US-Präsident Donald Trump versetzt Bundeskanzler Friedrich Merz eine historische Demütigung. Im Weißen Haus hat man genug von der Besserwisserei aus Berlin und zieht nun 5.000 Soldaten ab. Ein Warnschuss, obwohl die Amerikaner Deutschland für ihre Operationen im Nahen Osten brauchen.
Seit Jahrzehnten ist Deutschland der wichtigste europäische US-Standort, ein Relikt der Nachkriegsordnung und des Kalten Krieges. Aktuell sind hier über 36,000 amerikanische Soldaten stationiert. Die US-Basen in Deutschland – allen voran die Air Base Ramstein – bilden das Herzstück des US-amerikanischen Europa- und Afrikakommandos. Der Abzug von 5.000 Soldaten ist militärisch verkraftbar, politisch jedoch ein verheerendes Symbol. Ausgerechnet jetzt, wo ganz Europa einen „neuen Kalten Krieg“ mit Russland führt und der Ukraine-Krieg unverändert weiter tobt, lässt Trump den Kanzler am langen Arm verhungern.
Donald Trump hat immer wieder damit gedroht, die in Deutschland stationierten Truppen abziehen zu wollen. Nun erfolgt zumindest ein Teilabzug. Innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate soll dieser Schritt über die Bühne gehen. Der Grund dafür ist die tiefe Frustration des US-Präsidenten über die ausbleibende deutsche Unterstützung in Bezug auf den Iran und die ständigen arroganten Belehrungen des Kanzlers, der als eingefleischter Transatlantiker und ehemaliger BlackRock-Manager tief mit dem US-Establishment verbunden ist.
Trump blasts Merz:
— Clash Report (@clashreport) April 30, 2026
Germany—he is doing a terrible job. He has got immigration problems, he has got energy problems, he has got problems of all kinds, and he has a big problem with Ukraine. pic.twitter.com/qq2sk0aA5p
Nur einen Tag vor der Abzugs-Meldung hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social zu einem gewaltigen Rundumschlag gegen Friedrich Merz ausgeholt – und dabei auch jene wunden Punkte getroffen, unter denen Millionen Deutsche täglich leiden. „Der deutsche Kanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden (wo er völlig ineffektiv war!), und sein kaputtes Land zu reparieren, insbesondere in den Bereichen Migration und Energie, und weniger Zeit damit verbringen, sich bei denjenigen einzumischen, die die nukleare Bedrohung durch den Iran beseitigen und damit die Welt, einschließlich Deutschland, zu einem sichereren Ort machen!“, schoss Trump gegen Merz.
Vorausgegangen war ein peinlicher Auftritt von Merz bei einer lokalen Veranstaltung am Montag. Dort hatte der Kanzler in einer für ihn seltenen Schärfe die US-Außenpolitik und Trumps Iran-Offensive („Operation Epic Fury“) kritisiert. Merz tönte großspurig: „Eine ganze Nation wird von der iranischen Führung gedemütigt, insbesondere von diesen sogenannten Revolutionsgarden. Und deshalb hoffe ich, dass dies so schnell wie möglich endet.“ Um sich im eigenen Land als starker Mann zu inszenieren, legte das Ego von Merz noch nach: „Hätte ich gewusst, dass es noch fünf oder sechs Wochen so weitergeht und immer schlimmer wird, hätte ich es ihm (Trump) noch nachdrücklicher gesagt.“
Während man Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine mit einer noch nie dagewesenen Welle an Sanktionen überschüttete, sehen die europäischen Staats- und Regierungschefs geflissentlich weg, wenn das Mullah-Regime Terrorgruppen (wie die Hisbollah, die Hamas und die Ansar Allah/Huthis) unterstützt, Stellvertreterkriege im Nahen Osten befeuert und sich dazu auch gleich noch Atomwaffen basteln möchte. Ein islamistisches Regime, welches die eigene Bevölkerung niedermetzeln lässt, nur weil es genug vom religiös-ideologischen Wahn der Ayatollah-Führung hat, soll ungehindert weitermachen wollen, während man gleichzeitig das korrupte Regime in Kiew mit Geld und Waffen eindeckt.
Ein Abzug der US-Truppen aus Deutschland mag zwar in manchen Kreisen als Schritt in die Wiedererlangung der Souveränität betrachtet werden – doch angesichts der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte würde dies die Totalintegration der Bundesrepublik in einen EU-Superstaat wohl nur noch weiter befeuern.
