Umfrage: AfD erstmals sechs Punkte vor Union – Zustimmung zur „Brandmauer“ bröckelt

Symbolbild: KI

Die politische Stimmung in Deutschland hat sich weiter zugespitzt. Erstmals liegt die AfD in einer repräsentativen Umfrage klar vor der Union. Gleichzeitig bröckelt die Unterstützung für die „Brandmauer“ gegen die AfD merklich, besonders in den Reihen der CDU/CSU-Wähler. Ein deutliches Signal des wachsenden Unmuts mit der aktuellen Bundesregierung.

Die AfD baut ihren Vorsprung in der Wählergunst weiter aus. Laut der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage käme die Partei bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag auf 28 Prozent (+1 zum Vormonat). Die Union (CDU/CSU) rutscht hingegen auf 22 Prozent (-1) ab – der niedrigste Wert bei YouGov seit September 2021. Der Abstand beträgt damit erstmals sechs Prozentpunkte.

Für die AfD ist das Ergebnis ein neuer Rekordwert. Die Partei profitiert offenbar von der anhaltenden Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Auch andere Institute zeigen einen ähnlichen Trend: Im RTL/ntv-Trendbarometer (Forsa) liegt die AfD bei 27 Prozent, die Union bei 22 Prozent.

SPD und Grüne kommen jeweils auf etwa 13 Prozent. Die Linke kommt auf 11 Prozent. FDP und BSW kämpfen mit der Fünf-Prozent-Hürde. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf fünf Prozent.

Parallel zur Umfrageverschiebung sinkt die Akzeptanz der sogenannten „Brandmauer“ – also der gemeinsamen Ablehnung von Koalitionen mit der AfD durch die anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Nur noch 46 Prozent der Befragten halten diese Haltung für richtig (Februar 2025: noch 54 Prozent). 41 Prozent finden die Brandmauer falsch, 13 Prozent sind unentschieden.

Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei Unions-Anhängern: Hier unterstützt nur noch jeder Zweite (50 Prozent) die Brandmauer – ein Minus von neun Punkten gegenüber Februar 2025. Bei Wählern der Grünen (89 Prozent, +3 Punkte), der Linken (76 Prozent, +9 Punkte) und der SPD (74 Prozent, +3 Punkte) ist die Ablehnung von Koalitionen mit der AfD hingegen gestiegen.

Auch die persönlichen Werte von Kanzler Friedrich Merz leiden. Die Zufriedenheit mit seiner Amtsführung sinkt weiter: Nur noch 15 Prozent bewerten seine Arbeit positiv (minus fünf Punkte zum Vormonat). 81 Prozent finden, dass er schlechte Arbeit leistet. Die schwarz-rote Koalition stößt insgesamt auf breite Skepsis. Viele Bürger sehen offenbar keine überzeugenden Lösungen bei zentralen Themen wie Migration, Wirtschaft und Energie.

Die aktuelle YouGov-Umfrage unterstreicht die wachsende Ablehnung der linksgrünen Politik und die Hinwendung zu konservativ-rechten Parteien. Die AfD liegt bundesweit seit Monaten vorn oder gleichauf mit der CDU und ist in mehreren ostdeutschen Ländern klar führend vor anstehenden Landtagswahlen. Gleichzeitig gerät die bisherige Strategie der etablierten Parteien, die AfD politisch zu isolieren, zunehmend unter Druck. Schon bei der letzten Bundestagswahl wählte die Bevölkerung mehrheitlich klar konservativ. Doch die Politik ignoriert den Willen der Bürger.

Ob das Bröckeln der Zustimmung zur Brandmauer auch echte Konsequenzen in der Politik haben wird,- etwa auf kommunaler oder Landesebene -, bleibt abzuwarten. Bis zur nächsten regulären Bundestagswahl 2029 ist noch viel Zeit, wenn die Koalition denn so lange durchhält. Auch wenn Umfragen Momentaufnahmen und keine Prognosen sind, zeigt die aktuelle Entwicklung: Die Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik steigt weiter – und stärkt vor allem eine Partei.

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