Grippewelle bei Rekruten: Pentagon greift wieder zur Impfpflicht

(C) Report24/KI

Ein lokaler Grippe-Ausbruch auf einer texanischen Luftwaffenbasis genügte dem Pentagon offenbar, um die eben erst gelockerte Impfpolitik wieder zurückzudrehen. Nachdem mehr als 220 Rekruten auf der Lackland Air Force Base erkrankten und vier stationär behandelt werden mussten, erhielten Army, Navy und Air Force Ausnahmen von der neuen freiwilligen Impfregel. Wieder darf die Grippeimpfung in bestimmten Bereichen verpflichtend angeordnet werden. Doch ausgerechnet die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Warum setzt das Militär erneut auf ein Vakzin, dessen Wirksamkeit auch in der laufenden Saison offensichtlich höchst fragwürdig ist?

Noch im April hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die jährliche Grippeimpfung für Soldaten grundsätzlich zur freiwilligen Entscheidung erklärt. Das war eine Rückkehr zu einem Mindestmaß an Eigenverantwortung. Wer sich impfen lassen wollte, konnte dies weiterhin tun. Wer darauf verzichten wollte, sollte nicht länger automatisch als Risiko für die gesamte Truppe behandelt werden. Dann kam Lackland. Auf der großen Ausbildungsbasis in Texas erkrankten innerhalb weniger Wochen Hunderte Rekruten an Influenza. Vier mussten ins Krankenhaus, ein junger Rekrut namens Keon McDaniel starb nach einem medizinischen Notfall. Und schon lief die gewohnte mediale Maschinerie an: Die Aufhebung der Impfpflicht sei schuld, die Trump-Regierung habe die Gesundheit der Soldaten gefährdet, Hegseths Entscheidung sei ein Fehler gewesen. Doch diese Erzählung hat ein gewaltiges Problem. Sie beruht nicht auf irgendwelchen belastbaren Daten.

Todesfall wird politisch ausgeschlachtet

Keon McDaniel starb nach einem medizinischen Notfall während seiner Grundausbildung. Ob er tatsächlich an Influenza erkrankt war, ob eine Lungenentzündung, ein Herz-Kreislauf-Problem, Überlastung oder eine andere Ursache eine Rolle spielte, wurde bisher nicht öffentlich geklärt. Dennoch stellten zahlreiche Medien rasch einen Zusammenhang zwischen seinem Tod, dem Grippe-Ausbruch und der gelockerten Impfpolitik her. Das ist ein dringend zu hinterfragender Vorgang. Denn normalerweise sollte gerade bei einem Todesfall eines jungen, körperlich belastbaren Menschen zuerst die medizinische Ursache sauber ermittelt werden. Stattdessen wurde der Fall sofort entsprechend geframed.

Ein toter Rekrut ist emotional eben deutlich wirksamer als jede Statistik. Also wird aus einem ungeklärten Todesfall kurzerhand ein Argument für die Rückkehr zur Impfpflicht. Dabei wäre die entscheidende Information leicht zu benennen: War McDaniel überhaupt an Influenza erkrankt? Falls ja, welcher Stamm wurde nachgewiesen? War er gegen Grippe geimpft? Welche weiteren Impfungen hatte er kurz zuvor erhalten? Welche medizinischen Befunde liegen vor? Das Pentagon schweigt dazu.

Die wichtigste Frage: Wer war geimpft?

Auch bei den übrigen Erkrankten bleibt die Datenlage erstaunlich dünn. Berichtet wurde, dass nur etwa 40 Prozent der Rekruten auf Lackland gegen Grippe geimpft gewesen seien. Doch diese Zahl sagt fast nichts aus. Entscheidend wäre nicht die allgemeine Impfquote, sondern der Impfstatus der tatsächlich Erkrankten und im Vergleich dazu jener der nicht Erkrankten. Waren die meisten Betroffenen ungeimpft? Oder erkrankten auch zahlreiche Geimpfte? Wie viele der hospitalisierten Rekruten hatten zuvor die Impfung erhalten? Und passte der verwendete Impfstoff überhaupt zu jenem Virusstamm, der in Lackland zirkulierte?

Solange diese Informationen nicht veröffentlicht werden, bleibt die Behauptung, die Aufhebung der Impfpflicht habe den Ausbruch verursacht, nichts weiter als eine Vermutung. Eine politisch motivierte Vermutung – aber keine wissenschaftlich saubere Schlussfolgerung. Gerade die jüngste Grippesaison hat gezeigt, wie problematisch dieses blinde Vertrauen in die jährliche Impfkampagne ist. Die Impfstoffzusammensetzung basiert jedes Jahr auf Prognosen darüber, welche Varianten in den kommenden Monaten dominieren könnten. Manchmal liegen WHO, CDC und die zuständigen Fachgremien richtig. Oftmals liegen sie einfach nur daneben. In der Saison 2025/26 lagen sie offenbar besonders weit daneben.

Die dominante Influenza-A-Variante der Saison wich deutlich von jener Viruslinie ab, auf die der Impfstoff ausgelegt war. Eine große Untersuchung mit Daten von fast zwei Millionen US-Amerikanern kam zu dem Ergebnis, dass der Schutz vor schweren Verläufen und Krankenhausaufnahmen nur sehr begrenzt war. Report24 berichtete darüber. Doch dem medialen Mainstream ist dies keine Meldung wert. Immerhin müssten sie so zugeben, dass die alljährliche Grippeimpfung-Propaganda nicht auf irgendwelchen belastbaren Daten beruht.

Schon mehrfach aufgezeigt: Die Grippeimpfung ist kein Schutzschild

Report24 hat sich mit dieser Problematik bereits mehrfach beschäftigt. Die Grippeimpfung wird seit Jahren als beinahe selbstverständliche Schutzmaßnahme verkauft, obwohl ihre tatsächliche Wirksamkeit stark schwankt und in manchen Gruppen äußerst bescheiden ausfällt. Gerade bei älteren Menschen wurde immer wieder untersucht, ob die steigenden Impfquoten tatsächlich zu einem Rückgang der influenzabedingten Sterblichkeit führten. Die Ergebnisse fielen keineswegs so eindeutig aus, wie es die Gesundheitsbehörden gerne darstellen. Auch bei Kindern und bei wiederholter jährlicher Impfung fanden Studien Resultate, die zumindest erhebliche Zweifel an der pauschalen Nutzen-Erzählung aufwerfen.

Das Problem ist grundsätzlicher Natur. Die Grippeimpfung ist kein universelles Schutzschild. Sie verhindert weder zuverlässig Infektionen noch garantiert sie, dass sich das Influenzavirus in Kasernen, Schulen, Pflegeheimen oder Großraumbüros nicht ausbreitet. Besonders dann nicht, wenn der Impfstoff auf eine Virusvariante zugeschnitten wurde, die später gar nicht die dominante Rolle spielt. Doch das interessiert offensichtlich weder das Pentagon, noch die Systemmedien.

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