Simbabwe ist ein wichtiger Exporteur des Batterien-Rohstoffs Lithium. Nun wurde ein umfassender Exportstopp beschlossen, der vor allem die chinesischen Importeure und Verarbeiter trifft. Harare will die Verarbeitung des Rohstoffs im eigenen Land vorantreiben.
Simbabwe, der größte Lithium-Produzent Afrikas und eine der wichtigsten Quellen für den globalen Batterie-Wahn, hat über Nacht den Export von unbehandeltem Lithium verboten. Eigentlich sollte der Export-Stopp erst im Januar 2027 kommen. Doch die Regierung zog vor wenigen Tagen überraschend die Reißleine. Man will sich nicht länger für die Klima-Träume des Westens und die Weltmacht-Fantasien Pekings ausbeuten lassen. Die Gewinne aus dem lukrativen Batterie-Geschäft sollen im eigenen Land bleiben.
🚨Mines Minister Polite Kambamura says Zimbabwe banned the export of lithium concentrates after detecting cases of under-declaration by some miners.
— newZWire (@newswireZW) March 3, 2026
This is where an exporter reports lower volumes or values of mineral shipments than they actually export, to avoid taxes and… pic.twitter.com/Dxh56AqfLC
Gierige Akteure versuchten in einer wilden Plünderungs-Orgie, noch schnell so viel rohes Lithium wie möglich aus dem Boden zu kratzen und außer Landes zu schaffen. Die Regierung in Harare spricht von “inakzeptablem” Verhalten, da viele Exporte nicht deklariert wurden, um Steuern zu sparen. Insider berichten von riesigen, illegalen Geheim-Lagern in den Nachbarländern. Ein skrupelloser Ausverkauf der wirtschaftlichen Zukunft des afrikanischen Landes – alles nur, damit in Europa und Asien die Bänder für Elektroautos weiterrollen können.
Am härtesten trifft dieser Schock-Bann das Land, das den globalen E-Auto-Markt mit eiserner Faust kontrolliert: China. Peking hat in den letzten Jahren Milliarden in Afrika versenkt, um sich die Vorherrschaft über die Rohstoffe der Zukunft zu sichern. Allein zwischen 2020 und 2024 krallten sich chinesische Firmen 84 Energieprojekte auf dem Kontinent. Das Ziel: die Welt in die totale Abhängigkeit treiben.
Where in the world 🌏 did China get their #lithium spodumene from in 2025?
— ᴀᴍᴀʟ ɪʟʟᴇꜱɪɴɢʜᴇ (@mineralsmindset) March 5, 2026
"Zimbabwe 🇿🇼 is a key supplier to China and was set to make up 10% of global lithium supply [in 2026], according to China’s SMM, at 200,000 tonnes lithium carbonate equivalent (LCE)." @hjesanderson
It… pic.twitter.com/uGQYPt67Jf
Doch jetzt schnappt die Falle zu. Für Chinas Batterie-Giganten, die auch auf das Lithium aus Simbabwe angewiesen sind, ist der plötzliche Lieferstopp ein Frontalangriff. Die Rohstoff-Länder (so auch die Demokratische Republik Kongo, welches die Kobalt-Exporte einschränkte) wachen auf und lassen sich von Peking nicht länger abspeisen. Dies wird allerdings auch die Rohstoffpreise in die Höhe treiben – und die Stromer noch teurer machen, als sie ohnehin schon sind.
Andererseits könnte diese Entwicklung auch dazu beitragen, die globale Abhängigkeit vom Reich der Mitte zumindest mittelfristig zu verringern. Vorausgesetzt natürlich, dass es nicht chinesische Konzerne sind, welche die Verarbeitung dann eben direkt vor Ort übernehmen. Doch dazu müssten westliche Unternehmen auch entsprechend investieren.
