Rückschlag für Milliardengeschäft mit Covid-Tests: An-225 zerstört, An-124 bleiben fern

Bild: Perwy kanal (staatlicher russischer Fernsehsender)

Der Krieg in der Ukraine hat auch das Milliardengeschäft mit Antigen-Tests abrupt gestoppt. Zuvor waren über den kleinen Provinzflughafen Linz Hörsching noch jede Woche hunderte Tonnen Tests angeliefert worden, viele davon für den Einsatz in Deutschland. Inmitten der Transporte war häufig die ukrainische Transportgesellschaft Antonov, die auch das größte Flugzeug der Welt, die An-225 besaß. Diese ist bei russischen Angriffen nahezu vollständig zerstört worden – und damit auch die Lieferkette.

Jede Woche landeten bis zuletzt mehrere Transportflieger der Firma Antonov in Linz Hörsching. Das Rätsel, weshalb hunderte Tonnen Antigen-Schnelltests für Mittel- und Norddeutschland ausgerechnet dort angeliefert wurden, ließ sich bis heute nicht klären. Lesen Sie dazu auch unsere vielfältigen Recherchen:

Nun ist Schluss mit lustig, die automatisierten Millionengewinne für Hersteller, Händler, Zwischenhändler und Transportfirmen sind zumindest pausiert. Ob sie in dieser Dimension je wieder aufgenommen werden können, ist unklar. Denn die Transportkapazität der An-225, 250 Tonnen muss erst einmal durch andere Flieger ersetzt werden. Aus sicherer Quelle wissen wir, dass zum Transport von absurden Mengen chinesischer Ramschtests auch normale Linienflieger eingesetzt werden, wo man die Sitzreihen komplett entfernt hat. Doch diese können natürlich nicht mit dem Laderaum der riesigen Antonovs mithalten. Die kleineren An-124, die immer noch über eine beachtliche Transportkapazität von 120 Tonnen verfügen, wurden in Österreich seit Kriegsbeginn nicht mehr gesichtet.

Bereits im Zuge der ersten Angriffswellen Russlands auf die Ukraine wurden die Flughäfen als wichtiges strategisches Ziel bombardiert. Dabei gab es wohl auch mehrere Treffer auf das bis dahin größte Flugzeug der Welt. Betrachtet man die Bilder von Perwy Kanal, die von zahlreichen westlichen Medien wie Newsfounded übernommen wurden, zeigt sich ein Bild der Zerstörung. Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Flugzeug je wieder fliegen wird. Ein zweites Flugzeug desselben Typus wurde nie vollendet, wohl auch weil nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion viel an Know-how, aber auch an Umsetzungswillen verloren ging. Es lagert in einem Werk in Kiew.

Völlig absurd sind die Schadenersatzforderungen der Betreibergesellschaft Antonov an Russland, die 3 Milliarden US-Dollar fordert. Im Vergleich, die Kosten zur Vollendung der halbfertigen zweiten AN-225 wurden auf 160 Millionen US-Dollar geschätzt. Sowohl der Angriff auf das Flugzeug als auch die Bilder und die Milliardenforderungen sind als Teil des Medienkrieges zu verstehen, der die Kampfhandlungen in Russland begleitet.

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