sondern darin, Fehler erkennen und korrigieren zu können.

Gefährlich wird es, wenn vorläufige Einschätzungen wie endgültige Wahrheiten behandelt werden. Wenn Politik sich auf »die Wissenschaft« beruft, muss sie sagen, welche Studien, welche Fachrichtungen und welche Annahmen gemeint sind. Epidemiologen können wichtige Hinweise geben, aber sie entscheiden nicht allein über eine Gesellschaft. Auch Juristen, Psychologen, Pädagogen, Ökonomen, Ethiker und Praktiker haben etwas beizutragen. Am Ende ist eine politische Entscheidung immer eine Abwägung.

Ein Warnsignal ist der Satz: »Es gibt keine Alternative.« In einer Demokratie gibt es immer Alternativen. Vielleicht schwierige, riskante oder unbequeme. Aber es gibt sie. Wer Alternativlosigkeit behauptet, nimmt der Öffentlichkeit die Möglichkeit zur echten Debatte und will letztlich keine Debatte führen, sondern seinen Willen durchsetzen.

Regierungen müssen dienen statt herrschen

Ebenso wichtig ist der Umgang mit Fehlern. In einer Krise werden Fehler passieren. Kein Staat, keine Regierung, keine Behörde kann alles richtig machen. Entscheidend ist, ob Fehler zugegeben und korrigiert werden. Werden Maßnahmen überprüft? Werden falsche Annahmen öffentlich eingeräumt? Gibt es unabhängige Auswertungen? Oder hält man an Entscheidungen fest, nur weil ein Eingeständnis politisch unangenehm wäre?

Bürger sind keine Kinder. Eine Regierung darf nicht so tun, als müsse sie das Volk mit einfachen Botschaften erziehen, weil es Komplexität nicht erträgt. Eine erwachsene Öffentlichkeit braucht keine perfekte Sicherheit, sondern ehrliche Kommunikation. Dazu gehört, Zweifel nicht sofort moralisch zu verdächtigen. Niemals darf eine Regierung vergessen: Sie sind keine Befehlsgeber, sondern Diener des Volkes.

Da man sich in der Regel auf die Systemmedien als Sprachrohr der Regierenden eher nicht verlassen sollte, vertrauen Sie lieber den alternativen Medien, denn diese fühlen sich der Wahrheit verpflichtet. Sie recherchieren gründlich, erklären und informieren. Journalismus darf in Krisen nicht zum Verstärker politischer Angstkommunikation werden. Er muss fragen: Was stimmt? Was fehlt? Was wird übertrieben? Welche Interessen spielen eine Rolle? 

Eine freie Gesellschaft erkennt man nicht daran, dass sie keine Angst hat. Angst gehört zum Leben. Angst kann schützen. Aber Angst kann auch regieren. Sie kann Leben retten, aber auch Freiheit beschädigen. Sie kann Solidarität wecken, aber auch Denunziation. Sie kann Vorsicht schaffen, aber auch Denkverbote.

Wo Angst regiert, wird Denken zur Pflicht. Nicht als Rücksichtslosigkeit gegenüber Leid. Nicht als Trotz. Sondern als Verantwortung: vor Krankheit, vor Panik, vor Machtmissbrauch und vor der bequemen Versuchung, in schwierigen Zeiten das eigene Urteil abzugeben.

Ein passendes Zitat zum Schluss:

»Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.«
– Immanuel Kant

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