In einem katholischen Kindergarten in Oberösterreich sorgt eine Entscheidung derzeit für Aufsehen: Klassische Muttertagsgedichte und -lieder sollen künftig nicht mehr Teil des Programms sein. Man wolle allen Kindern gerecht werden, unabhängig von ihrer familiären Situation, so die Begründung. Bei vielen Eltern sorgt diese Entscheidung für Empörung.
Im Pfarrcaritaskindergarten St. Josef in Gallneukirchen (Bezirk Urfahr-Umgebung, nahe Linz) sollen die Kinder keine klassischen Muttertagsgedichte oder -lieder mehr einstudieren. Das gilt auch für den Vatertag.
„Uns ist bewusst, dass Kinder heute in ganz unterschiedlichen Familienformen aufwachsen. Klassische Rollenbilder rund um Mutter- und Vatertag spiegeln diese Vielfalt nicht immer wider und sind daher aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß für den Kindergartenalltag“, heißt es in einer Mitteilung des Kindergartens an die Eltern.
Die traditionelle Familie gilt als Keimzelle der Gesellschaft: Daran werden woke Weltbilder nichts ändern, denn sie wandeln abseits der Realität. Gleichgeschlechtliche Elternpaare stellen naturgemäß eine Minderheit dar, sodass eine politisch korrekte „Umgestaltung“ von Mutter- und Vatertag ausgerechnet durch katholische Einrichtungen auf wenig Verständnis trifft. Traditionen wie der Muttertag erfüllen eine verbindende Funktion. Sie schaffen gemeinsame Bezugspunkte über Generationen hinweg. Wie viele solcher gesellschaftlich bedeutenden Verbindungen sollen noch gestrichen und entwertet werden?
Der Muttertag ist dabei weit mehr als nur ein Gedicht oder ein selbstgebasteltes Geschenk. Für Familien ist er ein Tag der Wertschätzung, besonders aus der Perspektive von Kindern. Gerade im Kindergartenalter geht es dabei um emotionale Bindung und eine Form des Dankes.
Viele Eltern sind entsprechend empört. Eine Mutter sagte gegenüber „Heute“, sie wolle als Mutter geehrt werden – auch mit einem Gedicht – ,und in Gallneukirchen gebe es keine relevanten anderen Familienkonstellationen. Sie fordert, dass die Kirche zu einem klassischen Familienbild stehen sollte. Damit dürfte sie allen, die sich nicht dem Woke-Wahnsinn unterwerfen, aus dem Herzen sprechen.
