Lampedusa: Framing-Versuch beim NDR aufgeflogen – männliche Migranten aus Foto geschnitten

Bilder: Bildzitat zum Zweck der Berichterstattung via https://x.com/argonerd/status/1704804721448599555?s=20, Frau via cookie_studio / freepik

Seit jeher ist man bei den Öffentlich-Rechtlichen stets bemüht, Nachrichten zur ungebremsten illegalen Massenmigration entgegen der Fakten mit Frauen und Kindern zu bebildern. Im Zuge der Berichterstattung zur Asyl-„Invasion“ auf Lampedusa bebilderte der zwangsgebührenfinanzierte NDR ein Zitat des französischen Innenministers mit dem Foto einer Migrantin mit drei Kindern – und betonte dies sogar frech gegenüber kritischen Kommentatoren. Was man verschwieg: Aus dem fraglichen Foto wurde ein Pulk junger Männer herausgeschnitten.

Auf dem fraglichen Sujet von „NDR Info“, das eine afrikanische Migrantin mit drei Kindern zeigt, ist ein Zitat des französischen Innenministers Gérald Darmanin zu lesen:

Frankreich wird keine Migranten aus Lampedusa aufnehmen. […] Es ist nicht so, dass wir durch die Aufnahme von mehr Personen den Fluss, der unsere Integrationskapazität berührt, versiegen lassen können.

Das mutet im Kontext des Fotos ja regelrecht herzlos an: Frankreich verwehrt Frauen und Kindern den Zutritt! Die Öffentlich-Rechtlichen haben in den vergangenen Jahren freilich hart daran gearbeitet, jedes Vertrauen ihrer Zuschauer zu verspielen. Entsprechend kritisch fielen die Kommentare zu dieser Tafel auf Instagram aus: „Waren das die einzigen drei Kinder samt Frau, die man für ein Foto finden konnte? Die ‚echten‘ Bilder sprechen nämlich eine andere Sprache, lieber ÖRR“, liest man dort beispielsweise. „Komischerweise hat man in den Medien nur lauter Männer ständig gesehen“, kommentiert eine Userin.

Auf letztere Wortmeldung reagierte das Team von NDR Info beinahe patzig: „Hier auf dem Bild sind es jedoch eine Frau und drei Kinder, wie man sehen kann.“

Und ein ganzer Pulk von Männern im wehrfähigen Alter. Der ist aber nicht zu sehen, denn man zoomte lieber auf Frau und Kinder. (Das vollständige Bild ist über Imago Images einsehbar und kursiert dank des Users Argo Nerd auf X.)

Dass damit ein gewisser Eindruck erweckt werden soll, steht außer Frage: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist für seine manipulative Berichterstattung zum Thema Migration hinlänglich bekannt. Wer sich andere Fotos von den Lampedusa-Migranten in der Bilddatenbank von Imago ansieht (beispielsweise hier, hier, hier oder hier), erkennt darauf erwartungsgemäß einen minimalen Anteil von Frauen und Kindern.

NDR Info meldete sich infolge einer ganzen Welle empörter Kommentare nun auf Instagram zu Wort. Das Foto sei ja nicht manipuliert, rechtfertigt man sich in einem eigenen Kommentar zum Sujet, sondern nur auf den Vordergrund reduziert. „Die Bildaussage hat sich nicht geändert“, findet man:

Moin Community,
diese von uns verbreitete Tafel sorgt für Diskussionen. Das Foto zeigt eine Momentaufnahme von der Mittelmeer-Insel Lampedusa. Es stammt von der Bild-Agentur Imago und ist am 15. September entstanden. Unsere Instagram-Tafeln haben das Format 1080 x 1080 Pixel. Auch, um das Zitat sinnvoll setzen zu können, mussten wir das an sich querformatige Foto beschneiden. Auf dem fehlenden Teil links sind Männer zu sehen, im Hintergrund weitere Personen. Bilder zu beschneiden, ist in Print- und Online-Medien durchaus üblich, dabei spielen auch technische Gründe und das Layout eine Rolle. Wichtig ist: Unser Foto wurde nicht manipuliert, lediglich auf den Vordergrund reduziert. Die Bildaussage hat sich nicht geändert – man sieht Menschen auf der Flucht. Auf anderen Fotos zum Thema Migration haben wir in der Vergangenheit selbstverständlich auch Männer gezeigt.
Das komplette Foto findet ihr in unserer Story und später in den Highlights.

Eine Frau mit Kindern oder eine Gruppe Männer im wehrfähigen Alter: Ja, die Assoziation beim Betrachter ist ganz sicher dieselbe. Die kritischen Kommentare verdeutlichten jedoch, dass die Bürger sich vom Staatsfunk kaum mehr an der Nase herumführen lassen.

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