Cannabis im Jugendalter: Doppelt so hohe Gefahr für Psychosen

(C) Report24/KI

Cannabis ist in Deutschland mittlerweile legal – doch die wissenschaftlichen Warnungen werden immer lauter. Während die Droge in weiten Teilen der Gesellschaft zunehmend als harmloses Lifestyle-Produkt verharmlost wird, zeichnet die Wissenschaft ein düsteres Bild. Eine neue, umfangreiche Studie mit über 460.000 Teilnehmern bringt nun die erschütternde Gewissheit: Schon gelegentlicher Cannabis-Konsum in der Jugend verdoppelt das Risiko, irreparabel an schweren Psychosen oder bipolaren Störungen zu erkranken.

Eine unter dem Titel „Adolescent Cannabis Use and Risk of Psychotic, Bipolar, Depressive, and Anxiety Disorders“ im renommierten JAMA Health Forum veröffentlichte Untersuchung räumt mit dem Märchen der harmlosen Droge endgültig auf. Ein Forscherteam von Kaiser Permanente, dem Public Health Institute und weiteren US-Eliteuniversitäten hat die Gesundheitsdaten von insgesamt 463.396 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren bis zu deren 26. Lebensjahr ausgewertet. Jugendliche, die angaben, innerhalb des letzten Jahres auch nur irgendwann Cannabis konsumiert zu haben, sahen sich später einem dramatisch erhöhten Risiko ausgesetzt, an Schizophrenie, Wahnvorstellungen (Psychosen), bipolaren Störungen, schweren Depressionen und Angstzuständen zu erkranken. Das Risiko für Psychosen und bipolare Störungen verdoppelte sich demnach bei den jugendlichen Konsumenten sogar.

Oftmals wird von Befürwortern der Legalisierung versucht, solche alarmierenden Zahlen mit der Behauptung abzutun, dass psychisch kranke Menschen lediglich häufiger zu Drogen greifen würden, um sich selbst zu therapieren („Selbstmedikation“). Die neue Studie entlarvt dies als Mythos. Da die Forscher die Heranwachsenden über Jahre hinweg begleiteten, konnten sie die zeitliche Abfolge genau dokumentieren: Der Cannabis-Konsum fand im Durchschnitt 1,7 bis 2,3 Jahre vor der psychiatrischen Diagnose statt. Die Droge ist also mit größter Wahrscheinlichkeit der Auslöser. „Diese Studie trägt zu den immer zahlreicheren Beweisen bei, dass Cannabis-Konsum im Jugendalter potenziell schädliche, langfristige gesundheitliche Auswirkungen haben könnte“, warnt Dr. Kelly Young-Wolff, Hauptautorin der Studie.

Hochgezüchtetes Gift statt „Naturprodukt“

Was die Situation heute, im Jahr 2026, so viel gefährlicher macht als noch vor wenigen Jahrzehnten, ist die irregeleitete Züchtung der Pflanzen. Früher lag der THC-Gehalt (der psychoaktive Wirkstoff) deutlich niedriger als es heute der Fall ist. Wie Report24 bereits in Artikeln wie „Gras von gestern, Wahn von heute – Wie die neue Cannabis-Potenz Gehirne zerstört“ aufzeigte, hat das heutige Cannabis nichts mehr mit dem „Hippie-Gras“ der Vergangenheit zu tun. Man könnte dies auch mit dem Konsum von Koka-Blättern bei den südamerikanischen Indios und dem modernen Kokain vergleichen.

Auch die US-Forscher schlagen eben in diese Kerbe: Ein durchschnittliches heutiges Cannabisprodukt aus Kalifornien hat bereits über 20 Prozent THC. Moderne Konzentrate bestehen sogar zu mehr als 95 Prozent aus reinem, hochkonzentriertem THC. Dieses chemische Bombardement trifft auf Gehirne, die sich mitten in der Entwicklung befinden – mit katastrophalen Folgen, wie auch unser erst im vergangenen Mai publizierte Bericht zur irreparablen Zerstörung der kindlichen Gehirnentwicklung durch Cannabis untermauert.

Die Verharmlosung der Droge sorgt laut Studie dafür, dass Cannabis die mit Abstand am häufigsten konsumierte, ehemals illegale Substanz unter Jugendlichen bleibt. Besonders alarmierend: Die Forscher stellten fest, dass der Konsum bei Jugendlichen in sozial benachteiligten Vierteln noch weiter verbreitet ist. Die zunehmende Kommerzialisierung von Cannabis zerstört also vor allem das Leben der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Seit der Legalisierung in Deutschland zeigen sich diese negativen Folgen auch in der Realität. Report24 warnte bereits im vergangenen Jahr vor dem deutlichen Anstieg von Psychosen und Schizophrenie in Deutschland seit der Cannabis-Freigabe. Zudem weisen weitere Studien auf Schäden für das ungeborene Leben und die Fruchtbarkeit hin.

Diese US-Mega-Studie liefert nun einen weiteren klaren Beweis für die höchst bedenklichen Auswirkungen des Cannabis-Konsums auf Jugendliche. Dr. Lynn Silver, Mitautorin der Studie, fordert daher eine „dringende gesundheitspolitische Reaktion“. Cannabis-Konsum bei Jugendlichen müsse zwingend als „ernstes Gesundheitsproblem und nicht als harmloses Verhalten“ behandelt werden. Auch hier bedarf es bei den Jugendlichen und ebenso bei den Eltern einer Aufklärung über die Risiken.

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