In Frankreich wurde wohl der vermeintliche Klimawandel festgenommen: Nachdem medial von einem außergewöhnlichen Waldbrand im Zuge der aktuellen Hitzewelle in Fontainebleau berichtet wurde, ganz so, als hätte sich der Wald spontan selbst entzündet, wurden inzwischen mindestens sieben Personen wegen Verdachts auf Brandstiftung festgenommen.
Die westliche Mainstream-Berichterstattung über Waldbrände mutet stets kurios an: Immer wieder zeichnet man dort das Bild einer spontanen Selbstentzündung wegen sommerlichen Wetters.
„In einem Wald nahe Paris ist ein Waldbrand von ‚außergewöhnlichem Ausmaß‘ ausgebrochen, während das Land mit seiner dritten Hitzewelle des Sommers zu kämpfen hat“, berichtete so auch am 13. Juli Sky News. (Putzig: Direkt darüber prangt die Beteuerung „Warum Sie Sky News vertrauen können“.)
Der Wald von Fontainebleau ist nur etwa 60 Kilometer von Paris entfernt. Das Feuer brach am späten Sonntagnachmittag aus. Am folgenden Tag brach ein zweites Feuer aus. Hunderte Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. „Am Wochenende wüteten in ganz Frankreich mehrere Waldbrände, während die Temperaturen in die Höhe schnellten und in der Hauptstadt bis zu 35 Grad Celsius erreichten“, las man bei Sky News weiter. 35 Grad und ein Wald geht spontan in Flammen auf? Wohl kaum.
— Seaforde1 (@Seaforde1) July 14, 2026
Erst im Verlauf des Artikels wird auf Dutzende Festnahmen in Frankreich seit Sommerbeginn in Zusammenhang mit Waldbränden hingewiesen. Nur um Ende noch einmal zu betonen: „Der vergangene Monat war der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen in Frankreich; in der heißesten Woche stieg die Zahl der Todesfälle um fast ein Drittel.“ Sie wissen schon: Das Klima ist schuld.
Inzwischen gab es auch im Falle des Feuers südlich von Paris Festnahmen – von sieben Personen ist bereits die Rede. Zwei wurden wieder freigelassen, fünf sollen sich weiter in Gewahrsam befinden.
Zwei Männer gaben eine Mitschuld am Brand bereits zu – einer von ihnen ausgerechnet ein freiwilliger Feuerwehrmann (geboren 2007). Er gab zu, mit einem Feuerzeug und Benzin ein Feuer in einem Reisighaufen gelegt zu haben. Ein Motiv legte er dabei nicht offen. Der zweite Mann, ein Student, der ebenfalls 2007 geboren sein soll, soll unabsichtlich mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe ein Feuer entfacht haben. Zwischen beiden Männern soll kein Zusammenhang bestehen.
Außerdem wurde ein 46-Jähriger festgenommen, der am Dienstagabend versucht hatte, einen für die Öffentlichkeit gesperrten Parkplatz zu befahren. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Ermittler zahlreiche zerknüllte Zeitungen und ein Feuerzeug. Ebenfalls am Dienstag wurden zwei Verdächtige festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen, gegen die im Zusammenhang mit einem Brand nahe der Autobahn A6 ermittelt wird, die den Wald von Fontainebleau durchquert.
Landesweit schon Dutzende Festnahmen
Der französische Innenminister Laurent Nunez gab schon am Montag an, dass in ganz Frankreich bereits 59 Personen wegen Verdachts auf Brandstiftung im Zuge der Hitzewellen festgenommen worden seien. Rund die Hälfte seien Erwachsene und die andere Hälfte Minderjährige. Mehrere Personen sollen Mehrfachtäter sein. Französischen Behörden zufolge sollen seit Jahresbeginn 32.000 Hektar Land von Bränden betroffen gewesen sein.






