Hantavirus: RNA-Reste in Samenprobe werden zur globalen Gefahr erklärt

(C) Report24/KI

Den Mainstreammedien ist offensichtlich nicht einmal die nutzloseste Studie zu dumm, um damit weiter die Angst vor dem Hantavirus zu schüren. Nach dem Coronavirus hat man nun einen neuen Erreger gefunden, mit dem man Schreckensszenarien an die Wand malen kann – aktuell: die sexuelle Übertragung des Virus. Panikmache verkauft sich eben gut.

„Hantavirus könnte 6 Jahre in Sperma überleben – Risiko der sexuellen Übertragung!“ So oder so ähnlich lauten aktuell die alarmierenden Schlagzeilen, wie etwa im britischen „Telegraph„. Wer jedoch einen Blick auf die zugrunde liegende Studie wirft, traut seinen Augen kaum. Die mediale Hysterie basiert auf genau einem einzigen Patienten, bei dem nicht einmal ansteckende Viren, sondern lediglich harmlose genetische Trümmer (RNA-Partikel) gefunden wurden. Besonders wichtig hierbei: Die zuständige Gesundheitsrubrik des Telegraph wird teilweise von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert.

Spätestens seit dem Corona-Wahn wissen wir, wie das Spiel läuft. Eine wissenschaftlich völlig unbedeutende Randnotiz wird durch geschicktes mediales Framing zu einer potenziellen globalen Gesundheitsbedrohung aufgeblasen. Aktuell darf das Hantavirus für dieses durchschaubare Spiel herhalten. Verschiedene Medien wärmen derzeit plötzlich eine Studie auf, die bereits Ende 2023 publiziert wurde. Die Botschaft der Schlagzeilen: Ein neues, erschreckendes Risiko der sexuellen Übertragung sei entdeckt worden, da das Virus Jahre im Sperma überleben könne. Die Realität ist jedoch eine völlig andere.

Der N=1-Schwindel und die PCR-Illusion

Die vielzitierte Publikation, eine Fallstudie aus der Schweiz, basiert auf einer denkbar schmalen Datenbasis: N=1. Genau ein einziger Mann, der sich Jahre zuvor in Südamerika mit dem sogenannten Andes-Hantavirus infiziert hatte, wurde hier untersucht. Doch selbst bei diesem einen Probanden stürzen die Sensationsmeldungen der Presse in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Der entscheidende Satz in der Studie, veröffentlicht auf NCBI, wird von den Panik-Journalisten geflissentlich ignoriert: „The isolation of infectious virus was unsuccessful.“ (Die Isolierung des infektiösen Virus war erfolglos.)

Was die Forscher tatsächlich fanden, waren lediglich PCR-Signale, also genetische Fragmente (RNA-Reste) des Virus. Ein intaktes, aktives und damit replikationsfähiges Virus konnte in keiner der Proben nachgewiesen werden. Hier zeigen sich die Parallelen zu den Corona-Jahren: Nach wie vor wird in den Medien nicht zwischen einem – oft nutzlosen – PCR-Nachweis von Virentrümmern und tatsächlicher Infektiosität unterschieden. RNA-Fragmente machen nämlich noch lange keinen ansteckenden Patienten. Die Forscher selbst sprechen lediglich davon, dass das Virus „das Potenzial“ zur sexuellen Übertragung habe. Einen echten Nachweis dafür blieben sie allerdings schuldig.

Zur allgemeinen Einordnung gehört auch Kontext, der in der breiten Berichterstattung gerne unter den Tisch fällt. Hantaviren werden in aller Regel durch Nagetiere beziehungsweise deren Ausscheidungen (etwa beim Auskehren von Schuppen) übertragen. Das in der Fallstudie behandelte Andes-Hantavirus aus Südamerika ist ein absoluter Exot – es ist die einzige bekannte Variante, bei der eine (zudem begrenzte) Mensch-zu-Mensch-Übertragung überhaupt postuliert wird.

Ein seltenes Virus für eine recycelte Schlagzeile

Warum also greifen Mainstreammedien nun plötzlich eine extrem spezifische N=1-Studie aus dem Jahr 2023 auf, um sie dem Publikum als brandneue, alarmierende Erkenntnis zu verkaufen? Eine mögliche Antwort liefert ein Blick auf die finanzielle Struktur hinter den Berichten. Wer den Artikel im Telegraph bis zum Ende liest und dem internen Link zur Rubrik „Global Health Security“ folgt, stößt direkt im ersten Satz auf ein aufschlussreiches Detail: „Unsere Berichterstattung zum Thema globale Gesundheitssicherheit wird teilweise von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert.“

Das bedeutet nicht zwingend, dass aus Seattle direkt ein fertiger Text über südamerikanische Hantaviren in die Londoner Redaktion diktiert wurde. Es zeigt jedoch das strukturelle Problem des modernen Gesundheitsjournalismus im medialen Mainstream: Wenn Stiftungen, die ein ideologisches und finanzielles Interesse an der ständigen Warnung vor globalen Krankheitsbedrohungen haben, ganze Redaktions-Ressorts mitfinanzieren, entsteht ein Klima, in dem exakt solche Artikel gedeihen.

Man sucht förmlich nach Material, das sich in einen warnenden „Health Security“-Kontext pressen lässt. Dass dafür aus einer einzigen Schweizer Samenprobe mit toten RNA-Schnipseln eine internationale Gruselgeschichte gestrickt werden muss, scheint dabei offenbar keinen Redakteur dort in irgendeiner Weise zu stören. Immerhin finanziert Big Pharma (wenngleich auch indirekt) deren Arbeitsplätze.

Am Ende zeigt es sich wieder einmal, dass der Mainstream offensichtlich lieber Narrative zu verkaufen versucht, und nicht etwa Fakten und wirkliche Informationen. Zwar ist man im deutschsprachigen Raum bislang noch nicht auf den Zug aufgesprungen (zumindest lässt sich noch nichts dazu finden), doch wenn schon der Telegraph darüber berichtet, wird es wohl nicht mehr lange dauern. Und in Panik-Propaganda sind die Mainstreamer ja (siehe Corona oder Klimawahn) durchaus geübt.

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