Linksgrüner Sand im Getriebe des Auswärtigen Amts: Nachdem Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sommer das Gendern in der Behörde begrenzt hat, sollen zwei hochrangige Beamtinnen auf Sabotage gesetzt haben: Berichten zufolge weigern sie sich, ihrer Meinung nach unzureichend gegenderte Dokumente zu bearbeiten und weiterzuleiten.
Außenminister Johann Wadephul hatte im Juli im Intranet der ehemaligen Baerbock-Behörde neue Regeln erlassen: Dem überbordenden Gendern wollte er Einhalt gebieten. Sonderzeichen innerhalb von Wörtern – also die klassischen Sternchen, Doppelpunkte und Unterstriche, mit denen die Wokeria so gern um sich wirft – wurden verboten. Das Auswärtige Amt erörterte damals: „Sonderzeichen innerhalb von Wörtern sind und waren nicht Bestandteil des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung und daher im amtlichen Schriftverkehr der Bundesbehörden nicht vorgesehen.“
Das war aber keine generelle Abschaffung. Es wurde darauf verwiesen, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzlicher Auftrag aller Bundesbehörden sei. Statt Gendersternchen sollte man schlichtweg auf Paarformen („Bürgerinnen und Bürger“) setzen oder neutrale Begriffe verwenden.
Für die Verfechter von Annalena Baerbocks „feministischer Außenpolitik“ war und ist das offensichtlich dennoch ein beispielloser Affront. Wie die „Bild“ berichtet, sind zwei hochrangige Beamtinnen in einen „Gender-Streik“ getreten: Es ist gar von Vorwürfen der Sabotage die Rede. Die beiden sollen bewusst Anweisungen des Bundesaußenministers ignoriert und zentrale Dokumente zurückgehalten haben. Sprich: Weil die Dokumente nicht ausreichend gegendert waren, leitete man sie demnach einfach nicht an Minister und Staatssekretäre weiter. Weil dabei wichtige Papiere liegenblieben und nie die Ministerbüros erreichten, fiel die offenkundige Arbeitsverweigerung schließlich auf. Seitens der Behörde werden die Vorgänge laut „Bild“ nicht bestritten.
Bei den Personalien soll es sich um die Leiterinnen der Abteilungen „Kultur und Gesellschaft“ und „Globale Ordnung“ handeln. Recherchiert man diese Ämter, so stößt man tatsächlich rasch auf zwei Namen: Auf ersteren Posten wurde im Juli 2025 Christina Beinhoff versetzt, die Ex-Botschafterin Deutschlands in Schweden, die sich diesen Job seinerzeit ganz geschlechtergerecht mit ihrem Ehemann „geteilt“ hatte. Für „Globale Ordnung“ ist wiederum Katharina Ahrendts zuständig. Ihre Beförderung 2025 hatte für Negativschlagzeilen gesorgt, denn Ahrendts galt als enge Baerbock-Vertraute und leitete deren Büro. Kurz vor Baerbocks Abgang beförderte sie Ahrendts, was der eine Erhöhung der Besoldungsstufe von B6 auf B9 einbrachte. Das entspricht einem Bruttogehalt von rund 14.000 Euro im Monat.
Die Sabotage-Vorwürfe stehen bislang zwar nur auf Basis des „Bild“-Berichts im Raum und es gilt die Unschuldsvermutung, doch der bloße Vorwurf von Arbeitsverweigerung bei einem solch üppigen Gehalt – zumal wegen fehlender Gendersternchen – erhitzt in den sozialen Netzen die Gemüter. Überrascht wirken die Menschen im besten Deutschland allerdings nicht…
