Grüne “Weltoffenheit”: Muezzin-Rufe willkommen, doch Bibelzitat am Berliner Schloss muss weg

Bilder: Humboldt Forum via Dosseman, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons, C. Roth via PantheraLeo1359531, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons

Während in Köln seit Mitte Oktober der Muezzin zum Gebet rufen darf, sollen Bibelzitate am Berliner Stadtschloss überdeckt werden. Soll Deutschland seine christliche Prägung verleugnen? Das wäre offensichtlich ganz im Sinne der Grünen Claudia Roth…

Im Berliner Schloss liegt das Humboldt Forum, ein großes Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum. Die Kuppel dieses teilrekonstruierten Stadtschlosses ziert ein Kreuz und eine goldene Inschrift. Diese lautet: „Es ist in keinem andern Heil, (…) denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“

Die grüne Kulturstaatsministerin Claudia Roth möchte den Schriftzug verschwinden lassen und das Kreuz auf der Kuppel am liebsten auch, denn sie sieht einen Widerspruch zu der „Weltoffenheit“, die das Humboldt Forum auszeichne. „Da will ich ran“, sagte sie am 21. Februar 2022 dem „Tagesspiegel“ in einem Interview. Die Bibelworte sollen nun mit anderen Texten überschrieben werden. Es werde an einem „Kunstprojekt zur temporären Überblendung der rekonstruierten Inschrift mit alternativen, kommentierenden und reflektierenden Texten“ gearbeitet, lautete Roths Antwort auf eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion, die eine Überblendung des Bibeltextes ablehnt.

Die Bibelzitate werden kritisiert, weil sie angeblich andere Religionen ausgrenzen würden. Daher steht neben der Kuppel auf der Dachterrasse auch bereits eine Tafel mit folgendem Text: „Alle Institutionen im Humboldt Forum distanzieren sich ausdrücklich von dem Alleingültigkeits- und Herrschaftsanspruch des Christentums, den die Inschrift zum Ausdruck bringt.“

Heiner Koch, der katholische Erzbischof von Berlin, interpretiert die Worte jedoch anders, nämlich „dass die Menschen sich nur vor Gott verbeugen und keiner irdischen Macht diese Ehre erweisen sollen“.

Die Grünen können bekanntlich mit Deutschland nichts anfangen. Bei Frau Roth trifft das wohl auch auf das Christentum zu. Es stellt sich nämlich die Frage: Wie sieht es denn mit dem Alleingültigkeits- und Herrschaftsanspruch des Islam aus, der schon durch den Muezzin-Ruf verdeutlicht wird? Dass dieser auch in Deutschland ertönt, befürworten Grüne gemeinhin. Die Übersetzung des Gebetsrufs lautet wie folgt:

Allah ist groß (größer als alles und mit nichts vergleichbar)
Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah
Ich bezeuge, dass Mohammed Allahs Gesandter ist
Eilt zum Gebet
Eilt zur Seligkeit
Allah ist groß (größer als alles und mit nichts vergleichbar)
Es gibt keine Gottheit außer Allah

Übersetzung Adhan

Im Hinblick auf den Wortlaut des islamischen Gebetsrufs muss man zu dem Schluss kommen, dass – wieder einmal – mit zweierlei Maß gemessen wird, was mit den ideologisch verblendeten Grünen in Regierungsbeteiligung nicht verwunderlich ist. Deutschland ist eben schlichtweg christlich geprägt und nicht muslimisch – aber vielleicht möchte Claudia Roth ja die Geschichte umschreiben…

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