Großteil positiv Getesteter nicht ansteckend: Auch deutsche Forscher zerlegen PCR-Test

Symbolbild: Freepik @GiovanniCancemi

Es ist eine unendliche Geschichte: Der PCR-Test steht weltweit konstant in der Kritik. Nun haben auch deutsche Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse von PCR-Tests keine geeignete Grundlage für die Corona-Maßnahmen darstellen. Trotzdem setzen Deutschland und Österreich auf flächendeckende Testungen gesunder Menschen und stufen auf Basis nicht-aussagekräftiger Daten Personen ohne Ansteckungsgefahr als „Virenschleudern“ ein – um dann drakonische Maßnahmen zu verhängen. So wird schon jetzt medial der nächste Herbst-Lockdown wegen der Delta-Variante vorbereitet...

Forscher der Medizinischen Fakultät der Uni Duisburg-Essen haben 190.000 PCR-Test-Ergebnisse von 160.000 Menschen ausgewertet – und kamen zu dem Schluss, dass der Großteil der Positiv-Getesteten in Wahrheit nicht infektiös ist. Erstautor der entsprechenden Studie, Prof. Dr. Andreas Stang, seines Zeichens Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie des Universitätsklinikums Essen, schloss aus den Ergebnissen:

Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können. Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.

Neu ist diese Erkenntnis nicht. Die Forscher haben sich die CT-Werte der einzelnen PCR-Testungen angesehen: Im Schnitt waren 60%, zeitweise sogar bis zu 78% der Proben mit einem sogenannten Schwellen-Zyklus-Wert von 25 oder höher getestet worden. Sind so hohe CT-Werte zum Nachweis des Virus notwendig, bedeutet das, dass die Viruslast in Wahrheit viel zu gering ist, als dass die getestete Person ansteckend sein kann. Die vollständige Studie kann hier im Journal of Infection nachgelesen werden.

Länder wie Schweden sehen seit langem von kopflosen Teststrategien, wie sie in Deutschland verfolgt werden, ab. Das RKI bleibt seiner wissenschaftsfernen Linie dennoch treu. RT Deutsch-Autorin Susan Bonath bat das RKI um eine Stellungnahme – und bekam die folgende Antwort:

Das RKI kommentiert generell keine einzelnen Untersuchungen. Es gibt für uns keinen Grund, an der Qualität der PCR-Ergebnisse in Deutschland zu zweifeln.

Deutlicher kann das Institut nicht zeigen, dass es bei den Corona-Maßnahmen nicht um die Gesundheit der Bevölkerung geht.

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