Blindflug: Der EU geht der Sprit aus – und niemand weiß, wie viel wir noch haben!

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Wenn es nach den Politikern geht, sollen wir unser Auto stehenlassen und aufs Reisen verzichten. Flugzeuge bleiben wegen Kerosinmangels am Boden. Doch hinter den Kulissen offenbart sich ein noch viel größerer Skandal. Die Wahrheit ist: Die EU-Kommission hat nicht den blassesten Schimmer, wie viel Treibstoff wir überhaupt noch haben.

Während der Konflikt mit dem Iran die Ölpreise in die Höhe treibt, erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fast schon beiläufig, dass dieser Krieg die EU-Staaten infolge höherer Energiekosten täglich fast 500 Millionen Euro kostet. Doch während sich die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump längst schon auf eine langanhaltende Blockade einstellen, scheint laut einem aktuellen Politico-Bericht in Brüssel die Ahnungslosigkeit vorzuherrschen.

„Wir haben hier Verträge für Mai und Juni … was danach passiert, ist schwer vorherzusagen“, gab DHL-Chef Tobias Meyer kürzlich bei einem Hintergrundgespräch zu. Man wisse zudem gar nicht, wie viel der strategischen Reserven längst angezapft wurden. Aus internen Protokollen eines Krisengipfels aus dem vergangenen Monat, die an die Öffentlichkeit gesickert sind, geht das volle Ausmaß des Brüsseler Kontrollverlusts hervor.

Minister aus Belgien, den Niederlanden und Spanien schlugen Alarm wegen der massiven Wissenslücken. Die völlig absurde Lösungsidee laut dem Protokoll: Der griechische Abgesandte flehte die EU-Kommission allen Ernstes an, doch bitte eine WhatsApp- oder Signal-Gruppe zwischen den Mitgliedsstaaten und der Behörde einzurichten! Das ist absolut kein Witz: Der angeblich mächtigste Binnenmarkt der Welt, der allein in Brüssel Zehntausende bestbezahlte Beamte beschäftigt, will eine historische Energiekrise mit einer WhatsApp-Gruppe managen.

„Wir haben nur sehr begrenzte Marktkenntnisse und Daten für Gas und Öl“, gesteht ein hochrangiger Mitarbeiter eines europäischen Energieministeriums hinter vorgehaltener Hand. „Es mangelt definitiv an Marktüberwachung.“ Das klingt so, als ob die Brüsseler Eurokraten erst dann wirklich wissen, wann die letzten Reserven verbraucht sind, wenn die Tankstellen quer über den Kontinent nicht mehr beliefert werden.

Besonders beim für Millionen Bürger und die Wirtschaft lebenswichtigen Diesel sowie bei Flugzeugtreibstoff (Kerosin) herrscht kompletter Blindflug. Das Statistikamt Eurostat glänzt durch veraltete Zahlen – die letzte halbwegs brauchbare Erhebung stammt aus dem Januar. Man verlässt sich in Brüssel allen Ernstes darauf, dass Unternehmen freiwillig ihre hochsensiblen Bestandsdaten melden – was diese natürlich aus Angst vor Konkurrenz und EU-Wettbewerbsstrafen nicht tun. Alain Mathuren, Direktor der Lobbygruppe fuelsEurope, sagt trocken: „Das sind Informationen, die die Mitglieder nicht mit mir teilen werden.“

Die EU-Kommission reagiert nun mit der Ankündigung von noch mehr Bürokratie auf das bisherige Versagen. Man wolle jetzt eilig eine „Treibstoff-Beobachtungsstelle“ gründen. Auf Nachfrage, wie diese denn funktionieren solle, erklärte eine Kommissionssprecherin lapidar: Es sei „zu früh“, um zu sagen, wie das ablaufen soll. Während private Marktforschungsunternehmen wie Kpler mittlerweile teure Satellitenbilder auswerten müssen, um anhand des Schattenwurfs von riesigen Öltanks (den sogenannten Schwimmdachtanks) zu erraten, wie viel Öl sich überhaupt noch darin befindet, hoffen die EU-Verantwortlichen auf das Prinzip Zufall.

„In einer idealen Welt hätten wir Zugang zu perfekten Informationen“, lammentierte ein EU-Beamter gegenüber Politico. Man hoffe einfach, dass man die richtigen Daten habe. Doch das Prinzip Hoffnung der Brüsseler Apparatschiks nützt den Bürgern und den Unternehmen nichts. Denn wenn uns der Sprit ausgeht und nicht genügend Nachschub ankommt, wird es hässlich.

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