Oh du fröhliche Spaltung – Ein beSINNlicher Kommentar zum Jahreswechsel

Bild: Canva

Wie war Ihr Weihnachtsfest? Ich hoffe, Sie können die Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Liebsten genießen und haben Ihren Weihnachtsfrieden für heuer gefunden! Oder geht es Ihnen wie mir und Sie sind besonders nachtragend? Die Weihnachtsmärkte habe ich für meinen Teil heuer jedenfalls vollständig ausgelassen…

Ein Kommentar von Edith Brötzner

Erinnern Sie sich noch an Weihnachten 2021? An die Zeit, in der man gesunde Menschen wie Sie und mich vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und erklärt hat, dass es gefährlich wäre, uns Ungeimpfte zum Familienfest einzuladen? An die Zeit, in der man uns mit Securitys von den Weihnachtsmärkten ferngehalten hat, weil wir keinen QR-Code vorweisen wollten und konnten? Man könnte bequem sein und alles auf „ja, damals war das halt einfach so“ schieben. Gleichzeitig ist die Weihnachtszeit die Zeit der Besinnlichkeit, in der wir uns auf die wesentlichen Werte besinnen sollten. Zum Beispiel auf den Wert der Familie, den man 2021 mit Füßen getreten hat, indem man den Menschen geraten hat, ungeimpfte Familienmitglieder – Eltern, Geschwister, Kinder – doch einfach vom Familienfest auszuladen. Weil diese angeblich gefährlicher waren als jene, die den politischen Anweisungen Folge geleistet haben.

Wir sollten uns auf den Wert jedes einzelnen Menschen besinnen. Wir alle sind gleich viel wert. Weihnachten 2021 war nur ein gewisser Teil der Bevölkerung etwas wert. Den anderen Teil hatte man hochoffiziell zum gesellschaftlichen Abschuss und zur Denunzierung freigegeben. Erinnern Sie sich noch an die Lockdowns für Ungeimpfte und den 2G Wahnsinn? Dass dieser immer noch existiert, haben wir inzwischen weitestgehend ausgeblendet. Es gibt immer noch Jobs, die unabhängig vom aktuellen Verordnungswahnsinn 2G voraussetzen.

Besinnen wir uns auf den Wert des sozialen Miteinanders und der gegenseitigen Akzeptanz. Erinnern Sie sich noch an die wahnwitzigen Personenbeschränkungen der vergangenen zwei Jahre, mit denen man uns vorschreiben wollte, mit wie vielen Menschen wir uns treffen dürfen oder auch nicht?
Erinnern Sie sich noch daran, dass man uns aufgetragen hat, unsere Lieben im Altersheim alleine zu lassen und daran, dass wir auch dazu gezwungen wurden, viele von ihnen auch alleine sterben zu lassen? Dem Schutz der Gesundheit zuliebe…

Christlicher als der Papst erlaubt

Besinnen wir uns auf den Wert der freien Meinungsäußerung, den man nun seit fast drei Jahren erfolgreich so klein wie möglich hält und unterdrückt. An die politischen, medialen und verbalen Angriffe auf jene Menschen, die vor all diesem Wahnsinn laut gemahnt haben… Wir alle wünschen uns nichts mehr, als dass endlich wieder Frieden einkehrt. Dass die Welt endlich wieder normal wird. Dass die Menschheit endlich ihren Hausverstand wiedergefunden hat. Ich darf Sie beunruhigen. Für all jene, die die Ereignisse der vergangenen Jahre hinterfragen, für jene, die während Corona aufgewacht sind und für jene, die gerade einmal damit beginnen, ein mulmiges Gefühl im Bauch zu spüren und die Punkte noch nicht verbinden können… Es wird nie wieder wie früher. Nie wieder. Wir haben die Wahl. Wir können hinsehen oder wegsehen.

Wir haben auch die Wahl, ob wir nachtragend oder versöhnlich sind. Ich für meinen Teil bin zwar versöhnlich, jedoch werde ich niemals vergessen, wie man uns in den vergangenen drei Jahren gespalten und denunziert hat. Niemals. Meine ganz besondere Abneigung gilt in diesen christlichen Feiertagen dem Papst. Während er völlig vergisst, dass es weltweit unglaublich viele Menschen gibt, die sich gerade das tägliche Leben nicht mehr leisten können und verarmen, entblödet er sich nicht, den Menschen an Weihnachten Bescheidenheit aufzutragen und rät, dass sie ihr hart Erspartes in die Ukraine zu spenden. Und das, wo niemand so genau weiß, wo die Spenden dort wirklich landen. Wie kommt er dazu, ein einziges Land zu bevorzugen? Möge er sich die Ukraine am besten direkt in seine heiligen Hallen in den Vatikan holen. Dann hätten wir dieses Problem auch gelöst.

Hinsehen statt wegsehen

Ich für meinen Teil unterstütze lieber regionale Projekte. Heuer haben wir beispielsweise für die Welser Tafel Weihnachtspackerl gesammelt. Für jene Menschen, die sich das tägliche Leben bereits jetzt nicht mehr leisten können. Wir müssen nicht immer weit über den Tellerrand schauen, um Probleme zu erkennen. Armut, Einsamkeit und Depression zum Beispiel. Können Sie sich vorstellen, wie viele Menschen Weihnachten heuer alleine feiern mussten? Weil sich Familien in den vergangenen drei Jahren so zerstritten haben, dass sie sich nicht mehr in die Augen sehen können? Weil Beziehungen an der Spaltung zerschellt sind, die nicht mehr reparierbar sind? Weil heuer unglaublich viele Menschen geliebte Familienangehörige plötzlich und unerwartet verloren haben? Wir können hinsehen und wir können wegsehen. Wir haben die Wahl.

Ich für meinen Teil habe meinen einzigen Punsch heuer lieber auf der „Gemeinsam satt Einsam“ Versammlung in Linz in Gesellschaft vieler großartiger Menschen genossen. Dort war nämlich mehr Weihnachtsfrieden und Weihnachtsstimmung spürbar, als auf allen überlaufenen, einst 2G-fanatischen und diskriminierenden Christkindlmärkten zusammen.

Und nun darf ich Sie – erfüllt von echtem Weihnachtsfrieden und positiv gestimmt, dass das Gute in den Menschen doch noch existiert – in die letzten Tage eines turbulenten 2022 und einen hoffentlich friedvollen Start in ein aufregendes 2023 entlassen! Ich bedanke mich bei allen Lesern und Zusehern für Ihre Treue und begleite Sie natürlich auch im kommenden Jahr wieder mit meinen Artikeln und Wochenkommentaren. Und eines ist so fix wie das Amen im Gebet: Auch 2023 wird spannend. Bleiben Sie wach!

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