Nigeria: Horden von Männern vergewaltigten Frauen bei Fruchtbarkeitsfestival

Bild: Screenshot X

In Nigeria wurde ein traditionelles Fruchtbarkeitsfestival von mehreren Männergruppen dazu genutzt, unzählige Frauen zu vergewaltigen. Die Studentinnen wurden durch die Straßen gejagt und sexuell missbraucht – während diese Taten auch noch von Passanten gefilmt wurden.

Am helllichten Tag wurden bereits im März wehrlose Frauen wie Freiwild durch die Straßen gejagt, in die Enge getrieben, komplett entkleidet und vor einem grölenden Mob vergewaltigt. Beim sogenannten „Alue-Do“-Fruchtbarkeitsfestival in Ozoro, tief im Süden Nigerias (Bundesstaat Delta), entlud sich eine unfassbare Brutalität gegen Frauen. Videos, die in den sozialen Netzwerken grassieren, erhalten jedoch erst jetzt die mediale Aufmerksamkeit im Westen.

Man sieht junge Frauen – Berichten zufolge fast allesamt Studentinnen der örtlichen Universität -, die in Panik durch die überfüllten Straßen rennen, während Männergruppen sie jagen. Wenn die erschöpften Frauen eingeholt werden, reißt der Mob ihnen regelrecht die Kleidung vom Leib. Sie werden begrapscht, missbraucht und gedemütigt. Besonders beängstigend: Umstehende greifen nicht etwa ein – sie zücken ihre Handys, filmen die perfiden Taten, schreien und jubeln den Tätern auch noch zu. Sogar kleine Jungen waren laut Zeugenberichten aktiv an der brutalen Jagd auf die Frauen beteiligt. Zahlreiche Opfer mussten mit schweren Traumata ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Videos beweisen, dass sich diese Gruppen-Angriffe auf die Studentinnen während des Festivals gleich an mehreren Orten quasi zeitgleich ereigneten. Frauenverachtende Gewaltexzesse, die sich immer wieder in Afrika abspielen. Die Polizei im Bundesstaat Delta hat zwar einen Gemeindevorsteher und vier junge Männer festgenommen, flüchtet sich aber in haarsträubende Ausreden. In einer ersten Erklärung faselten die Ermittler verharmlosend von isolierten „kriminellen Elementen“, die das Festival angeblich „gekapert“ hätten.

Noch unfassbarer ist die Reaktion der lokalen Gemeindevorsteher. Sie streiten jegliche Vergewaltigungen frech ab und behaupten allen Ernstes, das Fest sei lediglich „falsch interpretiert“ worden. Und dann wundert man sich in Europa, wenn afrikanische Asylforderer immer wieder (siehe beispielsweise hier, hier und hier) dadurch in die Schlagzeilen geraten, weil sie Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit vergewaltigen.

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