Wetterdaten gegen Panikmache: Die vergessenen Hitzesommer von Wien

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„Seit Messbeginn“, „noch nie dagewesen“, „Jahrhundertsommer“ – fast täglich prasseln apokalyptische Klima-Warnungen aus den Mainstream-Medien auf uns ein. Doch ein unvoreingenommener Blick in die echten, langfristigen Daten offenbart Erstaunliches: Die Hitze von heute ist im historischen Kontext keineswegs ein Novum. Oliver Lerch hat auf seinem Blog zahlenfreak.at die offiziellen Temperaturaufzeichnungen der Geosphere Austria (vormals ZAMG) für Wien seit 1775 unter die Lupe genommen – mit einem desaströsen Befund für die vorherrschende Klima-Hysterie.

Es ist ein rhetorischer Trick, der in der Klima-Berichterstattung immer wieder angewandt wird: Man beruft sich auf einen „Messbeginn“, der oftmals gerade einmal wenige Jahrzehnte zurückliegt, oder stützt sich auf das kollektive Gedächtnis der heute lebenden Generationen. Wie Oliver Lerch in seiner fundierten Analyse auf zahlenfreak.at (dort finden Sie auch die entsprechenden Tabellen) völlig richtig anmerkt, haben Menschen bis etwa 65 Jahre tatsächlich recht, wenn sie das Gefühl haben: „In meiner Jugend war es nie so heiß.“

Betrachtet man isoliert die Wetterdaten von Wien (Hohe Warte) zwischen 1960 und heute, zeigt sich eine moderate Erwärmung. Die sogenannten „Tropenmorgen“ (Tage, an denen es um 7:00 Uhr morgens bereits über 20 Grad hat) kamen in der Klimaperiode von 1961 bis 1990 im Schnitt zwischen 10 und 20 Mal pro Jahr vor. Heute liegen wir oft bei 40 bis 50 Mal in Wien. Für den kurzsichtigen Betrachter mag das dramatisch wirken. Doch die Klima-Geschichte Österreichs begann nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Blick auf die echten Langzeitdaten: 1775 bis heute

Wien (Hohe Warte) ist die einzige Wetterstation in Österreich, deren Aufzeichnungen tatsächlich bis in das Jahr 1775 zurückreichen. Nimmt man alle verfügbaren Daten in die Bewertung mit auf, bricht das Narrativ der „nie dagewesenen Erdüberhitzung“ wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Als Lerch die Daten vor 1850 analysierte, stieß er auf Werte, die heute medial vermutlich zum Ausrufen des Klima-Notstands führen würden:

  • In den Jahren 1783, 1797 und 1811 gab es jeweils über 90 Tage, an denen es um 7 Uhr früh bereits mindestens 20°C hatte. (Zum Vergleich: 2024 spricht man bei 60 Tagen schon von Extremen).
  • Sogenannte „Hitzemorgen“ (bereits über 25°C um 7 Uhr früh) traten in diesen Jahren bis zu 31 Mal auf. Aktuell liegen wir in einem 20-Jahres-Schnitt bei etwa 5 solcher Morgen pro Jahr; um 1800 waren es im Schnitt doppelt so viele!
  • Die längste gemessene „Tropenmorgen-Periode“ der jüngeren Zeit dauerte 23 Tage (2013). Im Sommer 1794 gab es eine solche Hitzewelle über unschlagbare 34 Tage am Stück; im Jahr 1782 waren es 30 Tage am Stück.

Warum schweigen die Klima-Profiteure?

Die Faktenlage wirft fundamentale Fragen auf. Die Daten stammen nicht aus dubiosen Quellen, sondern direkt von der Geosphere Austria (ZAMG). Warum werden diese warmen Perioden vor 1850 von jenen ignoriert, die uns mit Panikmache zu einem radikalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbau drängen wollen? Lerch bringt es auf den Punkt: Entweder werden diese Daten bewusst verschwiegen, weil Panik ein besseres politisches Kontrollinstrument ist, oder die offiziellen Daten stimmen nicht – doch dann dürften sie auch nicht in den Aufzeichnungen der Geosphere aufscheinen.

Am Ende ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass für sämtliche Klima- und Wettertabellen die untersuchten Zeiträume extrem wichtig sind. Mehr noch wird gerne das Ende der letzten „Kleinen Eiszeit“ um 1850 herum als Startpunkt verwendet, obwohl die logische Konsequenz einer solchen natürlichen klimatischen Verschiebung eben auch steigende Temperaturen sind. Und nicht nur das: Diese Kaltzeit, die rund 550 Jahre andauerte, sorgte immer wieder für Missernten, Hungersnöte und historische Kälterekorde in Europa. Umso mehr sollte man sich eigentlich über steigende Temperaturen freuen.

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